Umfrage-Verrat: Wilde Prognostiker wüten auf Twitter

Echt oder ausgedacht? Gut zwei Stunden vor Schließung der Wahllokale kursierten angebliche Prognosen im Internet. Einige Daten scheinen frei erfunden, andere glaubwürdig - jedenfalls sind die Urheber bislang kaum auszumachen, es kam sogar zu Fälschungen.

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0...651619,00.html
  1. #10

    Wahl ist Wahl

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Lothar Probst von der Universität Bremen hält es für "rechtlich problematisch, dass sie lange vor Schluss der Wahllokale im Netz kursieren. Denn so können Parteien gezielt Wähler mobilisieren und den Ausgang der Wahl verfälschen."
    Verehrte Exzellenz, lieber Herr Professor: Dass Parteien gezielt Wähler mobilisieren (und damit den Ausgang der Wahl "verfälschen" sprich: beeinflussen) nennt man üblicherweise "Wahlkampf". Dafür wird ziemlich viel Geld rausgeballert. Jede Rede auf einem Marktplatz wäre demnach auch eine "Verfälschung" (von all den Wahlversprechungen, also Lügen, ganz zu schweigen).

    Wahl ist, wenn die Wähler das wählen, was sie wählen. Wie sie dazu kommen, das zu wählen, was sie wählen, ist deren Sache. Das geht niemanden was an. Wenn man das zu hinterfragen anfangen würde, täten sich wahrscheinlich Abgründe auf ...
  2. #11

    Amt für Wahrheit?

    Zitat von rabenkrähe Beitrag anzeigen
    ........

    Im INett kann jeder Irre jeden Unsinn behaupten, nachzuprüfen ist jedenfalls kurzfristig gar nichts.
    Ein gutes Beispiel dafür, wie dringend die Regulierung des INetts ist!
    rabenkrähe
    Sie meinen man sollte vor jeder Veröffentlichung erstmal einen Antrag in dreifacher Ausfertigung bei dem Amt für Wahrheit* einreichen? Das wird mit Sicherheit das Arbeitslosenproblem lösen...

    * Dem BMI nachgeordnet
  3. #12

    Die Frage ist nur, wann ...

    Zitat von unterländer Beitrag anzeigen
    wenn man jedem Schxxxdreck hinterherrennt. Wer zwingt denn irgendjemanden bei Twitter mitzumachen oder sich seine Informationen dort zu holen. Ein Medium ernst nehmen, dessen Autoren anonym bleiben können. Wie krass ist das denn? Wenn der Forist unterländer im SPON-Forum um 16.44 Uhr geschrieben hätte, die CDU kommt auf 21 Prozent, dann hätte das auch keiner geglaubt. Also: Selber schuld, wer auf den Schwachsinn reinfällt.
    ... platzt diese Luftblase Twitter endlich? Twitter ist doch in erster Linie was für Leute, die keine eigene Meinung haben. Und davon scheint es ja ne Menge zu geben. Für mich sind alle, die sich auf Twitter stürzen wie auf den heiligen Gral, gesichts- und identitätslose Herdenschafe. Punkt.
  4. #13

    Wie können die paar Twitternutzer den das Wahlergebnis beeinflußen??

    Da wird doch aus einer Fliege ein Elefant gemacht. Anscheinend braucht Herr Probst Aufmerksamkeit. Bei 30.000, 60.000 oder auch bei 1,8 Millionen Nutzern ist Twitter bestimmt nicht wahlentscheidend. Blöder Artikel.
  5. #14

    Ich gebe keinen Titel mehr an

    Zitat von schreibblase Beitrag anzeigen
    Ich verstehe die Aufregung gar nicht.

    Wenn ich nach 16 Uhr ins Wahllokal gehe und habe vorher gelesen, dass zum Beispiel die CDU knapp gewinnen könnte und ich die sowieso wählen wollte, dann wähle ich die doch trotzdem. Und wenn ich unentschlossen war, dann wird mein Entschluss doch auch nicht beeinflusst, denn wenn ich die CDU nicht haben will, wähle ich diese doch nicht. Oder sollen Nichtwähler Lotterie spielen?
    Tja, für eingefleischte Hardcore-Stammwähler (zu denen ich mich auch zähle), mag das ja zutreffen. Aber genau wie es beim Fußball "Modefans" gibt, die sich immer als Anhänger des jeweiligen Tabellenführers zu erkennen geben, so gibt es auch in der Politik Wähler, die unbedingt auf der Siegerseite sein wollen, auch wenn es vielleicht nur unbewußt ist.

    Darüber hinaus zeigt sich mal wieder, das Twitter eins der sinnlosesten aller "neuen Medien" ist. Wenn SMS schon teilweise nervig ist, weil irgendwelche Heinis mit zuviel Zeit Nachrichten der Preisklasse "Was machst Du gerade" raushauen, dann ist Twitter SMS in Hochpotenz...
  6. #15

    Bundeswahlmanipulator

    Zitat von hollo Beitrag anzeigen
    Da wird doch aus einer Fliege ein Elefant gemacht. Anscheinend braucht Herr Probst Aufmerksamkeit. Bei 30.000, 60.000 oder auch bei 1,8 Millionen Nutzern ist Twitter bestimmt nicht wahlentscheidend. Blöder Artikel.
    Wenn hier einer die Wahl manipuliert hat, dann der heillos überforderte Bundeswahlleiter. Skandalöse Nichtzulassung von Der Partei, der Pauli-Partei und irgendeiner Rentern-Band wegen Irrtümer - juritischer Irrtümer auf seiner Seite, wohlgemerkt, verbunden mit einer bodenlosen Borniertheit.

    Die Twitter-Schelte liest sich da wie ein willkommenes Ablenkungsmanöver.