Betriebssystem im Test: Einmal Ubuntu - immer Ubuntu?

"Nie wieder Viren" hieß im Februar 2012 der Auftakt einer Artikelserie, in der Frank Patalong seinen Umstieg auf die Linux-Software Ubuntu schilderte. Ein Jahr danach zieht er Bilanz: Ist das Open-Source-Betriebssystem wirklich die Lösung für Jedermann?

http://www.spiegel.de/netzwelt/gadge...-a-892712.html
  1. #1

    Linux sicherer?

    Linux ist nur deshalb weniger von Viren und Trojanern betroffen, weil das Betriebssystem schlicht auf dem Markt kaum eine Rolle spielt. Als Hersteller von Schadenssoftware will man möglichst viele Rechner erreichen und programmiert deswegen natürlich für Windows-Systeme.
    Hätten plötzlich Linux Distributionen einen nennenswerten Marktanteil, dann würde es auch sehr schnell dafür Viren geben.

    Ich persönlich hatte seit Ewigkeiten kein Virus mehr. Vernünftiger Umgang mit dem Internet, regelmässige Updates, und die Hardwarefirewall des Routers genügen normalerweise. Windows liefert sogar mit Security Essentials ein hauseigenes Gratistool zur Überprüfung mit.

    Ich bin mit meinem Windows7 sehr zufrieden, alles läuft auf Anhieb (kein Rumgefrickel wie bei Linux), Abstürze kenne ich keine und das System ist gestartet nichtmal 10 Sekunden nachdem ich den Knopf am Gehäuse betätigt habe (SSD sei dank).

    Für mich sehe ich keinerlei Notwendigkeit auf Linux zu wechseln, auf dauerhaftes Rumkonfigurieren am Betriebssystem verzichte ich gerne.
  2. #2

    Unseriöse Vergleiche

    Wie kann man pauschal schreiben, dass Ubuntu 4x schneller als Windows startet, wenn noch nicht mal die Version angegeben wird? Win7 z.B. startet auch ein vielfaches schneller als XP, Win8 nochmals schneller.

    Auch der Grund der Virenverseuchung, was schließlich zum Wechsel geführt hat: Hier wird mit keinem Wort die Windows-Version genannt. Vermutlich war es einfach XP. Dazu kann man nur noch sagen, dass man Nutzern nicht mehr helfen kann, die mit einem über 10 Jahre alten Betriebssystem unterwegs sind. Da ist dann jedes aktuelle Betriebssystem besser!
  3. #3

    Zitat von mongolord Beitrag anzeigen
    Ich persönlich hatte seit Ewigkeiten kein Virus mehr. Vernünftiger Umgang mit dem Internet, regelmässige Updates, und die Hardwarefirewall des Routers genügen normalerweise.
    Eben. Das größte Sicherheitsproblem sitzt immer vor dem Bildschirm. Seltene Betriebssysteme oder teure Sicherheitssoftware ersetzen kein verantwortungsvolles Handeln.
  4. #4

    Canon Treiber

    Canon bietet eigentlich eine recht gute Linux-Unterstützung, wenngleich die passenden Treiber manchmal etwas versteckt sind (z.B. auf dem chinesischen FTP liegen). Mein Multifunktions-Drucker MG5350 läuft ohne Einschränkungen unter Ubuntu. Aber vor dem Kauf ein Blick auf Kompatibilität ist sicher anzuraten.
  5. #5

    GNU/Linux

    Nach über 15 Jahren Erfahrung mit GNU/Linux freue ich mich natürlich, dass inzwischen auch absolute Nicht-Fachleute den Nutzen des Systems für sich sehen. Trotzdem gilt, dass sich die eigentliche Mächtigkeit der Plattform erst erschließt, wenn man in die Details der Kommandozeilenebene einsteigt und damit etwas schaffen kann, das komplett auf einen selbst angepasst ist. Das geht anders als bei Windows ohne den Einsatz einer Programmiersprache.
    Auch sollte man wissen, was die Eigenschaft eines freien Systems bedeutet und was das von Richard Stallman aufgestellte GNU-Projekt ist. Technische Qualität für Endanwender ist nur eine unter mehreren günstigen Eigenschaften.
  6. #6

    Genau so ist es

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    "Nie wieder Viren" hieß im Februar 2012 der Auftakt einer Artikelserie, in der <i>Frank Patalong</i> seinen Umstieg auf die Linux-Software Ubuntu schilderte. Ein Jahr danach zieht er Bilanz: Ist das Open-Source-Betriebssystem wirklich die Lösung für Jedermann?

    Ubuntu im Test: Bilanz über ein Jahr Linux - SPIEGEL ONLINE
    Neben Viren und Co. entfällt auch das Ärgernis von 30-Tage-Testversionen und Ähnlichem. Denn Software für Linux ist fast ausschließlich Open Source und somit de facto kostenfreie "Vollversion".
    Zudem beginnt auch die Spieleindustrie die Linux-Plattform zu erschließen.
    Um die allerletzten Fallstricke aus dem Windows-Monopol noch zu umgehen, lohnt es sich, wie beschrieben parallel eine alte, bereits vorhandene Windows-Version zu installieren.
  7. #7

    Verwendungszweck...

    Es kommt eben auf die Bedürfnisse an. Wer spielen möchte, bleibt bei Windows. Wer die wichtigen grundlegenden Funktionen nutzen möchte, kann mit Linux meist schneller und besser arbeiten. Besonders die einfachen Updates sind ein Segen für unerfahrene Nutzer. Was unter Windows zum Klickmarathon wird, ist mit Linux mit einem Wisch erledigt. Dazu ist das System stabil und zumindest etwas sicherer in der Praxis. Um nicht ständig eine neue Version installieren zu müssen, sollte man sich eine LTS-Version runterladen (long term support). Außerdem empfehle ich Linux Mint welches auf Ubuntu basiert, eine bessere Oberfläche mitbringt und bereits wichtige Software vorinstalliert hat.

    Letztendlich geht es nicht um ein besseres OS sondern um die eigenen Bedürfnisse. Wer nicht spielen möchte oder aufwendige Grafikbearbeitung benötigt, sollte sich schnell Linux installieren.
  8. #8

    100 % Zustimmung

    Sachlicher und informativer Bericht, dem ich 100 zustimme, wobei ein nicht ganz unwichtiger Punkt vergessen wurde. Für das Windows Betriebssystem zahlen sie ebenso, wie für das Windows Office Programm, die erforderlichen Virenscanner, Bildbearbeitungsprogramme usw. usw. - das alles ist bei Lunux Ubuntu bereits inclusive und *völlig kostenlos* !

    Ich wage zu behaupten das mindestens 50 % der PC Normaluser (Internet/Office/Mails/Videos schauen usw.) völlig problemlos mit Ubuntu klar kämen - dafür ein wesentlich sicheres BS hätten und dabei auch noch viel Geld sparen könnten ! Aber desto weniger Ahnug die Leute haben, desto mehr Angst haben sie vor dem vermeintlich kompliziertem Linux - und vergessen dabei, das aufbereitete Distributionen (wie eben genanntes Ubuntu) längst keinerlei weitergehende Vorkenntnisse voraussetzt. Ubuntu ist einfach zu lernen, sicher und kostenlos - selbst schuld wer da noch MS nutzt ohne es wirklich zu müssen....
  9. #9

    Für Standardbenutzer, nicht für mich.

    Warum wechselte der Autor? Wegen Datenverlust, hier nach Virenanfriff. Warum ist mir das noch nie passiert?? Gibt es da nicht einige Dummheiten, die vermieden werden sollten?? Jeder PC kann abstürzen - ich habe nach dem ersten Mal (Systemdefekt) eine zweite Festplatte eingebaut, auf der alle Daten automatisch gespeichert werden, in kurzen Abständen. Seitdem kein Datenverlust mehr, nur ab und zu Betriebssystem neu aufgespielt.
    Linux hat nun mal echte Nachteile, wenn man flexubel sein will - auch im Alltag: Da reicht schon ein Besuch, der seine Kamera mitbringt - diese Fotos sind dann garnicht übertragbar, weil ohne CD und oft selbst mit die Kamera nicht erkannt wird. Neue Peripherie anschaffen geht auch nur mit viel Glück usw.
    Es ist seltsam, dass Windows immer noch keine Konkurrenz hat, aber das Gratismodell Linux ist es nicht.