15-Jähriger Rubik's-Experte: Zauberer am Würfel

Tayo BraunSeit über 30 Jahren verzweifeln Menschen an Rubik's Würfel. Der 15-Jährige Tayo Braun hat jetzt einen Lösungsweg für Anfänger veröffentlicht, zusammen mit 80 kunterbunten Mustern zum Selberdrehen.

http://www.spiegel.de/schulspiegel/l...-a-891988.html
  1. #1

    Würfelalgorithmus

    Der Anspruch von Tayo, immer "besser" zu werden, erinnert mich an einen Freund, der mittlerweile sehr bereut, dass er die Hälfte seines Lebens mit Schach "vergeudet" habe. Und das, obwohl er nicht wenige Turniere gewonnen hat. Spiele wie der Zauberwürfel sollten doch bei den Kids Interesse wecken für die tieferen Zusammenhänge, also Algorithmen, Logik, Mathematik. Gut, ich weiß nicht, was Tayo in seiner Freizeit noch alles zu Stande bekommt, sicher einiges.
    Trotzdem ist es etwas typisch für SPON, in fast dem selben Satz zu behaupten, der Weltrekord für die Lösung liege bei unter 10 Sekunden, aber es gebe Würfel in allen Variationen, sprich mit 81, 121, etc. Steinen pro Seite.
    Man kann also die Komplexität beliebig steigern, aber evtl. hilft Tayos Buch trotzdem immer.
  2. #2

    Da haette der Junge vielleicht beser

    Zitat von Periastron Beitrag anzeigen
    Aus Tayos einem Würfel sind inzwischen 40 geworden: runde, dreieckige, preiswerte und teure, Würfel mit neun, 81 oder 121 Steinen pro Seite. Tayo kann sie kaum noch zählen.
    in der Schule aufgepasst anstatt mit dem Wuerfel zu spielen. Mit 13 nicht in der Lage zu sein, bis 40 zu zaehlen ist bedenklich. Oder ist es (wieder einmal) ein SPON Redakteur, der sich nicht klar ausdruecken kann? Bezieht sich das Zaehlen auf die Wuerfel oder die Steine? Oder auf wie oder was?
  3. #3

    Wie kann man ein Leben mit Schach "vergeuden"?
  4. #4

    Neue Lösung?

    Mich würde interessieren, ob Tayos Lösung eine neue ist, also neue Einzelschritte enthält, welche mit weniger Drehs funktionieren als in bisherigen Lösungen. (Mir liegt gar eine Lösung in sechs Schritten vor.)

    Allein eine bessere Beschriftung althergebrachter Lösungswege würde ja kaum einen Artikel im SPON rechtfertigen.
  5. #5

    die erste anleitung?

    Ich finde Quellen, dass schon die "Bild der Wissenschaft" im Herbst 1980 eine Lösung veröffentlicht hat.

    Mein damaliger Analysis-Professor an der Uni Gießen hatte übrigens über die Gruppentheorie beim 3x3-Würfel auch ein schönes Buch geschrieben:

    Kurt Endl: Rubik’s Rätsel des Jahrhunderts. Würfel-Verlag, Gießen 1981. ISBN 3-923210-15-9
  6. #6

    SPIEGEL-Algorithmus

    Den SPIEGEL-Algorithmus benutze ich immer noch (nach 30 Jahren hat er sich fest im Hirn eingebrannt). Ich fnde gar nicht, dass der Junge seine Zeit vergeudet. Wenn er ein Hobby hat, das ihn fasziniert, und er darüber sogar noch ein Buch veröffentlicht, ist das ein Grund, stolz zu sein.
  7. #7

    Fotos

    Wie ich jetzt auf Fotos gesehen habe, ist schon mal das „Ecken drehen“ (letzter Schritt) nicht neu gelöst. Hier wurde die vorhandene Lösung einfach gespiegelt. Ich verstehe wirklich nicht, wieso ein solch redundantes Book-On-Deman-Werk von den Medien gehypt wird. Demnächst stellen 9-Jährige Suchmaschinen-Ergebnisse bei BOD zusammen und gelten als genial?
  8. #8

    .

    Ich hab vor kurzem in der Bahn gestaunt, wie mehrere 14 jährige Jungen auf einer Klassenfahrt den klassischen Würfel in 1.30 min gelöst haben. Das fand ich toll, Jungs können also auch was. Ich hab es noch nie geschafft, wie Millionen andere auch.
  9. #9

    Wen interessiert´s?

    Es gibt kaum was, was so von gestern ist wie die sinn- und spaßfreie Zeitvergeudungsapparatur Zauberwürfel. Der Hype darum ist seit ca. 20 Jahren vorbei, Herr Rubik genießt seine Millionen und nur noch einige hoffnungslos logikverdrahtete arbeiten sich daran ab. Und die Überlegung, das man eventuell was verpaßt haben könnte, wenn man sein halbes Leben ausschließlich Figürchen auf einem Brett herumgeschoben hat, nach Regeln, die der billigste Silikondepp um den Faktor 1000 besser und den Faktor 1000.000 schneller beherrscht, ist so weltfremd nicht...