Uran-Transport nach Russland: In Tschechien lagert kein HEU mehr

NNSAEndlich eine gute Nachricht: Neun Jahre nach Beginn eines G8-Projekts zur Reduzierung globaler Bedrohungen lagert in Tschechien jetzt kein HEU mehr -hochangereichertes Uran, das für den Bau atomarer Waffen geeignet ist.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/t...-a-892812.html
  1. #1

    Bayern fehlt noch

    Forschungsreaktor München II, TU München, Garching. Trotz heftiger Proteste - auch international - wurde der Reaktor mit HEU bestückt. Letztendlich aus Kostengründen, die Alternative mit schwach angereichertem Uran lag vor. Und das obwohl das Programm zum "Heimholen" von waffenfähigem Spaltmaterial schon bestand.
    War keine Glanzleistung in Sachen Aussenpolitik.
  2. #2

    Heu in teu

    1) Was wurde aus dem Kobalt 60 in Polen?
    2008 hatte ich als freie Fernsehjournalistin
    für die Sendung "Plusminus" des WDR in der ARD über verstrahlte
    Alltagsgegenstände berichtet. In meinem Magazinbeitrag informierte
    ich auch über Cobalt 60-Quellen, die in Polen verschwunden waren.
    Was wurde aus den Strahlungsquellen?
    Von strahlenden Waschmaschinen und schmutzigen Bomben | Telepolis

    2) Wie wird das Material transportiert? Mit Hilfe welcher Firmen?

    3) In diesem Fall handelt es sich um ein positives Beispiel, und die Mitarbeiter dürfen stolz sein. Wie oft aber werden Mitarbeiter von Behörden, Sicherheits- und Transportfirmen über die wahren Beweggründe belogen? Also: wie oft wird solchen Fachkräften eine ähnliche Begründung erzählt, wie die, die jetzt im Artikel steht, in Wirklichkeit dienen die Experten aber nur zum ganz regulären Atomhandel, dem Transport von Atomwaffen oder der Lieferung von Material, das früher oder später eine Bedrohung darstellt? Inwiefern "hängen solche Fachkräfte in Wirklichkeit an Fäden, deren wahre Beweggründe, Machtstrukturen und Identität sie gar nicht durchschauen?"

    4) Atomtransporte, meist per Schiff, werden auch geheim gehalten. Als Begründung heißt es dann von Behörden, auf diese Weise wolle man terroristische Anschläge verhindern. Kann dies überhaupt zutreffen? Denn: interessierte, die über die nötige Kenntnis verfügen, haben auch und gerade Zugang zu insider-Informationen. Jeder geheime Transport lockt also terroristische Anschläge bzw. Kapern der Ladung geradezu an bzw. dient als Einladung, dient als honet trapp, damit Gruppen sich am heimlich transportierten Material bedienen. Dann erfährt die Öffentlichkeit nicht, daß es abhanden gekommen ist, wo es sich befindet und was damit geschieht.

    Antworten, Aufträge, Angebote bitte an: Susanne.Haerpfer@bits.de
  3. #3

    Latente Forschungsfeindlichkeit bei SPON?

    ....Inzwischen sind substantielle Fortschritte zu verzeichnen...Mittlerweile wurden insgesamt 82 früher mit HEU betriebene Forschungsreaktoren auf niedriger angereichertes Uran umgestellt oder gleich ganz geschlossen....

    Dass Reaktoren aus Forschungseinrichtungen geschlossen werden, darüber freuen sich hier nicht alle, manche finden Forschung (Insbesondere Materialforschung, wie sie durch die Neutronenstrahlung aus diesen Reaktoren ermöglicht wird) wichtig. Und wenn man solch einen Artikel schreibt sollte man vielleicht auch erwähnen, dass ein Reaktor mit HEU für die Forschung wesentlich wertvoller ist als mit niedrig angereichertem Uran. Die Umstellung ist keine Frage des Geldes...

    :-/
  4. #4

    na und?

    Zitat von abergdolt Beitrag anzeigen
    Forschungsreaktor München II, TU München, Garching. Trotz heftiger Proteste - auch international - wurde der Reaktor mit HEU bestückt. Letztendlich aus Kostengründen, die Alternative mit schwach angereichertem Uran lag vor. Und das obwohl das Programm zum "Heimholen" von waffenfähigem Spaltmaterial schon bestand.
    War keine Glanzleistung in Sachen Aussenpolitik.
    Im Reaktor befindet sich 8 kg spaltbares 235U.
    Um die kritische Masse für eine Atombombe zu erhalten müsste man mehrere Brennelemente klauen.
    Und selbst dann ist es unwahrscheinlich, daß eine solche Bombe auch gleich funktioniert. Was nochmals bedeutet, daß die Terroristen grob ncohmal 10x so viel Brennelemente klauen müssten, bis sie eine funktionsfähige bpmbe hätten, die dann auch noch relativ klein wäre.

    Da ist Dünger oder Flugzeuge letztendlcih billiger und effizienter.

    mfg
  5. #5

    So viele Tote

    Das ist ja schön dann sind die 617 Opfer von Tschernobyl ja nicht umsonst im Atomblitz gestorben.

    Nur schade daß Wasserkraft viel tötlicher ist: In den letzten 50 Jahren 2,5 Millionen Tote.
  6. #6

    wieso nicht ?

    Hauptsache die Atommächte die die Läger mit Atomwaffen übervoll haben sind auch weiterhin alleinige Atommächte.
    Sie sitzen ja nahezu alle im UN Sicherheitsrat und haben das so bestimmt.Die atomaren Habenichtse sollen auch weiterhin solche bleiben.Aber leider ,oder Gott sei Dank,wehren sich immer mehr Staaten gegen dieses einseitige Monopol.