Offshore-Leaks: Medien geben keine Steueroasen-Daten an Behörden

Getty Images"Die Presse ist kein Hilfsorgan der Polizei": Die beteiligten Redaktionen werden keine Daten über geheime Geschäfte in Steueroasen an die Behörden übergeben. Finanzminister Schäuble hatte NDR und "Süddeutsche Zeitung" um ihre Unterstützung gebeten.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/sz-...-a-892829.html
  1. #1

    klar - Bundestagswahl

    Der liebe Schäuble will doch nicht wirklich die kriminellen Steuerbetrüger verfolgen.
    Er möchte nur schnell wissen, ob die Daten den Bundestagswahlkampf der CDU, CSU und FDP gefährden könnte.
    Hätte Schäuble einen Einblick in die Daten, könnten die Wahlkampfleiter an einem Plan B arbeiten.

    Schäuble, der Herr der Schwarzen Kassen der CDU - wie konnte er nur unbehelligt Finanzminister werden.
  2. #2

    Ein Schelm...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    "Die Presse ist kein Hilfsorgan der Polizei": Die beteiligten Redaktionen werden keine Daten über geheime Geschäfte in Steueroasen an die Behörden übergeben. Finanzminister Schäuble hatte NDR und "Süddeutsche Zeitung" um ihre Unterstützung gebeten.

    "SZ" und NDR werden keine Steueroasen-Daten an Behörden übergeben - SPIEGEL ONLINE
    ..oder so ähnlich.
    Aber mal ernsthaft. Die deutschen Medien (ich gebe zu nicht alle) haben den Diebstahl von Steuersünder-Daten in der Schweiz und den anschließenden Ankauf dieser Daten durch den Fiskus begrüßt und die rechtlichen Zweifel (dass der Datendiebstahl in der Schweiz strafbar war, steht außer Frage) nicht nur vollkommen beiseitegelegt, sondern auch...... Und jetzt beruft man sich auf den grundrechtlich verbürgten Anspruch auf Anonymität des Informaten (gibt es von meiner Seite keine zwei Meinungen), aber das Vorgehen der Medien hat aber ein wirklichen Beigeschmack, sogar mehr als das. Oder sollte die Investmentbank Rothschild die Finger da auch drin haben?? Dann frage man mal bei Gerhard Schröder nach.
  3. #3

    Ich denke ja schon,

    dass da einer leakt. Man muss ja nicht unbedingt schweizer Datenträger aufkaufen. Irgendwer wird schon schwach werden- der Gerechtigkeit und des eigenen Kontos wegen. Würde ich übrigens moralisch unterstützen ohne ein schlechtes Gewissen zu bekommen.
  4. #4

    Journalisten und Medien sind die 4. Gewalt in Deutschland

    Das Verhalten von NDR und Süddeutsche Zeitung ist völlig korrekt. Meine Einschätzung zu Finanzminister Schäuble im Umgang mit diesen Daten: bei Weitergabe der Unterlagen würde vom Bundesfinanzministerium zunächst nach der
    undichten Stelle geforscht. Die Verfolgung von Steuerhinterziehern ist dort zweitrangig. Das hat man beim Umgang mit Steuer-CD´s gesehen. Da lobe ich den Finanzminister von Nordrhein-Westfalen. Der kennt kein Pardon bei Steuersündern.
  5. #5

    Erst denken

    Zitat von CHANGE-WECHSEL Beitrag anzeigen
    Der liebe Schäuble will doch nicht wirklich die kriminellen Steuerbetrüger verfolgen.
    Er möchte nur schnell wissen, ob die Daten den Bundestagswahlkampf der CDU, CSU und FDP gefährden könnte.
    Hätte Schäuble einen Einblick in die Daten, könnten die Wahlkampfleiter an einem Plan B arbeiten.

    Schäuble, der Herr der Schwarzen Kassen der CDU - wie konnte er nur unbehelligt Finanzminister werden.
    Die Steuerfahndung ist alleinige Aufgabe der deutschen Landesfinanzbehörden. Der Bundesfinanzministere hat damit gar nichts am Hut. Die Steuerfahndung ist nur für Ermittlungen in Bezug auf die von den Bundesländern verwalteten Steuern zuständig, für den Bund ist es die Zollfahndung. Der Finazminister ist in dieser Angelegenheit aussen vor.
  6. #6

    Medien stehlen sich davon?

    Medien stehlen sich davon? Ich will Gerechtigkeit durch Transparanz und die Medien können helfen - sollten und müssen helfen. Es sind auch meine Steuern die zu viel erhoben wurden, weil dieses Geld am Fiskus vorbeigeschleust wurde.
  7. #7

    Finanzminister

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    "Die Presse ist kein Hilfsorgan der Polizei": Die beteiligten Redaktionen werden keine Daten über geheime Geschäfte in Steueroasen an die Behörden übergeben. Finanzminister Schäuble hatte NDR und "Süddeutsche Zeitung" um ihre Unterstützung gebeten.

    "SZ" und NDR werden keine Steueroasen-Daten an Behörden übergeben - SPIEGEL ONLINE
    Schäuble hätte sicher gerne diese Liste um Steuern einzutreiben?
    wohl eher um nachzusehen, ob da Namen von "Parteifreunden" aus seiner "Schwarz/Geld" Koalition auftauchen, das macht sich beim Wähler nicht so gut, wie man unschwer an der Regierung Hollande sehen kann,
    Übrigens, 17 von diesen Oasen genannten Inseln bekommen zusammen ca. 330 Mil. Entwicklungshilfe aus D,
    Die SZ sollte mal überprüfen ob Niebel dort auch ein Konto unterhält
  8. #8

    Steuerstraftäter im Ungewissen zu lassen,

    ist eine sehr gute Methode, um wenigstens einige (wenige) über eine eventuell noch mögliche Selbstanzeige wieder an die gesellschaftlichen Normen heranzuführen. Vielleicht schafft es auch Herr Kohl, sich wieder an "unbekannte Spender" zu erinnern.
  9. #9

    Steueroptimierung Aufregung um NIchts!

    Die "ehrenhaften" Politiker sind für die Gesetze zuständig. Hier werden dann gleich die entsprechenden Lücken mit eingebaut. Z.B. war es den amerk. Grossinvestoren auf dem dt. Immobilienmarkt möglich völlig legal die Grundsteuer zu umgehen.
    Sollte man die Zahlen der Steuerhinterziehung gegen die Steuerverschwendung stellen so wird man sicher feststellen, dass hier kein Unterschied besteht!

    Die Entscheidung der Süddeutschen die Daten nicht weiterzureichen ist ein Geschenk von FDP , CDU, SPD.