Banken und Steueroasen: Die Schuld der Helfer

DPAEigentlich haben die Banken gerade den Kulturwandel ausgerufen. Ethisch zweifelhafte Geschäfte sollen der Vergangenheit angehören. Doch die Affäre um Geschäfte in Steueroasen zeigt: Die Branche stiehlt sich aus der Verantwortung - und schiebt die Schuld lieber ihren Kunden zu.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...-a-892760.html
  1. #1

    Die unendliche Schuld der Tugendwächter

    Es scheint neuerdings wieder Aufgabe der deutschen Medien zu sein, ohne Anklage, Staatsanwalt und Verteidiger alles, was ihrer Ideologie zuwiderläuft, zu verurteilen.

    Möglichst ohne Kenntnis der Materie, so verurteilte es sich immer am geschmeidigsten. Gesteuert von einem diffusen Neidgefühl auf alle, denen man unterstellt, dass es ihnen besser geht als einem selbst.
  2. #2

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Eigentlich haben die Banken gerade den Kulturwandel ausgerufen. Ethisch zweifelhafte Geschäfte sollen der Vergangenheit angehören. Doch die Affäre um Geschäfte in Steueroasen zeigt: Die Branche stiehlt sich aus der Verantwortung - und schiebt die Schuld lieber ihren Kunden zu.

    Banken stehlen sich bei Steueroasen aus der Verantwortung - SPIEGEL ONLINE
    Natürlich sind die Steuerbetrüger zunächst einmal selbst schuld. Aber wenn gewisse Banken ihnen da nicht noch zureden würden, oder bei der Tat auch noch mithelfen, dann wäre schon viel gewonnen.

    Ich schlage vor, allen Banken, die bei illegalen Transfers bewußt oder unbewußt geholfen haben, sofort die Banklizenz für 3 Jahre zu entziehen. Schon wäre Ruhe im Karton.
  3. #3

    Es ist natürlich auch tatsächlich die frage.....

    ....ob jemand verantwortlich sein soll, für die Tat eines Anderen. Beihilfe ist ein Vergehen und sollte bestraft werden. Auch die Chefs der Beihelfer sollten Haften.
    Gilt das für die Bundesaufsicht, die in die Transaktionen und Bestände der Banken Einsicht hatte? Gilt es für die Politiker und Bürokraten, die wussten, dass Griechenland log, als es dem Euro beitrat? Haften diese Leute?
  4. #4

    Mein Vertrauen haben sie,

    solange nicht bewusst Gesetze verletzt werden, die hohe Strafzahlungen nach sich ziehen.
    Das kostet dann nur Gewinn und Dividende.
    Illegales Handeln ist damit dumm und nicht im Interesse der Aktionäre.
    Ich hoffe, die DBk ist hier auf legalen Seite geblieben.
    Wenn sie legal geblieben ist und trotzdem den Gewinn maximiert hat, dann hat sie weiterhin mein Vertrauen.
    Der Staat kassiert sowieso schon Steuern genug, auch von mir.
  5. #5

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Eigentlich haben die Banken gerade den Kulturwandel ausgerufen. Ethisch zweifelhafte Geschäfte sollen der Vergangenheit angehören. Doch die Affäre um Geschäfte in Steueroasen zeigt: Die Branche stiehlt sich aus der Verantwortung - und schiebt die Schuld lieber ihren Kunden zu.

    Banken stehlen sich bei Steueroasen aus der Verantwortung - SPIEGEL ONLINE
    So ist das Bankengesindel.
    Natuerlich sind die privaten Banken die aktiven Ratgeber der Steuerhinterzieher, wer denn sonst.
    Solange die unfaehige Politik diese Bangster an der langen Leine fuehrt und diese Kriminellen nichts zu befuerchten haben, wird sich nicht aendern. Das jetzige grosse Wehgeschrei ist nur Show bis die naechste Sau durchs Dorf getrieben wird.
  6. #6

    Ethikseminare für Banker

    Und wer schickt die Europolitiker in die Ethikseminare ?
  7. #7

    Ich-Ag

    "Man kann von privaten Unternehmen nicht erwarten, dass sie moralisch handeln". Wie sieht es denn dann bei einer Ich-Ag aus Herr Redakteur? Keine Moral? Kein Gewissen? Die Moral abhängig von der Art der Eintragung ins Handelsregister? Was ist das denn für ein Schwachsinn!
  8. #8

    Es geht auch ohne die Steueroasen

    Der Autor dieses Artikels begeht einen großen Irrtum: Selbstverständlich kann man auch ohne das Einverständnis oder gar die Mithilfe der Steueroasen dieselben schließen - das wäre dann nämlich nie. Warum sollte die Steueroasen schließlich gegen ihre eigenen Interessen handeln?

    Man könnte aber beispielsweise strikte Kapitalverkehrskontrollen einführen, die jede Finanztransaktion mit einer der als Steueroasen bekannten Länder einer Meldepflicht und ab einer bestimmten Höhe (z.B. 10.000 Euro) einer Genehmigungspflicht unterwirft. Man muss nur wollen. Und wenn Großbritannien nicht für seine Inseln da mitmacht, dann wird eben ganz Großbritannien solchen Beschränkungen unterworfen - da schaun wir dann mal, welche Interessen Großbritannien näher sind: Ein reibungslos funktionierender Waren- und Dienstleistungsverkehr oder die Aufrechterhaltung von Steueroasen ...
  9. #9

    Wie immer...

    wollen die Bankengangster von nichts gewusst haben. Es ist schon fast niedlich zu hören, dass ein Bankster dazu sagt, es sei alles Sache der Kunden. Wer Beihilfe zu einem Einbruch leistet, wird bestraft. Auch dann, wenn er der Meinung ist, dass das ja Sache des Einbrechers ist. Es wird Zeit für einen Kulturwechsel in den Banken? nein, es wird Zeit für einen drastischen Vorgehenswechsel in Legislative und Exekutive. Es wird zeit, dass man weg vom "Alternativlos systemrelevant" kommt uns den Strafverfolgern die nötigen mittel in diew Hand gibt. Banken notfalls auch mal dicht machen, und nur die kleinen Sparer retten - und die Bankster gehören rigoros enteignet und in den Knast statt ihnen mit einem netten "Deal" eine kuschlig-warme Hand unter den Hintern zu halten. Ich habe einen Ex-Banker als Chef - was meinen Sie, wie oft ich zu hören bekomme "Was interessieren mich Gesetze"?