Freiwillige Rettungssanitäter : Die Seelensammler von Bangkok

Aaron YeoNacht für Nacht sterben in Bangkok Menschen bei Verkehrsunfällen - doch es gibt zu wenige Rettungswagen. Freiwillige Helfer füllen die Lücke, ohne Bezahlung kümmern sich die "Seelensammler" um die oft übel zugerichteten Opfer. Ihnen reicht die Aussicht auf ein besseres Karma.

http://www.spiegel.de/panorama/gesel...-a-872779.html
  1. #10

    Der Westen hat das auch

    Wenn mein Sohn mit der Ortsvereinigung des Roten Kreuzes als Betreuungsteam zusammen mit der freiwilligen Feuerwehr ausrückt, bekommt er' genau : nichts, genauso wie die anderen freiwilligen Helfer von Feuerwehr, Rotem Kreuz, Johanniter, Malteser, technisches Hilfswerk....
    Arbeitsaufwand im Jahr: mindestens 200 Stunden.
    Ein rein auf Profis ausgerichtetes Hilfs- und Rettungswesen das lückenlos funktioniert, gibt es in keinem Land der Welt.
    Schön, dass es das auch in anderen Weltgegenden gibt. Und was ist die Nachricht?
  2. #11

    Zitat von matt_w Beitrag anzeigen
    Schön, dass es das auch in anderen Weltgegenden gibt. Und was ist die Nachricht?
    Ich nehme an Sie meinen damit was die Nachricht Ihres Postings ist. Das müssen Sie doch selber wissen!
  3. #12

    Ja ja....

    Ich habe sehr lange zeit selber in Bangkok gelebt und wurde nach einem Autounfall auch schon aufgesammelt , auf nen pick-up geworfen (ohne dass die "helfer" wussten ob ich innere verletzungen, brueche, oder aehnliches hatte!!) und zum naechsten Krankenhaus gebracht.
    Man muss dazu auch sagen, dass es auch eine menge "helfer" gibt ...dazu gehoeren auch die Ruam Katanyu die im artikel genannt werden...die in Bangkok nur "Body Snatchers" genannt werden. Die sind eigentlich dazu da die totel einzusammeln, und GELEGENTLICH die opfer die 'nur' verletzt sind in eine Klinik zu bringen. Die rivalisierenden "organizations" wurden von der Polizei dazu aufgefordert sich das geschaeft zu teilen, die haben sich nicht mal ebenso geeinigt. Viele Thais geben spenden an die Body Snatchers (so kommen die an ihr geld, nicht durch krankenhaeuser) da sich in Thailand mit spenden 'seelischer frieden' gekauft wird. so laeuft das naemlich...in Thailand koennen gute taten immer mit geld vertreten werden. bei allem!
    ich finde es immer wieder amuesant wie schnell sich auslaender von diesem "Land des laechelns" und gute Buddhisten-Schwachsinn beinflussen lassen :-) daem thii Mueang Thai!!!
  4. #13

    Korruption und Buddhismus

    Fast jeder Thai behauptet von sich, er sei ein strengglaeubiger Buddhist. Wie laesst es sich aber mit dem Buddhismus vereinbaren, dass Thailand zu den korruptesten Laendern der Erde gehoert. Im alltaeglichen Leben sieht man sogut wie nichts von gelebtem Buddhismus, genau das Gegenteil ist der Fall. Sieht ein Thai die Chance einen Farang um sein Geld zu betruegen, so tut er dass auch fast immer. Wie kriegen die Thais dass dann mit dem Buddhismus unter einen Hut ?

    Es scheint aber auch Ausnahmen zu geben, wie uns hier anhand des " schoenen " Artikels ueber Bangkogs Seelensammlern vor Augen gefuehrt wird. Sie arbeiten rein ehrenamtlch, wollen helfen und ein besseres KARMA erlangen. Respekt.
  5. #14

    Zitat von atease Beitrag anzeigen
    ...ich finde es immer wieder amuesant wie schnell sich auslaender von diesem "Land des laechelns" und gute Buddhisten-Schwachsinn beinflussen lassen :-) daem thii Mueang Thai!!!
    Stimmt schon... es ist NICHTS gratis oder wird aus atruistischen Motiven im Land des Lächelns getan. Egal um was es geht, es ist immer das liebe Geld im Spiel. Ob man das verurteilen sollte, bleibt aber jedem selbst überlassen. Viele Thais müssen einfach sehen wo sie bleiben...
  6. #15

    Fisch vom Kopf und so....

    Solange sich in T die wechselnden Regierungen jeweils durch Kortuption zu überbieten versuchen und an der Staatsspitze eine Dame sitzt, die in Deutschland nicht mal eine Sonderschulempfehlung bekommen hätte wird sich dort auch nichts ändern. Die staatl. Krankenversicherung ist blanker Hohn, entweder privat zahlen oder sterben...so und nicht anders. Eigentlich eine unglaubliche Schande für ein doch nicht so armes Land...womit man wieder bei Korruption und Steuerhinterziehung in riesigen Ausmass wäre. Und das in allen Bereichen, auch bei der Polizei. Wenn man Geld hat ist nichts zu befürchten...als arme Person in Thailand.....gute Nacht, da hilft dir niemand. Sollten sich such mal diejenigen anschauen welche täglich Christentum und abendländische Kultur verteufeln und den Buddhismus als Lösung allen Übels huldigen.
  7. #16

    Ja, das ist so ungefähr so,

    zumindest mit dem Tam bun, aber so ganz nach dem Motto: 'Edel sei der Mensch, hilfreich und gut', funktioniert das definitiv nicht. Dazu muss man wissen, dass die Unfallzahlen in Thailand eine Dimension haben, die sich nur darin bemessen lassen, dass es jährlich ca. 20 000 Verkehrstote gibt (offiziell die Hälfte), können auch mehr sein, heißt auch die entsprechende Anzahl von Unfällen. Geht man davon aus, dass jeder zweite Unfall ohne Leichen auskommt, ist man schon bei ca. 40 000 Unfällen mit einem oder mehr Verletzten, die müssen versorgt werden und das können und wollen die Rettungsfahrzeuge der Krankenhäuser nicht leisten. Folglich übernehmen das diese Rescue Teams in Eigenregie, da die Krankenhäuser in der Tat pro Verletzten zahlen. Und da es immer mehrere Teams in unfallhäufigen Regionen gibt, sprich Städten, gibt’s auch gerne mal ein Wettrennen zum Unfallort und auch kleine Nickelichkeiten, da es um die Verletztenprämie geht. Es fällt ebenfalls eine Prämie beim Abtransport der Leichen an. Bei einer Unfallfrequenz von 20-30 Einheiten pro 24Std. und Region beginnt sich das in Thailand schon gut zu rechnen, denn ca. 300 € und mehr Tagesumsatz sind dort schon ein hübsches Sümmchen. Aber es ist in Ordnung, denn es ist wahrhaftig kein Job, den man gerne machen möchte. Ich habe lange in Thailand gelebt und einige Unfälle gesehen, wo die Jungs zugepackt haben. Ein hiesiger Rettungssanitäter ist da schon was anderes.
  8. #17

    Wieso schreibt keiner über die freiwilligen vor der Haustür?

    Außerhalb jeder großen Stadt in Deutschland werden die Rettungskräfte von freiwilligen der Feuerwehren und anderen Diensten unterstützt. Wieso so weit in die Ferne schweifen? Doch einfach mal über die Feuerwehrleute schreiben, die jedes Wochenende die Reste von Motorradfahrern aus den Alleen kratzen. Und was ist deren Antrieb? Vielleicht ein Artikel im Spiegel...
  9. #18

    Zitat von pascal78 Beitrag anzeigen
    3. Einen Seelensammler mit dem deutschen Rettungsdienst zu vergleichen ist eine bodenlose Frechheit! Der Autor hat keine Ahnung von was er da schreibt. Ich kann das beurteilen, denn ich arbeite seit 1999 als Rettungsassistent im deutschen Rettungsdienst und ich war schon mehrmals in Bangkok.

    Glückwunsch lieber Speigel, zu so einem hervorragenden Artikel, damit seit ihr auf Stern Niveau angekommen. Das spart mir eine Menge Geld, denn ich werde mir mit Sicherheit keinen Speigel mehr kaufen!
    Sie haben auch schon in Bangkok als Rettungssanitäter gearbeitet? oder gehen nur die Vorurteile mit ihnen durch?
  10. #19

    Zitat von tg923 Beitrag anzeigen
    Wenn man Geld hat ist nichts zu befürchten...als arme Person in Thailand.....gute Nacht, da hilft dir niemand. Sollten sich such mal diejenigen anschauen welche täglich Christentum und abendländische Kultur verteufeln und den Buddhismus als Lösung allen Übels huldigen.
    Mein thailändischer Schwiegervater ist bestimmt nicht arm. Er spendet regelmäßig Essen und Geld an eine Einrichtung für mittellose Behinderte. Ich kenne sehr viele wohlhabende Thais die den armen helfen. Sie sollten nicht von den schlechten Erfahrungen die Sie gemacht haben auf ein ganzes Volk schließen.