Aufbruch in Nubien: Ahmed und ein Tag am Nil

Helge SobikDer Muezzin ruft, Wasserpfeifen gurgeln, Tamburine scheppern - in Nubien ist der Alltag seit Jahrhunderten unverändert. Fast. Denn nach langem Bürgerkrieg beginnt der Norden des Sudans, in die Moderne zu starten. Auch Ahmed, der Fährmann, muss umlernen.

http://www.spiegel.de/reise/fernweh/...-a-890846.html
  1. #1

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Muezzin ruft, Wasserpfeifen gurgeln, Tamburine scheppern - in Nubien ist der Alltag seit Jahrhunderten unverändert. Fast. Denn nach langem Bürgerkrieg beginnt der Norden des Sudans, in die Moderne zu starten. Auch Ahmed, der Fährmann, muss umlernen.

    Tourismus im Sudan: Wie Nubien in die Moderne startet - SPIEGEL ONLINE
    Es handelt sich zwar primär um einen Reiseartikel, aber es ist trotzdem erschrechend, wie naiv und unkritisch hier die angebliche Entwicklungshilfe durch China simplifiziert wird. Es sollte mittlerweile wohlbekannt sein, dass China nichts zu verschenken hat und die "Geschenke" mit harten, unfairen Bedingungen verknüpft. Langfristig wird sich zeigen wieviele diese Geschenke den Nordsudan und viele andere Länder in Afrika tatsächlich kosten werden!
  2. #2

    ?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wenn er sich das erste Mal am Tag hinter das große Holzrad im offenen Führerhaus stellt, steigt die Sonne gerade über die Häuser, Tempelruinen und spitzwinkeligen Pyramiden nicht weit von hier am Djebel Barkal. Der Muezzin begrüßt den Morgen und ruft zum Gebet in den Dörfern am Fluss: ..........
    Eins ist mal ganz sicher: Der Schreiber hat den Artikel entweder schulmässig "schöngepäppelt" oder war überhaupt nicht vor Ort. Ein Muezzin ruft noch bei Dunkelheit zum Gebet und die Sonne geht erst über eine Stunde später auf. Nach Sonnenaufgang hört man bis zum Mittagsgebet wenn die Sonne hochsteht keinen Muezzin mehr. Und das ist nicht nur im Sudan so sondern überall auf der Welt. Wäre ja auch unlogisch, denn:
    Zuerst wird gebetet ---> dann geht's an die Arbeit.
  3. #3

    unfair

    Zitat von sponnerd Beitrag anzeigen
    Es handelt sich zwar primär um einen Reiseartikel, aber es ist trotzdem erschrechend, wie naiv und unkritisch hier die angebliche Entwicklungshilfe durch China simplifiziert wird. Es sollte mittlerweile wohlbekannt sein, dass China nichts zu verschenken hat und die "Geschenke" mit harten, unfairen Bedingungen verknüpft. Langfristig wird sich zeigen wieviele diese Geschenke den Nordsudan und viele andere Länder in Afrika tatsächlich kosten werden!
    China ist wenigstens schon vor Ort - wann bitte kommen endlich die anderen? Und bitte tun Sie nicht so, als wenn die Hilfe der anderen Länder völlig änders ist, als die Hilfe Chinas.
    Als zum Beispiel die UN Kenia Geld für viele Wassertransport-LKW spendierte, kaufte Kenia damit Mercedes Luxus-PKW für seine Politikerkaste. Obwohl man in Deutschland und bei der Daimler AG die Zweckbindung der Gelder kannte.
  4. #4

    Zitat von marifu Beitrag anzeigen
    Eins ist mal ganz sicher: Der Schreiber hat den Artikel entweder schulmässig "schöngepäppelt" oder war überhaupt nicht vor Ort.
    Das ist halt heutiger Qualitätsjournalismus.
    Und warum soll SPON das anders nachen als die Verfasser des bibelartig angebeteten Lonely Planet? Dessen Verfasser haben bekanntlich oftmals das Land auch nur via internet besucht und noch mehr bei anderen abgeschrieben. Ich denke dabei zum Beispiel an die irren Aussagen zum vielbesuchten Koh Chang, wo jahrelang die Existenz des Salakphet Resort komplett vergessen wurde.
  5. #5

    China im Sudan

    @ sponnerd , @ Marifu, @ sysop
    Ich finde den Artikel gut , denn ich war als Resident Engineer in den Jahren 1987 und 1988 im Sudan. Verantwortlich fuer das "60 Wateryards project' der KfW habe wir von Wad Medani ca 1000 km entlang des Nils , im Merzedes Benz 300 G, bis einige Doerfer nordlich von Dengola Pumpstationen , Wassertuerme und Generatorengebaeude gebaut.
    Es war eine harte aber schoene Arbeit mit unserem lokalen Consultant, dem ehem . Parlamentsminister von Gafar Numeri zusammenzuarbeiten.
    Aber nun zur Verbindung Sudan-China, das schon 1987/88 dem Sudan in der Naehe der Saudi Arabischen Botschaft und Mohammed Najeeb Street ein riesiges Gebaeude , Verwaltung oder Hospital ? es war gerade im Aufbau, als Geschenk gebaut hat.
    Also die engeren Beziehungen sind offentsichtlich noch viel aelter als hier vermutet, in einer Zeit wo wir auch im Fluechtlingslager in Kosti eingesetzt waren.
    Ich erinnere mich gern an meine Arbeit im Sudan und bin positiv erstaunt ueber den derzeitigen Boom dieses Landes.
  6. #6

    Gute Artikel.....

    Zitat von misr35 Beitrag anzeigen
    @ sponnerd , @ Marifu, @ sysop
    Ich finde den Artikel gut , .......

    Ich erinnere mich gern an meine Arbeit im Sudan und bin positiv erstaunt ueber den derzeitigen Boom dieses Landes.
    Gerade weil vielleicht die positive Entwicklung im Sudan imponieren kann (..ich weiss davon, lebe seit 1979 in "misr"), ..wird man doch stutzig wenn wenn man solch einen Quatsch liest der einen guten Artikel so abwertet. Flüchtigkeitsfehler ok, aber es kann einfach nicht sein, dass man einen Muezzin hört während die Sonne aufgeht. Wenn der Schreiber gleich zu Beginn so einen Stuss schreibt der eindeutig zeigt, dass er nicht vor Ort war - zumindest nicht bei Sonnenaufgang wenn Ahmed seine Arbeit beginnt, er aber davon berichtet - wie soll man dann annehmen ob der Rest stimmt ?

    # Wäre aber interessant wenn sich mal ein Autor zu den Kommenataren in seinem Artikel äussern würde :)
  7. #7

    Ich warte mal ab

    ... bis die ersten Gute-Laune und Weltversteher Touristen gekidnappt werden. Unsere Welt wird nicht grösser sondern stetig kleiner.
  8. #8

    @ Marifu , wie ist Sudan heute

    Wer hat denn den Sudan verunglimpft?
    Natuerlich sollte man einen Bericht im SPON nicht in einem Hotel zusammenbauen, z.B. gerade nicht beim Spiegel im Prsseclub eines Hotels in Kairo , sagen wir einmal so -- na was weisst Du ueber den Sudan, - in Wirklichkeit ist derJournalist zum Backup fuers Krisenmanagement im Mittleren Osten.
    Es ist klar, dass auch ein Journalist seine Uhr auf die Landeszeit einrichten solle. Der Ruf des Muezzin ist nun nicht nach dt. Zeit sondern in sog. Prayerkalendern fuer jede Stadt leicht einsehbar.
    So legt der Faehrmann Ahmed eventuel bereits ab aber der Ruf des Muezin nach deutscher Zeit ist noch nicht faellig oder umgekehrt. Sind wir milde und ueben Vergebung :-)
  9. #9

    ...

    Zitat von misr35 Beitrag anzeigen
    Sind wir milde und ueben Vergebung :-)
    Natürlich :)
    (Bin etwas empfindlich wenn es um Unwahrheiten zur Religion geht )

    Zitat von misr35 Beitrag anzeigen
    Es ist klar, dass auch ein Journalist seine Uhr auf die Landeszeit einrichten solle. Der Ruf des Muezzin ist nun nicht nach dt. Zeit sondern in sog. Prayerkalendern fuer jede Stadt leicht einsehbar.
    So legt der Faehrmann Ahmed eventuel bereits ab aber der Ruf des Muezin nach deutscher Zeit ist noch nicht faellig oder umgekehrt.
    öhm...also.. zumindest ist DIESE Entschuldigung ja noch für einen Lacher gut :D