Hundeschlittentour durch Grönland: Soweit die Pfoten tragen

NATIONAL GEOGRAPHIC/ Brigitte EllerbrockVier Menschen, 21 Hunde, 48 Tage gemeinsam unterwegs - auf Gedeih und Verderb. "National-Geographic"-Autor Arved Fuchs und sein Team erkunden auf einer Hundeschlittentour Grönlands hohen Norden.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/n...-a-891329.html
  1. #1

    Ein Expeditionsbericht von Arved Fuchs?

    Klasse! Arved Fuchs erzählt von seinen Expeditionen wortreich und wortgewandt. Schon früh als Jugendlicher war er mit Kajak in den nördlichen Breiten unterwegs. Seit langen Jahren befährt er mit der Dagma Aeen die Polarregionen. Das ist nicht etwa seine Frau, nein, so heißt sein Fischkutter!
  2. #2

    Frostiger Unfug

    Eine ganze Industrie von Sinnsuchern und Funktions-Ausrüstern ist damit beschäftigt, uns alle Jahre wieder Beispiele unnötiger Herausforderungen in Verbindung mit Tierquälereien zu präsentieren. Wers gerne kalt hat, kann sich ja ein halbes Jahr im Kühlraum seiner nächsten Metzgerei einschließen lassen oder als potenter Himalaya-Kletterer zusätzlich an einer Querstange den Weltrekord an Klimmzügen unter Minus 50 Grad Celsius zu brechen. Ich erinnere mich an die letzte unsinnige Arktis-Expedition von Arved Fuchs, der mit doppelt überladenen Hundeschlitten nicht nur die armen Hunde überforderte, sondern auch noch erfolglos ein Rettungsflugzeug bemühen mußte. Die Kosten für diesen Quatsch tragen die Käufer von Tiertatzen-Produkten und auch wir Fernseh-Zuschauer mit unserem GEZ, denen der redundante Unfug präsentiert werden muß.
  3. #3

    Seltsame Anleinung

    Was mich wundert: normalerweise sieht man bei Hundeschlittengespannen eine Anleinung wie bei einem Pferdegespann: 2 nebeneinander und viele hintereinander.
    Dadurch zieht jeder Hund exakt in Fahrtrichtung des Schlittens. Hier aber ziehen die äußeren Hunde bis zu 45 Grad nach links oder rechts. Folge: Ineffizienz und vielleicht auch etwas Tierquälerei.
  4. #4

    Das kann nicht sein - bitte nochmal messen!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es ist minus 30 Grad, und es weht ein leichter Nordwind.

    Mit Hundeschlitten auf Expedition durch Grönland - SPIEGEL ONLINE
    Das kann nicht sein. Wer den SPIEGEL regelmäßig und aufmerksam ließt (und keine Zeit mit den oft häretischen Leserkommentaren verschwendet), WEISS ja, daß dort gerade "die Polkappe schmilzt", und daß das viele Süßwasser schon in der nächsten Legislaturperiode den Golfstrom kappt.

    "minus 30 Grad" ist also wohl ein Irrtum. Oder Sabotage? Vielleicht haben ja böse "Skeptiker" einen Schriftsetzer bestochen (gibt es eigentlich noch Schriftsetzer?), das Wörtchen "minus" in den Text hineinzumogeln.

    Das sollte die Redaktion schnell überprüfen!

    "Frostige Ostern"

    wünscht allen Lesern
    Klaus Ermecke
    KE Research
    Oberhaching
  5. #5

    Zitat von nocreditoexperto Beitrag anzeigen
    Was mich wundert: normalerweise sieht man bei Hundeschlittengespannen eine Anleinung wie bei einem Pferdegespann: 2 nebeneinander und viele hintereinander.
    Dadurch zieht jeder Hund exakt in Fahrtrichtung des Schlittens. Hier aber ziehen die äußeren Hunde bis zu 45 Grad nach links oder rechts. Folge: Ineffizienz und vielleicht auch etwas Tierquälerei.
    Diese Anspannungsmethode als Fächer ist in Grönland üblich, da keine Bäume ein schmales Gespann notwendig machen und der Fächer desweiteren bei eventuellem Eiseinbruch auf Meer und See nicht so fatal ist.

    Der Aspekt der Tierquälerei ist hingegen so oder so nicht ganz von der Hand zu weisen und nur mit einer gehörigen Portion rosaroter Jack London Romantik zu übersehen.

    Und nein, diese Hunde sind nicht "dafür gemacht", sondern erstmal einfach nur ganz normale Hunde. Ich hab selbst seit fast 20 Jahren Nordische Hunde bei mir im Haus leben.
  6. #6

    Helden in Weiss

    Zitat von spon-4bq-bici Beitrag anzeigen
    Eine ganze Industrie von Sinnsuchern und Funktions-Ausrüstern ist damit beschäftigt, uns alle Jahre wieder Beispiele unnötiger Herausforderungen in Verbindung mit Tierquälereien zu präsentieren. Wers gerne kalt hat, kann sich ja ein halbes Jahr im Kühlraum seiner nächsten Metzgerei einschließen lassen oder als potenter Himalaya-Kletterer zusätzlich an einer Querstange den Weltrekord an Klimmzügen unter Minus 50 Grad Celsius zu brechen. Ich erinnere mich an die letzte unsinnige Arktis-Expedition von Arved Fuchs, der mit doppelt überladenen Hundeschlitten nicht nur die armen Hunde überforderte, sondern auch noch erfolglos ein Rettungsflugzeug bemühen mußte. Die Kosten für diesen Quatsch tragen die Käufer von Tiertatzen-Produkten und auch wir Fernseh-Zuschauer mit unserem GEZ, denen der redundante Unfug präsentiert werden muß.
    Vielen Dank für diesen Kommentar. Publikationen wie "National Geographic" neigen heutzutage leider immer noch dazu, Heldenstilisierung wie aus den Tagen des Kolonialismus zu betreiben, der (weisse) Mensch, globaler Bezwinger der Naturgewalten uswusf...heutzutage immer gern gespickt mit Sozialkitschmärchen, in denen unser Held als der grosse weisse Freund der Eingeborenen, die ihm und nur ihm all ihr Wissen verraten, ihn an heiligen Zeremonien teilhaben lassen, Frauen, Vieh und Land anbieten, zur gut bezahlten und selbst an seine Mission glaubenden Projektionsfläche geworden ist ...liest sich für den von Langeweile und Hybris beeinträchigten Bildungsbürger am Kamin im öden Eigenheim am Rande der Stadt alles ganz angenehm am neuesten Technikgimmick der Wahl, etwas "Ich, der potentielle Survivalheld"-Identifikationsprozess wird losgetreten, inc der damit eigentlich intendierten Bedürfniserweckung nach neuester Outdoortrendklamottenkollektion, im Alltag völlig unnützem Geländewagen, dazu die genauso wenig für den Alltag passende derzeit hippe "archaische" Hunderasse, die dann meist vor Langeweile eingeht oder umgetauscht wird, also im Tierheim leidet.
  7. #7

    Von nichts eine

    Zitat von spon-4bq-bici Beitrag anzeigen
    Eine ganze Industrie von Sinnsuchern und Funktions-Ausrüstern ist damit beschäftigt, uns alle Jahre wieder Beispiele unnötiger Herausforderungen in Verbindung mit Tierquälereien zu präsentieren. Wers gerne kalt hat, kann sich ja ein halbes Jahr im Kühlraum seiner nächsten Metzgerei einschließen lassen oder als potenter Himalaya-Kletterer zusätzlich an einer Querstange den Weltrekord an Klimmzügen unter Minus 50 Grad Celsius zu brechen. Ich erinnere mich an die letzte unsinnige Arktis-Expedition von Arved Fuchs, der mit doppelt überladenen Hundeschlitten nicht nur die armen Hunde überforderte, sondern auch noch erfolglos ein Rettungsflugzeug bemühen mußte. Die Kosten für diesen Quatsch tragen die Käufer von Tiertatzen-Produkten und auch wir Fernseh-Zuschauer mit unserem GEZ, denen der redundante Unfug präsentiert werden muß.
    Von nichts eine Ahnung davon aber jede Menge. Einen Hundeschlitten zu ziehen ist für keinen Schlittenhund eine Tierquälerei. Sondern das Gegenteil. Eine Tierquälerei für Schlittenhunde ist es diese schöne Tiere nicht auszulasten, das heißt sie nicht ziehen zu lassen. Ein solcher Hund will/muss ziehen. Sonst werden diese Hund total unglücklich. Die sind dafür gezüchtet. Kurz zu dem Bericht. Das Gewicht das ein Schlittenhund ziehen kann ist abhängig von der Hunderasse. Ein Alaska-Malamute kann das 3 -5 fache seines Körpergewichts ziehen. Diese Rasse ist die schwerste unter den Zughunden. Dafür sind sie langsamer wie Huskys aber auch ausdauernder.
  8. #8

    Wenn Sie

    Zitat von mikesch0815 Beitrag anzeigen
    Diese Anspannungsmethode als Fächer ist in Grönland üblich, da keine Bäume ein schmales Gespann notwendig machen und der Fächer desweiteren bei eventuellem Eiseinbruch auf Meer und See nicht so fatal ist.

    Der Aspekt der Tierquälerei ist hingegen so oder so nicht ganz von der Hand zu weisen und nur mit einer gehörigen Portion rosaroter Jack London Romantik zu übersehen.

    Und nein, diese Hunde sind nicht "dafür gemacht", sondern erstmal einfach nur ganz normale Hunde. Ich hab selbst seit fast 20 Jahren Nordische Hunde bei mir im Haus leben.
    Wenn Sie wirklich "nordische Hunde" haben warum schreiben Sie dann Unsinn? Natürlich sind Schlittenhunde dafür gezüchtet. Als Beispiel nehme ich mal den Alaska Malamute. Diese Rasse ist noch sehr Wolfsähnlich (1Rang). Wurde von einem Eskimostamm gezüchtet. Daher auch der Name. Er wurde gezüchtet um Schlitten zu ziehen und als Packhund benutzt. Diese Rasse hat einen unglaublichen Bewegungsdrang/Zugdrang. Der ist nicht durch "Gasi" gehen zu befriedigen. Wer so einen Hund sein eigen nennt muss sich irgendein Zugerät zulegen um den Hund auszulasten. Diese Hunde kommen oft ins Tierheim weil die Besitzer total unterschätzen wie viel Zeit und Aufmerksamkeit ein solcher Hund benötigt. Sie können sich nicht vorstellen wie sich mein Alaska Malamut freut wenn er sein Geschirr sieht. Das ist für Ihn das höchste. Seit er zeihen darf läuft er auch an der Leine viel besser. Zumal man diese Hund. kaum frei laufen lassen kann. Das sind auch begnadete Jäger.
  9. #9

    Tja...

    ...weil ich diesen Mummenschanz über Nordische Hunde langsam nicht mehr hören kann ;)

    Das Nordische begnadete Jäger sind: weiß ich. Das sie gern ziehen: Weiß ich auch.
    Und glauben Sie mir, ich weiß auch, daß Nordische gern und durchaus mehr als andere laufen. Auch Kälte finden super - ich bin mit meinen öfters im Winter in Lappland.
    Und ja, ich hab auch einen Schlitten und wir fahren durchaus so manche Kilometer - dieser Winter war übrigens erstklassig.
    Aber es sind in erster Linie einfach nun mal Hunde, mit einem ausgezeichneten Orientierungsvermögen, einer beeindruckenden mimischen Bandbreite (darauf spielen Sie wohl mit dem Wolfähnlich an) und einem sagenhaften sozialen Verhalten. Und das eben auch ganz ohne Schlitten und Musher. :)

    Wir können uns ja mal in einem Hundeforum über die Nordeulen länger unterhalten. Ich befürchte, die meisten SPON Leser denken bei kaltem Wetter eher an eine Klimaverschwörung und weniger an Nordische Hunde.