Staatskrise in Italien: Bersani scheitert an Regierungsbildung

DPAItalien findet keinen Weg aus der Regierungskrise: Der Chef von Italiens Mitte-links-Bündnis, Pier Luigi Bersani, hat keine Mehrheit versammeln können. Nun will Staatspräsident Napolitano selbst nach einem Ausweg aus dem Patt im Parlament suchen.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-891643.html
  1. #1

    Grillo

    Warum wird die Möglichkeit einer Regierungsbeteiligung von Grillo noch nicht einmal erwähnt?
  2. #2

    Hier könnte ein Titel stehen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Italien findet keinen Weg aus der Regierungskrise:
    Jetzt kann nur noch Berlusconi Italien retten.
  3. #3

    optional

    Sowas passiert, wenn man sich nur um seine Pfründe kümmert und konsequent am Volk vorbeiregiert.

    Demnächst auch in diesem Theater!
  4. #4

    optional

    Verstehe das System nicht. Können die nicht über alle Entschlüsse gemeinsam abstimmen?
    Je nachdem worum es geht, haben mal die Einen, mal die Anderen die Mehrheit. In der Schweiz funktioniert das doch auch mit mehreren Parteien.
  5. #5

    Zitat von cashcows_return Beitrag anzeigen
    Sowas passiert, wenn man sich nur um seine Pfründe kümmert und konsequent am Volk vorbeiregiert.

    Demnächst auch in diesem Theater!
    Das ist auch Bersanis Problem.
    Weder Grillo noch Berlusconi trauen ihm.
  6. #6

    Zitat von ich_rocke Beitrag anzeigen
    Warum wird die Möglichkeit einer Regierungsbeteiligung von Grillo noch nicht einmal erwähnt?
    Weil Grillo nicht will.

    Der Mann hat sich nun mal für eine Fundamentalopposition entschieden.

    Ob das so sinnig ist, muss die Zukunft zeigen.
  7. #7

    Grillo: Berufspolitiker sind „Hurenböcke“

    Zitat von ich_rocke Beitrag anzeigen
    Warum wird die Möglichkeit einer Regierungsbeteiligung von Grillo noch nicht einmal erwähnt?
    weil er die Wahrheit über die korrupte und kriminelle Politikerkaste in Europa sagt?

    Grillo: Berufspolitiker sind "Hurenböcke" - news.ORF.at

    Grillo: Berufspolitiker sind „Hurenböcke“

    Der Gründer von Italiens Protestbewegung Fünf Sterne, Beppe Grillo, hat im Rahmen einer Schimpftirade gegen Berufspolitiker die Ex-Premiers Silvio Berlusconi und Massimo D’Alema, den scheidenden Regierungschef Mario Monti und den mit der Regierungsbildung beauftragten Mitte-links-Chef Pier Luigi Bersani als „Hurenböcke“ („Puttanieri“) angeprangert. „Wir werden Euch alle verjagen“, schrieb Grillo in seinem Blog.
    „Den Sozialstaat zerstört“

    „Die neuen Generationen sind vaterlos“, kritisierte Grillo. Für diese Situation seien „alte Väter und Hurenböcke“ wie Berlusconi, Bersani, Monti und D’Alema verantwortlich, die die jüngeren Generationen ihrer Zukunft beraubt hätten.

    „Sie haben 20 Jahre lang in Italien regiert, ihre Interessen verteidigt, das Industriesystem zerstört, den Sozialstaat abgebaut, die Innovation und die Forschung vernichtet“, betonte Grillo in seinem Blog. Er drohte, dass die jungen Generationen bald alle Berufspolitiker „nach Hause“ schicken werden.
    „Sie werden Euch alles zurückzahlen“

    „Die Zeit ist auf der Seite der jungen Generationen. Sie haben nur leere Versprechen und Schmähungen erhalten. Sie haben nichts zu verlieren. Sie haben weder eine Arbeit noch eine Wohnung, werden nie eine Pension erhalten und können keine Familie gründen. Sie werden Euch alles zurückzahlen“, drohte Grillo. In seinem Blog veröffentlichte Grillo das Bild des spanischen Künstlers Francisco Goya „Saturn frisst seine Kinder“.

    Bersani wünscht „viel Erfolg“

    Bersani reagierte scharf auf Grillos Angriff. „Ich wünsche den Rettern der Nation viel Erfolg“, erwiderte der Mitte-links-Chef, der seit Freitag politische Konsultationen zur Regierungsbildung führt. Heute hatte Bersani die Spitzenvertreter von Grillos Bewegung in Rom getroffen. Diese hatten ihre feste Absicht beteuert, keine Regierung mit Traditionsparteien zu unterstützen.
  8. #8

    Die Staatskrise ist nicht überraschend

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Italien findet keinen Weg aus der Regierungskrise: Der Chef von Italiens Mitte-links-Bündnis, Pier Luigi Bersani, hat keine Mehrheit versammeln können. Nun will Staatspräsident Napolitano selbst nach einem Ausweg aus dem Patt im Parlament suchen.

    Bersani scheitert an Regierungsbildung in Italien - SPIEGEL ONLINE
    Sie war absehbar, als Monti die Regierungsgeschäfte übernahm und Berlusconi aus der Politik gedrängt wurde. Insofern ist die Staatskrise der Ausdruck des Fehlens demokratischer Alternativen, die für breite Schichten der Bevölkerung auch wählbar sind.

    Neuwahlen dürften wohl der einzige Ausweg sein. Und dann bleibt abzuwarten, ob die Bewegung um Grillo dann die Mehrheit erhält.

    Es deutet sich an, dass es radikaler Änderungen in der Politik im Interesse einer langfristig erfolgreichen Entwicklung Italiens bedarf. Insofern bleibt zu hoffen, dass Entscheidungen über einen neuen Wahltermin möglichst schnell getroffen werden.
  9. #9

    Zitat von shokaku Beitrag anzeigen
    Jetzt kann nur noch Berlusconi Italien retten.
    Ich hoffe, dass sie Ihre Aussage ironisch meinten.