Franziskus' Bewerbungsrede: "Eine Abrechnung mit Benedikt"

AFPSchon jetzt hat der neue Papst mehr erreicht als sein Vorgänger in acht Jahren, urteilt der Theologe Georg Schwikart. Franziskus' jetzt veröffentlichte Rede vor dem Konklave richte sich auch gegen Benedikt und den Stillstand in dessen Amtszeit.

http://www.spiegel.de/panorama/inter...-a-891557.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Schon jetzt hat der neue Papst mehr erreicht als sein Vorgänger in acht Jahren, urteilt der Theologe Georg Schwikart. Franziskus' jetzt veröffentlichte Rede vor dem Konklave richte sich auch gegen Benedikt und den Stillstand in dessen Amtszeit.

    Interview: Theologe Georg Schwikart über Rede von Papst Franziskus - SPIEGEL ONLINE
    Na hoffentlich hat er wie Johannes Paul II seine eigenen Köchinnen mitgebracht und damit Chancen die ersten 33 Tage zu überleben...
  2. #2

    Existenz Gottes

    Lieber Spiegel!
    Fragen Sie doch solche Interviewpartner, warum sie an 1 Gott glauben! Wie sie die Grundlagen der Religionen beweisen können, insebsondere wie sie beweisen wollen, daß Jesus wirklich Gottessohn wa/ist.
    Mit welcher Logik sie es erklären, daß ein Gottessohn es nötig hatte, sich an's Kreuz nageln zu lassen.
    Wie sie beweisen wollen, daß die Bibel wirklich Gottes Wort ist und nicht der Phantasie irgendwelcher Männer entsprang!
    Es gibt doch so präzise Grundsatzfragen und Zweifel, die solche Interviewpartner mal intelligent ausräumen könnten, wenn es denn überhaupt möglich ist.
    Dieses obige Interview ist verlorene Zeit.
  3. #3

    Wir werden sehen was passiert.

    Sollte der Herr sich als Spruchbeutel herausstellen lacht die ganze Welt ueber die Kirche. Es waere schade. Da gibt es doch einen Satz: Haette er geschwiegen waere er ein Philosoph geblieben.
  4. #4

    Ich denke das ist ein Anfang auf den richtigen Weg...

    ... Zölibat, Umgang mit geschiedenen Menschen, Frauen und Laien in der Kirche usw. sind aus meiner Sicht zwar sehr wichtig, aber eigentlich nicht der Kern von Kirche. Das sind die Folgen der Ausrichtung die die Kirche in langer Zeit eingenommen hat. Insofern ist es wichtig jetzt erst mal den Glauben an Jesus und die Botschaft von der Erlösung wieder in die Mitte zu rücken.
    Ich würde mir wünschen das aus diesem Wechsel der Blickrichtung dann auch andere Themen angegangen werden können! Denn Jesus hat vorurteilsfrei jeden Menschen mit dem gleichen Respekt behandelt und ihm war egal ob jemand ausgebildeter Theologe oder eine Hure war.

    Allerdings ist die Kirche wie ein voll beladener Megatanker; Es dauert gefühlt sicher Ewigkeiten bis der Kurs sich sichtbar ändert selbst wenn man jetzt sofort das Ruder herumreißt.

    Die Gesten des Papstes sind sicher nicht falsch, auch wenn ich es teilweise für nicht wirklich für nötig halte.

    Ich - als Mittglied einer Freien evangelischen Gemeinde - bin gespannt ob sich auf lange Sicht daraus etwas wirklich gutes entwickeln wird.
  5. #5

    Respekt vor dem Glauben Einzelner

    Das ja, aber nicht vor Religionen die Alleinvertretungsanspruch durchsetzen wollen.
    Im 21. Jahrhundert ist das überholter Aberglaube
  6. #6

    Zu kurz gedacht..

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Schon jetzt hat der neue Papst mehr erreicht als sein Vorgänger in acht Jahren, urteilt der Theologe Georg Schwikart. Franziskus' jetzt veröffentlichte Rede vor dem Konklave richte sich auch gegen Benedikt und den Stillstand in dessen Amtszeit.

    Interview: Theologe Georg Schwikart über Rede von Papst Franziskus - SPIEGEL ONLINE
    Die Amtszeiten beider sind nicht vergleichbar. Der Zustand des Vaticans war vor 8 Jahren nicht der gleiche wie heute. "Vatileaks" hat es ebenfalls noch nicht gegeben. Franziskus ist zu einem Zeitpunkt Papst geworden, an dem sich die Krise soweit zugespitzt hatte, dass auch die
    Kardinäle zu der Einsicht gekommen sind: so gehts nicht weiter. Und hier kommt jemand wie Franziskus auf den Plan. Zur rechten Zeit am rechten Platz. Diese Umstände hatte Benedikt noch nicht vorfinden und nützen können. Also, was soll dieser Vergleich bringen. Und ohne die Vernunft Benedikts, zur richtigen Zeit abzudanken, wäre Franziskus jetzt nicht Papst. Man könnte deshalb ebenso sagen, dass er eine Reform in Gang gesetzt hat, indem er den Platz freigemacht hat für einen Reformer.
  7. #7

    Da werden...

    ...ja jetzt viele Deutsche Protz Bischöfe/Kardinäle ganz schön schwitzen....wenn Franzi das wahr macht und die Weisung nach unten durchgibt wäre es ja vorbei mit der Fettlebe...mit den dicken Dienstwagen, mit den teuren Roben und den schönen Festen auf die man eingeladen wird, vorbei mit den protzien Neubauten....auch die gut versorgten Priesterlein müßten ihre "Beamtenversorgung" überdenken....ach wär das schön...und wieder mal ein Grund in die Kirche zu gehen.
  8. #8

    Zeichen der Erneuerung setzen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Schwikart: Gott nimmt jeden an, egal, ob er krank oder drogensüchtig ist, reich oder arm.
    auch egal ob Mann oder Frau, homo- oder heterosexuell?
    Papst Franziskus soll heute Abend 12 Jugendlichen, Insassen der Strafanstalt Casal del Marmo, die Füsse waschen wollen. Dabei will er auch muslimischen Jugendlichen die Füsse waschen. Aber werden auch Mädchen dabei sein? - Das wäre eine radikale Neuerung.
    Schwikart: Wissen Sie, Jesus hat mit zwölf Männern zusammengelebt, als armer Wanderprediger...
    Jesus hat nicht nur mit Männern, sondern auch mit Frauen zusammengelebt. Das wird in den Erzählungen der Priester immer wieder gerne unterschlagen, bis zur Behauptung hin, die männlichen Apostel wären die ersten gewesen, die den auferstandenen Jesus gesehen und verkündet hätten. Dabei steht in der Bibel, dass es Frauen waren, denen sich Jesus zuerst gezeigt hatte und dass es eine Frau (Maria Magdalena) war, die den männlichen Jüngern den auferstandenen Jesus verkündete.

    Die erste Bewährungsprobe, ob Papst Franziskus seine Kirche wirklich erneuern will, wird sein, ob er auch die Frauen in seine Kirche einbindet. Dabei kann er damit anfangen, auch Mädchen die Füsse zu waschen (das Jugendgefängnis hat auch weibliche Insassen). Die Bibel im Licht der Aufklärung anstatt in der Tradition der Patriarchen zu lesen wäre dann der zweite Schritt.
  9. #9

    Sind Äußerlichkeiten wichtig?

    In der Politik kommt es hauptsächlich darauf an, beim Volk den Eindruck zu erwecken, dass man etwas unternimmt. Ob man tatsächlich handelt, ist eine andere Frage. Papst Franziskus hat bereits vom ersten Tag an zahlreiche visuelle Zeichen für einen Wandel gesetzt. Nun kommt es darauf an, ob er sich mit internen, der Öffentlichkeit nicht wahrnehmbaren Innovationen der zweitausendjährigen Kirche durchsetzen kann.