Platzvergabe beim NSU-Prozess: CDU-Politiker verteidigt Münchner Gericht

dapdDie Bundesregierung sucht eine Lösung im Streit um Plätze für türkische Journalisten beim NSU-Prozess. Doch CDU-Politiker Siegfried Kauder verteidigt die umstrittene Vergabepraxis des Gerichts. Eine Videoübertragung in einen anderen Saal erinnere an einen Schauprozess und "Public Viewing".

NSU-Prozess: CDU-Politiker Siegfried Kauder verteidigt Gericht - SPIEGEL ONLINE
  1. #1

    Recht hat er

    ..entweder haben wir eine klare Gewaltenteilung und Regeln, die die Gerichte sich selber geben werden akzeptiert, oder wir, respektive die Politiker unterwandern, das elementarste des Grundgesetzes.
    So ungeschickt und wenig weitssichtig sich die Verantwortlichen in München verhalten haben, es ist zu akzeptieren.
    Reiche, Einflussreiche und Politker können ja auch nicht hingehen und Gerichtsentscheide nach gutdünken beeinflussen.
    Da sollte die Länder, bzw. Presseleute aus anderen Ländern lieber mal genau hinschauen. So sieht lebende Gewaltenteilung aus.
  2. #2

    Kann bitte in diesem Zusammenhang

    auf den unsäglichen Scheinanglizismus Public Viewing verzichtet werden? Dieses Konstrukt bedeutet Aufbahrung und zeigt speziell hier nicht gerade von Sensibilität.
  3. #3

    Danke Herr Kauder!

    Einer der ganz Wenigen, der nicht auf den Zug der "Entrüstung" aufgesprungen ist! @SPON: Sucht euch an anderes Thema, da hier nervt nur noch
  4. #4

    Sicherheitsschuhe tragen!

    Die Abläufe sind in der StPO und im Gerichtsverfahrensgesetz eindeutig geregelt, das Vergabeverfahren ist juristisch korrekt und abgeschlossen. Jeder, der jetzt im Nachhinein etwas ändert öfffnet die Tür für Verfahrensfehler (Revisionsgründe, u.a.), das wird ihnen dann noch auf die Füße fallen.
  5. #5

    Da zeigt sich

    der Senat schon mit der Organisation überfordert. Aber es wird eh egal sein wie der Prozess und seine Vorbereitung läuft: man wird den Vorsitzenden in den ausländischen Medien des aufgeklärten Europa mit einem kleinen Bärtchen unter der Nase abbilden.
  6. #6

    .....

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Bundesregierung sucht eine Lösung im Streit um Plätze für türkische Journalisten beim NSU-Prozess. Doch CDU-Politiker Siegfried Kauder verteidigt die umstrittene Vergabepraxis des Gerichts. Eine Videoübertragung in einen anderen Saal erinnere an einen Schauprozess und "Public Viewing".

    NSU-Prozess: CDU-Politiker Siegfried Kauder verteidigt Gericht - SPIEGEL ONLINE
    Die Brisanz des Falles und das Interesse der Medien, vor allem auch der türkischen, hätte die bayrische Justiv im Vorfeld(!) erkennen müssen.
    Ich will nicht glauben, das diese Leute so dumm und unsensibel sind.
    Was bleibt ist eine grenzenlose Arroganz und Ignoranz also Absicht!
    Die Justiz in Bayern hat offensichtlich im Vorauseilendem Gehorsam gegenüber der, auf dem rechten Auge blinden, Poltik gehandelt!
    Ich bin beschämt!
  7. #7

    Ohman

    Das hört sich eher an als würde man dort eine Schaukampf zusehen bekommen statt einem Gerichtsverfahren. Und immerhin ist das die Justiz. Wenn jetzt jeder der nur genug Aufstand macht etwas bei der Justiz ändern kann wo kommen wir den dann bitte hin? Ich hoffe das nichts geändert wird. Und für die nächsten Gerichtsverfahren sollen die Türkischen Medien halt mal was schneller Reagieren dann haben die nämlich auch ein paar Sitze.
  8. #8

    Ich finde, dass sich die dt. Journalisten, die einen Platz haben sich einfach mal zusammensetzen und auslosen wer unter ihnen zu Gunsten türkischer Kollegen mal auf erste Hand Informationen verzichtet.

    Aber während Banker mit dem Geld anderer jonglieren, Gerichte stur und dämlich sind und immer schön den Regeln folgen, sind Journalisten wahrscheinlich auch lieber auf einen Platz in der ersten Reihe scharf anstatt mal nach bestem Wissen und Gewissen zu handeln.

    So macht halt jeder seinen Job ohne mal nachzudenken, so dass es für ihn am besten und einfachsten ist, aber dann immer über anderer schimpfen.
  9. #9

    die bayrische Justiz...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Bundesregierung sucht eine Lösung im Streit um Plätze für türkische Journalisten beim NSU-Prozess. Doch CDU-Politiker Siegfried Kauder verteidigt die umstrittene Vergabepraxis des Gerichts. Eine Videoübertragung in einen anderen Saal erinnere an einen Schauprozess und "Public Viewing".

    NSU-Prozess: CDU-Politiker Siegfried Kauder verteidigt Gericht - SPIEGEL ONLINE
    ...erlebt einen rückfall in alte zeiten der borniertheit und willkür und politiker der cdu wissen nichts besseres als schnell mit rückzufallen. und das auch noch im fall dieser faschistischen nazi terrorzelle. was ist los, leute, merkt ihr denn nicht, dass soetwas nach hinten losgeht?