Brandschutz: Stuttgarter Fernsehturm wird geschlossen

DPA/Patrick SeegerEr gilt als Wahrzeichen und als weltweit erstes Bauwerk seiner Art - trotzdem wird der Stuttgarter Fernsehturm jetzt für Besucher geschlossen, und das womöglich für immer. Grund sind Brandschutzauflagen, gegen die der Bau aus dem Jahr 1956 verstößt.

http://www.spiegel.de/panorama/zu-ge...-a-891366.html
  1. #1

    Verhältnismäßig?

    Da gerät gerne mal die Verhältnismäßigkeit aus dem Blick. Auch wenn das Risiko im Brandfall da sein mag, so ist die Wahrscheinlichkeit doch äußerst gering. Wie viele Tote hatten wir denn in den letzten hundert Jahren durch brennende Fernsehtürme? Als die Schutzmaßnahmen noch weit geringer waren als heute? Es ist doch ungleich wahrscheinlicher, dass ich auf dem Weg zum Fernsehturm von einer rasenden Blechkiste getötet oder verletzt werde. Deswegen verbieten wir die doch aber auch nicht. Das ist dann allgemeines Lebensrisiko.
  2. #2

    der Turm steht seit 57 Jahren da und jetzt hat sich irgendjemand eine neue Vorschrift einfallen lassen. Das ist irgendwie so typisch. Seit wann hat der Bürgermeister einer Stadt damit auch nur irgendwas zu tun? Zur Not wäre es ja auch machbar, die Anzahl der Besucher zu beschränken. Aber so geht es auch. Bald stehen in Deutschland nur noch Industriedenkmäler rum.
  3. #3

    Man sollte ein riesiges Warnschild anbringen, dann kann jeder selbst entscheiden, ob er das Risiko eingehen will.
  4. #4

    Abreissen?

    Vermutlich sind viele alte Gebäude mit den heutigen Bestimmungen zum Brandschutz nicht mehr"verwendbar".Vermutlich muss der Kölner Dom abgerissen werden und mit ihm viele denkmalgeschützte Gebäude. Aber die waren nun mal als erste da und dann kamen erst die Auflagen. Klar dass der Fluchtweg ein Problem sein kann. Aber wo hat ein Airbus oder eine Boeing ihren Fluchtweg, wenn sie in der Luft ist. Aha, da braucht man keinen? Obwohl da auch 200 und mehr Leute drin sind. Es geht nicht um die Sicherheit der Personen, es geht allein darum, dass im Ernstfall Forderungen von zu Schaden gekommenen Personen auf einen zu kommen. Eigentlich mehr eine juristische Vorsichtsmaßnahme. Sollen halt alle Besucher mit dem Erwerb der Eintrittskarte auf eventuelle Schadensersatzansprüche verzichten und dann kann alles bleiben wie es war. Oder wir sprengen die alten Hütten.
  5. #5

    Ja wozu glauben Sie denn sind die so

    Zitat von streckengeher Beitrag anzeigen
    Da gerät gerne mal die Verhältnismäßigkeit aus dem Blick. Auch wenn das Risiko im Brandfall da sein mag, so ist die Wahrscheinlichkeit doch äußerst gering. Wie viele Tote hatten wir denn in den letzten hundert Jahren durch brennende Fernsehtürme? Als die Schutzmaßnahmen noch weit geringer waren als heute? Es ist doch ungleich wahrscheinlicher, dass ich auf dem Weg zum Fernsehturm von einer rasenden Blechkiste getötet oder verletzt werde. Deswegen verbieten wir die doch aber auch nicht. Das ist dann allgemeines Lebensrisiko.
    wichtigen Beamten der Feuerwehren da ?
    Die müssen jeden auch noch so abwegigen Fall prüfen und dann auch komplett ausschließen. Das ist wie mit dem Terrorismus:
    Jeder Selbstmordattentäter muss einen roten Aufnäher an der Sprengstoffweste tragen.
    Ein Datenblatt und eine Gefahrstofferklärung muss er auch in der Tasche haben.
  6. #6

    Brandschutz ist in Stuttgart sehr, sehr wichtig

    Stuttgart hat vermutlich als erste deutsche Großstadt S-Bahnhöfe mit Brandschutztüren, die sich im Brandfall schließen sollen, von denen aber kein Mensch weiß, wie er sie von innen öffnen soll. Die Öffnungsmechanismen entsprechen eher denen aus dem Ausland. Immerhin gibt es einen grünen Pfeil. Blöd nur, dass die Tunnelröhren der S-Bahn nicht abgeschottet werden.
    Sollten die Forderungen der Stuttgarter Feuerwehr zum Tiefbahnhof Vorschrift werden, dann müsste der Hamburger Hauptbahnhof sofort stillgelegt werden. Viel zuweinige Treppen!
    Jetzt hat es den Fernsehturm erwischt, denn der grüne OB kann nicht mit dem Brandschutz gegen S 21 kämpfen und beim Turm Kompromisse eingehen.
    Eine Konsequenz daraus muss natürlich auch sein, dass alle Kirchtürme sofort gesperrt werden. Wo sind beispielsweise am Michel, die getrennten Fluchtwege.
    Ok, Deutschland und vor allem Stuttgart schafft sich ab.
  7. #7

    Hauptsache motzen!

    Mal wieder gibt es hier nur Kommentare von Motzkis, die in keinster Weise konstruktiv sind.
    Was glauben Sie denn was los ist, so unwahrscheinlich es auch sein mag, wenn im dem Turm eine Gruppe von 25 Grundschulkindern ums Leben kommt und sich dann herausstellt, dass Mängel bzw. Abweichungen von den derzeitigen Normen bekannt gewesen sind. Gehen Sie dann zu den Eltern und erzählen was von wegen unverhältnismäßig, überzogen usw.?
    Der Kölner Dom hat übrigens eine Reihe von Ausgängen und schon einige Erdbeben gut überstanden.
  8. #8

    So einen Unsinn haben die Frankfurter...

    ...schon mit ihrem Wahrzeichen "Henninger Turm" durchgemacht. Der wurde vor über 10 Jahren wegen nur einer vorhandenen Feuertreppe geschlossen. Nun wird er abgerissen und anstelle entstehen natürlich Luxuswohnungen.
    Diese Gesetze sind absurd. Beide Gebäude hatten über Generationen kein Menschenleben durch ihren Betrieb gefährdet und plötzlich ist es zu gefährlich? Das ist Unsinn als Schilda.
  9. #9

    Es ist richtig...

    Die Standseilbahn in Kaprun fuhr bereits 26 Jahre ehe es zur Katastrophe kam.**** Tausende Menschen sterben jährlich im Auto. Dennoch verbietet es keiner. Warum? Weil der Nutzen das Restrisiko rechtfertigt. Ebenso verhält es sich bei Flugzeugen. Eine unglaubliche Aussicht über Stuttgart und zeitweise gar bis zu den Alpen rechtfertigt das Restrisiko wohl eher nicht. Natürlich kann man sich fragen warum man den Bürger regelementiert und nicht einfach sagt: "Betreten auf eigene Gefahr!" Das ist es doch wohl am ehesten, was uns stört. So funktioniert es in Deutschland aber nun mal nicht. Und diese Politik wurde von der Mehrheit der Bürger gewählt, weil sie es anscheinend genau so will.