Malta und Luxemburg: Bankenparadiese fürchten Radikalkur

REUTERSDer Euro-Gruppen-Chef hat Zypern zum Präzedenzfall in der Euro-Krise erklärt. Nun zittern auch andere Kleinstaaten der Euro-Zone mit überdimensionierten Bankensektoren. Vor allem in Malta geht die Angst um vor einer drohenden Radikalkur, doch auch das reiche Luxemburg fühlt sich angesprochen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...-a-891297.html
  1. #1

    Na, sollte dieses Uebel der Schleus- und Spartricks endlich mal eine Ende finden? Schoen waers.
  2. #2

    Gut so! Diese Korrektur kommt wenigstens zehn Jahr zu spät.
  3. #3

    Zitat:

    "So wie der niederländische Finanzminister und Euro-Gruppen-Chef. Der drohte am Dienstag in mehreren Interviews, Bankgläubiger und Kunden in pleitebedrohten Staaten künftig zur Verantwortung zu ziehen. Länder wie Luxemburg, Malta oder Slowenien sollten deshalb besser prüfen, ob sie den Sektor nicht verkleinern."

    Und wen greift der luxemburgische Außenminister an?

    Zitat: "Außenminister Jean Asselborn war am Vortag noch deutlicher geworden: "Deutschland hat nicht das Recht, die Geschäftsmodelle für andere Länder in der EU zu fixieren", hatte er gesagt."

    Ist ja viel einfacher, weil, wir sind auf ewige Zeiten schuldig!
  4. #4

    ja, alle sind in der Lage, das zu regeln

    Ein Lacher, denn selbst wir in Deutschland wären nicht in der Lage, einen Kollaps des Bankensektors aufzufangen.Und man bedenke immer, wir zahlen nicht alleine in die EU ein, sondern viele andere auch. IN EIN FASS OHNE BODEN.
  5. #5

    Unfug

    Das ist doch alles Unfug.

    Vereinfacht: In Zypern haben ausländische Investoren bei den Banken viel Geld angelegt. Davon wurden viele hochverzinsliche griechische Anleihen gekauft. Mehr Zins - mehr Risiko. Und manchmal geht die Rechnung eben nicht auf. Warum sollten aber europäische Steuerzahler die riskanten Investments zyprischer Banken und von deren ausländischen Kunden decken und quasi das Risiko im negativen Fall übernehmen? Das kann es einfach nicht sein.

    In Luxemburg oder Malta ist das hoffentlich etwas anders. Die haben zwar auch einen großen Bankensektor, die Banken dort haben aber die Kundengelder hoffentlich etwas seriöser angelegt. Wenn nicht ist das aber auch deren Sache!
  6. #6

    Bankenparadiese

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Euro-Gruppen-Chef hat Zypern zum Präzedenzfall in der Euro-Krise erklärt. Nun zittern auch andere Kleinstaaten der Euro-Zone mit überdimensionierten Bankensektoren. Vor allem in Malta geht die Angst um vor einer drohenden Radikalkur, doch auch das reiche Luxemburg fühlt sich angesprochen.

    Malta und Luxemburg: Bangen um die letzten Bankenparadiese - SPIEGEL ONLINE
    Wie lange können sich die alten Bankenparadiese noch aufrechterhalten?
    Wenn man mal hinter ihren Fassaden schauen könnte, dann würde man bestimmt sehr viele Ungereimtheiten (und das ist noch sehr milde ausgedrückt) erkennen können und man würde sicherlich sich sehr erschrecken.
    Aber wie zuverlässig sie sie alle noch für die vielen Zocker und die was zu verschweigen haben?
    Das alte bestehende System was unter der Aufsicht der USA und zum Teil der Europäer steht soll von den Schwellenländer mit der Bildung des BRICS durchbrochen werden.
    Man sagt das Konkurrenz das Geschäft beleben wird, wobei sich ja die Weltwirtschaft in anderen Bereichen der Welt festsetzen wird und auch eines möchte man dem entgegentreten, dass so etwas wie der Herr Kauder mal von sich gegeben hat, "Jetzt wird wieder deutsch gesprochen".
    Die Bankenparadiese werden nicht verschwinden, nur die Kontrolle der alten Welt und den USA wird schwächer werden.
    Da kann man schon gespannt sein wie sich das alles entwickeln wird.
  7. #7

    Das Verhältnis von Bilanzsumme zu Bruttoinlandsprodukt (BIP) tauge nicht als Kriterium für die "Verhältnismäßigkeit eines Finanzsektors".
    Da muß ich ihm beipflichten, in dieser Pauschalität ist die Aussage Quatsch. Plastisch ganz einfach daran zu erkennen: Würden die Dinge besser, wenn Luxemburh auf einaml zu Deutschland (oder Frankreich) eingemeindet würde? Oder würde sich etwas ändern, wenn Frankfurt auf einmal seine Unabhängigkeit erklären würde? Natürlich nicht!

    Wichtig ist neben dem Verhältnis nunmal auch noch, inwieweit inländische Sparer und Wirtschaft mit diesen Geldhäusern verbandlet sind und noch mehr wie stark derjenige Staat damit drinhängt.

    Und dann natürlich noch der Anteil der Arbeitsplätz - das ist jetzt aber nichts spezifisches der Finanzindustrie. Eine Monokultur bezogen auf die Branche (egal welche es ist) hat halt immer das Risiko, dass bei einem Problem in dieser Branche das ganze Land überproportional die Folgen spürt.
  8. #8

    Schrecklich,

    diese Nachrichten. Das nun die kleineren EU-Länder eingeschüchtert werden sollen liegt im Preisgeld des Systems. Die Eurokrise führt zur Kulturkrise und keiner ist in der Lage für ihre Überwindung zu kämpfen. denn unter den geistigen Einflüssen die das Bild der Gegenwart bestimmen, dominierte Jahrzehnte ein Zentralismus im Stile eines imperativen Kollektives. Dieses Schicksal ruft jene EURO-Gewinner zur Gewissensfrage und nicht jene die durch Intrigen in die Teufelsküche getrieben wurde.
    Die Eurokrise führt auch zu einer Erschöpfung in dreifacher Weise, dass die Hintergründe, die Ideologie und die Authentiät der Nationalstaaten und deren Freiheit nachhaltig beschädigt wurde. Faszit: Einfach kleinere Brötchen backen.
  9. #9

    Schön wärs?

    Wieso? Wir Steuerflüchtlinge ziehen unser Geld dann einfach aus dem Euro-Raum ab. Die Welt ist groß ;)