Zschäpe-Prozess: Ausländische Journalisten kritisieren Münchner Gericht

DPAKeine Plätze für türkische Korrespondenten, unflexible Vergabepraxis: Eine Vereinigung ausländischer Journalisten moniert die Verteilung von Akkreditierungen beim NSU-Prozess. Vom Oberlandesgericht München wünschen sich die Betroffenen "Gespür für die Brisanz der Thematik".

Zschäpe-Prozess: Ausländische Journalisten kritisieren OLG München - SPIEGEL ONLINE
  1. #1

    Tja

    wer zuerst kommt, malt zuerst. Nach welchem Prinzip sollte denn die Presseplatzmenge verteilt werden? Am Besten wohl unter notarieeller Aufsicht und unter neutralen Zeugen oder wie? Mein Gott.........
  2. #2

    Türkische Medien fordern

    Türkische Medien fordern "Mehr Sensibilität" .... damit meinen sie natürlich mehr Sensibilität für sich selbst bzw. ihr Verschlafen einer rechtzeitigen Anmeldung ....

    Dem ist wohl nichts hinzuzufügen ...
  3. #3

    Ich hoffe nur das sich da Gericht nicht zu irgendwelchen nachträglichen Änderungen hinreissen lässt. Die Anwälte werden da wohl schon drauf lauern um Befangenheitsanträge stellen zu können und Gründe für eine Revision zu finden. Da muss ihnen das Gericht nicht auch noch helfen.
  4. #4

    Tja...

    ... meine lieben vertreter der Türkischen Presse.

    Gleiches Recht und gleiche Pflichten für alle. Rechtzeitige anmeldung hätte gehöfen. Was soll jetzt ihrer meinung nach passieren? Regulär gemeldete Medien wieder rauswerfen?

    Es ist schon ein bisschen grotesk das im Rahmen eines Verfahrens, dem unter anderem Rassismus zugrunde liegt, eine Ungleichbehandlung zugunsten ausländischer Medien gefordert wird.
  5. #5

    Beton

    Das ist wieder typisch Beamtenmentalität. Nur keine eigenen Entscheidungen fällen, bloß keine selbständigen Konzepte entwickeln, immer alles genau nach Vorschrift.

    Dazu braucht es keinerlei Beamte mehr. Eine Serverstruktur mit kompletter Vorschriften- und Gesetztesdatenbank könnte solche Vorgänge ebenfalls exakt nach Vorschhrift erledigen - zu einem Bruchteil der Kosten!!!
  6. #6

    Die Dritte Macht in der Demokratie, die Justiz,

    soll unabhänigig in einem Rechtstaat sein, das ist sie in Deutschland, oder?
    Nach dem OLG-München kommt nur noch der Bundesgerichtshof resp. des Bundesverfassungsgericht. Wenn die Journaille sich mit 50 reservierten von 100 Plätzen benachteiligt fühlt, dann muss sie sich im Justizapparat eben beschränken. So ist das eben in der Demokratie und nennt sich Gewaltenteilung.
  7. #7

    Klargestellt

    hats zumindest -Der Spiegel-, der Artikel steht in der Rubrik PANORAMA und nicht POLITIK.
  8. #8

    Hauptstadt der Bewegung

    Ein Gericht in der Hauptstadt der Bewegung wird sich doch nicht wegen ein paar Mordtaten Rechtsradikaler Gedanken machen, Schema F reicht allemal. Wir wollen doch hier nichts aufbauschen!
  9. #9

    .

    Zitat von schlabbedibapp Beitrag anzeigen
    Wie wäre es, wenn Vertreter der türkischen Verbände oder der Hürriet-Journalist stattdessen an einem der sich häufenden Totschlag-Prozesse gegen türkischstämmige Jugendliche in Berlin, Kirchweyhe und anderswo teilnehmen würden. Aber über Tabus darf man ja nicht reden (und womöglich auch nicht schreiben).
    Ihr sterbt auch einfach nicht aus, oder? Wer verbietet ihnen denn, vermeintliche Tabus anzusprechen? Würd ich gerne mal wissen. Wenn sie diese "Tabus" (die keine sind) ansprechen und dabei einen braunen Unterton mitschwingen lassen, brauchen Sie sich über Gegenwehr nicht zu wundern. Welches "Tabu" möchten Sie denn ansprechen? Dass Ausländer viel gewalttätiger sind als Deutsche? Das glauben Sie doch wohl selber nicht.

    Zum eigentlichen Thema: Natürlich sind die türkischen Presseleute selber schuld. Dennoch wäre es durchaus angebracht, zumindest 2-4 Sitze zu reservieren. Es bringt doch sowieso nichts, wenn dort 50 Vertreter der deutschen Presse hocken. Dann bekommen wir im STern, im Spiegel, in der Bild, Welt, FAZ usw überall das selbe zu lesen. Wie aufregend.