Unruhen in Burma: Buddhisten stecken Moschee in Brand

AFPDie Gewalt im Zentrum Burmas hält an: Rund 200 Randalierer zündeten eine Moschee an, die Behörden verhängen weitere Ausgangssperren im Land. Das Militär erklärt nun, im Demokratisierungsprozess weiter eine wichtige Rolle spielen zu wollen.

In Burma geht Gewalt gegen Muslime weiter - SPIEGEL ONLINE
  1. #1

    Gegen Buddhas Lehre

    Oberstes Prinzip im Buddhismus ist anderen keinen Schaden zuzufügen. Dass dieses Prinzip in Burma mehrfach so heftig verletzt wird von Buddhisten ist sehr traurig und beschämend für mich, noch viel trauriger ist, dass so viele Tote zu beklagen sind.

    Ich würde mir wünschen, dass sich Buddhisten für eine Versöhnung der ethischen Spannungen und für Freundschaft und Toleranz mit Muslimen einsetzen.

    Leider gibt es ja ganz ähnliche Probleme in Sri Lanka, wo im Gefängnis einsitzende Tamilen - die auch dort zur Minderheit gehören – gefoltert werden: http://www.guardian.co.uk/world/2013/mar/23/sri-lanka-torture-abuse-tamil?INTCMP=SRCH
  2. #2

    Zitat von mickt Beitrag anzeigen
    Oberstes Prinzip im Buddhismus ist anderen keinen Schaden zuzufügen. Dass dieses Prinzip in Burma mehrfach so heftig verletzt wird von Buddhisten ist sehr traurig und beschämend für mich, noch viel trauriger ist, dass so viele Tote zu beklagen sind.

    Ich würde mir wünschen, dass sich Buddhisten für eine Versöhnung der ethischen Spannungen und für Freundschaft und Toleranz mit Muslimen einsetzen.

    Leider gibt es ja ganz ähnliche Probleme in Sri Lanka, wo im Gefängnis einsitzende Tamilen - die auch dort zur Minderheit gehören – gefoltert werden: Sri Lanka accused of ongoing torture and abuse of Tamil prisoners | World news | guardian.co.uk
    Warum sollten Buddhisten "bessere" MEnschen sein als andere? Dies war zwar immer die Propaganda der Leute, die gerne den Islam als "gewalttätig" darstellten und den Buddhismus als "leuchtendes" Gegenbeispiel heranzogen aber dies stimmte damals schon nicht. Nein es geht hier um Menschen und diese sind nun einmal Tiere in bestimmten Situationen.
  3. #3

    So ist das mit der Religion

    Seit Jahrtausenden ist die Religion der größte Kriegstreiber. Die herrschende Kaste führt Kriege im Namen des Herrn (oder jedem sonstigen Namen eines Gottes) auf Kosten der kleinen Leute. Mit den eigentlichen Grundsätzen dieser Lehren hat das ja nie was zu tun. Sie werden nur für niedere Zwecke missbraucht. Das sollte als Beweis für die Nichtexistenz dieser Götter schoin ausreichen, wenn sie deratigen Mißbrauch Ihres Namens dulden. Arme Welt
  4. #4

    Rohingyas

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Gewalt im Zentrum Burmas hält an: Rund 200 Randalierer zündeten eine Moschee an, die Behörden verhängen weitere Ausgangssperren im Land. Das Militär erklärt nun, im Demokratisierungsprozess weiter eine wichtige Rolle spielen zu wollen.

    In Burma geht Gewalt gegen Muslime weiter - SPIEGEL ONLINE
    Wieder einmal besteht man auf die Bezeichnung "Burma". Ein wirklich eigenartiges, und - zumindest ohne erläuternde Erklärung - recht anmaßend.
    Im gesamten Artikel wird nicht erwähnt, dass es sich bei den muslimischen "Burmesen" um Mitglieder der Rohingyas handelt. Die Rohwingyas sind nicht wirklich gelitten. Weder in Bangladesh, die sie vertrieben haben, noch in Myanmar, wo es seit vielen Jahren mehr oder weniger gedeckelte ethnische Auseinandersetzungen gibt, noch in Thailand, die aus Myanmar flüchtende Rohingyas nur dann (vorübergehend) aufnehmen, wenn es sich gar nicht anders machen lässt. Die Thais haben sogar schon noch nicht an Land gekommene Flüchtlingsboote mit Brot und Wasser versorgt, und dann wieder zurück auf`s freie Meer geschickt.

    Die große Nobelpreisträgerin hat sich zum Erstaunen Vieler bis dato in keiner Weise zu dem Problem mit den Rohingyas geäussert. Sie befürchtet wohl, dass es ihrer Popularität im Lande schaden würde.
  5. #5

    Gegen Buddhas Lehre II

    In der Tat entspricht dies nicht Buddhas Lehren. Von meinen Reisen in Burma weiß ich jedoch, dass ein großer Teil der Bevölkerung vor allen in den ländlichen Gebieten weiter vom Buddhismus entfernt ist, als so manch ein gläubiger Christ. In den ländlichen Gegenden überwiegen Nat Religion und in manchen Städten bekomment man den Eindruck die Leute sind eher Atheisten. Ich frage mich nun ob die Überschrift "Buddhisten stecken Moscheen in Brandt" angebracht ist. Ist man sich sicher das bekennende Buddhisten die Moschee in Brandt gesteckt haben? Ich halte dies für sehr unwahrscheinlich, da es im Buddhismus keine radikalen Splitter- und Untergruppen gibt. Für mich scheint die Überschrift deswegen eine ungerechtfertigte Verallgemeinerung zu sein, in etwa so wie wenn eine asiatische Zeitung die NSU Mordserie mit den Worten betiteln würde "Christen bringen Muslime um", nur weil in Deutschland überwiegend Christen leben. Ich denke es handeln sich eher um ethnische Konflikte in Burma, als um religiöse.
  6. #6

    Kopfschüttel...

    dass sich Monotheisten gegenseitig abschlachten liegt fast schon in der Natur der Sache, aber dass Polytheisten genauso bescheuert sein können, ist für mich unbegreiflich. Zumal das den Grundfesten der mir noch am sympatischsten erscheinden Weltreligion des Buddhismus total zuwider läuft!
    "Gott" sei dank, bin ich Thelemit!
  7. #7

    Ist das so ...?

    Zitat von Tobsen666 Beitrag anzeigen
    Seit Jahrtausenden ist die Religion der größte Kriegstreiber. Die herrschende Kaste führt Kriege im Namen des Herrn (oder jedem sonstigen Namen eines Gottes) auf Kosten der kleinen Leute. Mit den eigentlichen Grundsätzen dieser Lehren hat das ja nie was zu tun. Sie werden nur für niedere Zwecke missbraucht. Das sollte als Beweis für die Nichtexistenz dieser Götter schoin ausreichen, wenn sie deratigen Mißbrauch Ihres Namens dulden. Arme Welt
    Es ist nicht "eine Religion", die Kriege führt, es ist der Mensch. Punkt. Die Auslegung dieser Religionen ist leider in allen(?) Fällen Lichtjahre vom Gründer entfernt. Last not least: Einen Beweis für oder gegen Gott / Götter werden Sie von niemandem bekommen. Warum ist eigentlich auch klar: Weil wir nur Menschen sind. Punkt.
  8. #8

    eventuell sollte spon die leser etwas genauer dahingehend informieren,dass da etwas aufflackert,was im letzten sommer bilder von muslimischen banden und buddhistischer gegenseite zeigte,die sich die köpfe einschlugen und häuser der jeweils anderen glaubensfraktion ansteckten.
    Fotostrecke Birma: Mit der Pflanzhacke gegen den Glaubensgegner | Gesellschaft | ZEIT ONLINE
  9. #9

    Religion als Kriegstreiber?

    Zitat von Tobsen666 Beitrag anzeigen
    Seit Jahrtausenden ist die Religion der größte Kriegstreiber. …
    Die Religion ist sicher kein Kriegstreiber sondern die Menschen selbst sind es. Manche schieben Religion als Vorwand vor.

    Im Fall hier sind es ethnische Unruhen. Die Verbrechen werden aber nicht im Namen einer Religion begangen sondern von Menschen, die sich als religiös sehen und als Kernsatz ihrer Religion akzeptieren, dass es aufzugeben ist, anderen zu schaden.