Gesundheit in Europa: Studie stellt Russland mieses Zeugnis aus

APOsteuropa hat in Sachen Gesundheit einen großen Nachholbedarf. Den Russen etwa fehlt das Bewusstsein für gesunde Ernährung, die Politik geht nachlässig mit Tabak- und Alkoholregeln um. Mit fatalen Folgen, wie jetzt eine Studie beweist: Die Lebenserwartung in Osteuropa ist viel geringer als im Westen.

http://www.spiegel.de/gesundheit/dia...-a-891114.html
  1. #1

    Nichts Neues

    Im christlich dominierten Mittelalter wird intensiv gebetet, geopfert, gesühnt, gefoltert, durch heilige Kriege gemordet, Ablass bezahlt und Kathedralen gebaut, alles um gesund und reich zu werden. Trotzdem löschen in Europa Pest, Cholera, Missernten und heilige Kriege gut 50% der Menschen aus. Mit heutiger Wissenschaft, Medizin und Pharmazeutik sind die Zahlen wie folgt:
    Lebenszeit Land (Jahr 2010, Männer und Frauen)
    82,7 Jahre Japan
    81,8 Jahre Schweiz
    81,4 Jahre Australien
    79,0 Jahre EU-27, USA
    73,1 Jahre Saudi Arabien
    72,2 Jahre Brasilien
    72,9 Jahre Türkei
    67,8 Jahre Russland
    64,6 Jahre Pakistan
    64,1 Jahre Indien
    51,2 Jahre Süd Afrika
    46,6 Jahre Zimbabwe
    Versteht der himmlische Zombie die Gebete der Brasilianer und Russen nicht? Ist Allah mit den 72 geilen Jungfrauen so beschäftigt, dass ihm das Elend der Türken und Pakistanis egal ist? Was ist in Südafrika los, wo laut Erzbischof Maputo Francisco Chimoio HIV infizierte Kondome für 800 AIDS Tote/Tag als Garant christlicher Moral sorgen? Nur 4% der Jungen aber 28% der Mädchen sind HIV positiv, das ist der RKK egal. Beten ist reine Zeitvergeudung, es lindert Ängste aus Unwissen ohne zu helfen. Das allerliebste Jesulein garantiert im heiligen Buch jedem Betenden die Erfüllung seiner Wünsche - bisher ohne Erfolg. In der Bibel steht kein Hinweis auf die Verkehrssicherheit, die in diesen Ländern 5-10 Mal schlechter als in der EU ist und mit katastrophaler Hygiene und medizinischer Versorgung für den frühen Tod sorgt.

    Kardinal Meisners Kriegswerbung (Frankfurter Rundschau) fordert Kriegsdienst, Fasten und Almosen an die heilige Kirche (Dogma No.381 extra ecclesiam nulla salus) um den ewigen göttlichen Lohn zu garantieren: "Ein Volk könne nur beruhigt sein, wenn es wisse, dass die Waffen zur Verteidigung und Erhaltung des Friedens in Händen seien, deren Köpfe und Herzen um ihre Verantwortung vor Gott und der Welt wissen... In betenden Händen' sei die Waffe vor Missbrauch sicher". Christenvolk bewaffnet euch, der nächste heilige Krieg kommt bestimmt

    Epikur (341-271 v.C.) erkennt das Dilemma: "Entweder will Gott alles Leid der Welt beseitigen und kann es nicht, oder er könnte es, will es aber nicht". Die gerechten Kriege mit Genoziden und Ethnoziden haben zu 95% Christen mit gesegneten Waffen geführt, die Priester jagen die Gläubigen ins Elend indem sie glorreichen Kriegsdienst versprechen, die bösen Feinde verdammen, die Kriegsopfer als feige verspotten und den Überlebenden viel Geld für neue Paläste und Tempel abschwindeln. Dem bösen Feind hat die gleiche Kirche fast identische Siege und Gottes ewige Gnade zugesichert – totale Verarschung von gläubigen Idioten.
  2. #2

    Alles eine Frage der Betrachtung

    Was ist besser? Mit 72 im eigenen Obstgarten beim Pflaumenpflücken tot um zu fallen, oder in einem Pflegeheim seit 10 Jahren an Maschinen angeschlossen mit 95 dahin zu vegetieren?
  3. #3

    Lebenserwartung in Rußland

    Mein Großvater hatte in den 60er Jahren einen Kollegen,der etwas über 30 Jahre in der damaligen Sowjetunion gelebt hatte.Obwohl gebürtiger Deutscher,waren Eß-und Trinkgewohnheiten sehr ins Russische abgewandert.Bei Feiern gab´s Wodka aus Biergläsern,und davon nicht nur 3 oder 4.Dazu,um das durchzuhalten,puren Speck o.ä..Auch das nicht zu knapp.Auf die erstaunten bis entsetzten Blicke derer,die das noch nie gesehen hatten,kam die Erklärung,daß dies in Rußland an der Tagesordnung sei,es gelte als grobe Unhöflichkeit,nicht mit seinem Gegenüber zu trinken.Ein abgelehnter Schnaps sei dort gleichzusetzen mit einer groben Beleidigung.Da in Rußland ländliche Traditionen hoch in Ehren gehalten werden,ist es denkbar,daß diese Sitten auch heute noch gepflegt werden,was zur Erklärung der niedrigen Lebenserwartung beitragen könnte.
  4. #4

    Perspektive

    Zitat von rentier75 Beitrag anzeigen
    Was ist besser? Mit 72 im eigenen Obstgarten beim Pflaumenpflücken tot um zu fallen, oder in einem Pflegeheim seit 10 Jahren an Maschinen angeschlossen mit 95 dahin zu vegetieren?
    Russen sind mit 72 meistens weit weniger fit als Deutsche mit 85. Fahren Sie mal nach Russland, da erschrecken Sie wie alt Gleichaltrige aussehen, und umgekehrt staunen Sie dann wie jung und fit (relativ) viele Westeuropäer aussehen.
  5. #5

    Seitdem Untergang der Sowjetunion 1991

    ist die Lebenserwartung für Männer um 5 Jahre auf 60,11 Jahre gesunken. Neben der Ukraine ist Russland das einzige Land wo die Lebenserwartung in den letzten 20 Jahren drastisch gesunken ist. Diese Erkenntnis ist aber schon Jahre alt und die neue Studie bestätigt nur altbekanntes.
  6. #6

    Der Herr Putin

    hat eben besseres zu tun, als sich um seine Landsleute, deren Gesundheit, Bildung, Rente etc. zu scheren: Hilfsorganisationen und Stiftungen drangsalieren, Europa mit Gasboykott drohen, Assad mit Waffen beliefern, reichen Russen Ihre Millionen in Zypern sichern und ansonsten von der Weltherrschaft träumen.
  7. #7

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Osteuropa hat in Sachen Gesundheit einen großen Nachholbedarf. Den Russen etwa fehlt das Bewusstsein für gesunde Ernährung, die Politik geht nachlässig mit Tabak- und Alkoholregeln um. Mit fatalen Folgen, wie jetzt eine Studie beweist: Die Lebenserwartung in Osteuropa ist viel geringer als im Westen.

    Gesundheit in Europa: Lancet-Studie stellt Russen mieses Zeugnis aus - SPIEGEL ONLINE
    Was bringt dem Staat oder der Gesellschaft ein Lebenserwartung vom 83 Jahren?
    Gar nichts.

    Nur der Einzelne profitiert. Und glücklicherweise hat es auch jeder Einzelne in der Hand, ob er raucht, säuft und was er isst.
  8. #8

    Ich habe eher ...

    Zitat von rentier75 Beitrag anzeigen
    Was ist besser? Mit 72 im eigenen Obstgarten beim Pflaumenpflücken tot um zu fallen, oder in einem Pflegeheim seit 10 Jahren an Maschinen angeschlossen mit 95 dahin zu vegetieren?
    ... Leute getroffen, die um die vierzig Jahre waren und aussahen wie 70. Schwere gesundheitliche Probleme bei sehr mangelhafter medizinischer Versorgung, machten schon erhebliche jüngere Menschen zu Wracks.

    Zum Thema medizinische Versorgung: Im Jahre 2008 durfte ich erleben, wie in der Region Omsk ein jugendlicher Verletzter 8 km transportiert werden mußte um notfallversorgt zu werden - von einem Tierarzt!

    Das sind Verhältnisse auf dem Lande (und das ist der größte Teil Russlands), die in manchen sogenannten Drittweltländern heute nicht mehr anzutreffen sind.

    Präventionsmedizin? Absolute Fehlanzeige; Medikamentenversorgung? ein Spiel mit dem Tode; Ersthelferausbildung in der Bevölkerung? Wozu?
  9. #9

    Ich bin sowas von froh, dass wir 1995 aus Weißrussland nach Deutschland auswanderten. Ich will mir gar nicht ausmalen, wie mein Leben ausgesehen hätte, wenn ich dort aufgewachsen wäre. Und Missverständnis denen gegenüber, die sich hier als stolze Russen/Kasachen/Ukrainer aufspielen. An den Ländern und an deren Politik gibt es nichts worauf man stolz sein kann!