Studie: Euro-Krise kostet Menschenleben

AP/dpaWegen rigider Spar-Politik haben viele Bürger in EU-Krisenländern keinen Zugang mehr zu medizinischer Versorgung. Einer Studie der Fachzeitschrift "Lancet" zufolge breiten sich Infektionskrankheiten in bislang unbekanntem Ausmaß aus, die Zahl der Selbsttötungen steigt rapide.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...-a-891149.html
  1. #1

    Nun, ich nehme an, daß

    solche "Kollateralschäden" politisch nicht nur billigend in Kauf genommen werden, sondern geradezu erwünscht sind. Wer an Malaria stirbt oder sich suizidiert, liegt schließlich nicht mehr dem "Gemeinwesen" auf der Tasche.
  2. #2

    Das ist ja nun wenig konkret !

    Stark steigend ist relativ - so kann sich der Leser kaum ein Bild machen. Mal abgesehen davon, dass Rezession in allen Ländern dieser Welt die Selbstmordrate ansteigen läßt. Und in Griechenland würde zur Gesundung des Gesundheitssystems es schon ausreichen, wenn alle ihre Beiträge bezahlten und auch die säumigen Steuerzahler ihre offenen 58 Mrd. Euro zahlen würden.
  3. #3

    ..............

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wegen rigider Spar-Politik haben viele Bürger in EU-Krisenländern keinen Zugang mehr zu medizinischer Versorgung. Einer Studie der Fachzeitschrift "Lancet" zufolge breiten sich Infektionskrankheiten in bislang unbekanntem Ausmaß aus, die Zahl der Selbsttötungen steigt rapide.

    Lancet: Euro-Krise hat fatale Wirkung auf Gesundheit der Europäer - SPIEGEL ONLINE
    Ja und das alles um ein paar Banken vor ihrer verdienten Pleite zu bewahren und dem Rest aus Risikogeschaeften stammende Abschreibungen zu ersparen....
    Was ist schon ein Menschenleben gegen den Wert voellig verantwortungslos agierender Banken?
  4. #4

    Überraschung!

    Selbst unterdurchschnittlich begabte Menschen (um nicht zu sagen: selbst der letzte Vollidiot) können sich diese Ergebnisse auch ohne Studie denken!
  5. #5

    Ja. Menschen sterben, weil sie zu wenig Geld haben.

    Das ist in Griechenland so, das ist in Zypern so. In Deutschland übrigens auch.

    Der Unterschied ist, daß die Wähler und Parlamente in Griechenland und Zypern sogar stolz darauf sind, Maßnahmen abzulehnen, die letztlich Menschen retten könnten. Erhobenen Hauptes sterben die Leute in Griechenland und Zypern. In Deutschland geschieht das eher aus Solidarität und unter Beschimpfungen durch die Länder, denen diese Solidarität gilt.
  6. #6

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wegen rigider Spar-Politik haben viele Bürger in EU-Krisenländern keinen Zugang mehr zu medizinischer Versorgung. Einer Studie der Fachzeitschrift "Lancet" zufolge breiten sich Infektionskrankheiten in bislang unbekanntem Ausmaß aus, die Zahl der Selbsttötungen steigt rapide.

    Lancet: Euro-Krise hat fatale Wirkung auf Gesundheit der Europäer - SPIEGEL ONLINE
    Das heisst doch nur, das Deutschland sich nur noch um die eigenen Finanzen kümmern sollte und keinerlei Risiken/Bürgschaften für fremde Länder eingehen darf, damit, wenn die Krise hier ankommt kein Geld für fremde Länder verschwendet wurde.
  7. #7

    Jetzt gehen also auch Menschen zugrunde, danke Euro-

    Renten: verlieren an Wert. Sparkonten? Werden entwertet durch politisch festgelegten nahe-null Zins. Mieten? In und um Großstädte nicht mehr bezahlbar. Urlaub im beliebten Dänemark? Kaum noch erschwinglich, da nicht Euro-Land, usw. usw.
    Bankkonten sicher? Nach Zypern-"Rettung" auch für Unpolitische sichtbar: bei Bedarf raubt der Staat die Sparkonten! Genau das bereitet die "Banken-Union" vor, welche die Block-Parteien CDU, SPD, Grüne und Linke so gerecht und gut finden. Vorbereitet: die "Substanzbesteuerung", zum Beispiel durch Zwangs-Hypotheken-Eintrag ins Grundbuch, vorbereitet duch den Immobilien-Zensus 2011!
    Und noch der Blick auf die nahe Zukunft: mehr als 8 Billionen Euro lauern auf Banken. Wenn sie erst losgelassen werden, um gegen Waren ausgetauscht zu werden, dass ist sie da: die galoppierende Inflation wie in der 20-er Jahren, die wird Existenzen und Menschen zerstören in Europa und Deutschland, wenn nicht in der ganzen Welt!
    Alles Folgen der gescheiterten "Friedenswährung" Euro, die uns Deutschen ruinieren wird und uns außerdem schon jetzt den Hass des Auslands beschert. Schluß damit, Schaden begrenzen: Alternative wählen!
  8. #8

    von Kuba lernen

    Auch wenn Kuba in einem wirtschaftlich maroden Zustand ist, so hat es ein ausgezeichntes Bildungs - und Gesundheitssystem. Dafür müsste man hierzulande allerdings die Dollarzeichen aus den Augen nehmen.
  9. #9

    optional

    Das isländische Konzept hätte in fast jeder Beziehung als Blaupause für die Staatenrettung dienen sollen! Viel Leid und bescheuerter Nationalismus wären Europa erspart geblieben!