Wortstreit: Google verärgert Schwedens Sprachwächter

AFPWenn etwas nicht mit Google zu finden ist, dann ist es ungooglebar: Diesen Begriff setzte der schwedische Sprachrat auf eine Liste neuer Wörter. Dann mischte sich der Suchkonzern ein.

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...-a-891120.html
  1. #1

    Tempo

    Ich habe gerade mal im Wörterbuch unter "Tempo" geschaut und da ist es nur als Abkürzung von "Tempotaschentüchern" angegeben aber die Firma "Tempo" wird nicht extra erwähnt. Dann sollte sich Google auch damit abfinden können. ;)
  2. #2

    Titellos

    Die Aktion mag zwar aus Googles Sicht Sinn ergeben, man will nicht das Google zum Gattungsname wird und dadurch Google Inc. Rechte daran abtreten muss (wie seinerzeits bei Sony und "Walkman"). Trotzdem ist es pervers, dass einzelne Konzerne so viel Macht bei sich bündeln, dass sie es sich erlauben können, ganze Sprachen bewusst zu ihren Gunsten zu beeinflussen.

    Ich weiß warum ich Google nicht mag und nicht benutz.
  3. #3

    Unsinn

    "to google" ist seit Jahren ein Verb (worüber Google sich gefreut hat) und Verben kann man nicht als Markenzeichen schützen.
  4. #4

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wenn etwas nicht mit Google zu finden ist, dann ist es ungooglebar: Diesen Begriff setzte der schwedische Sprachrat auf eine Liste neuer Wörter. Dann mischte sich der Suchkonzern ein.

    ogooglebar, ungooglebar: Google ärgert schwedischen Sprachrat - SPIEGEL ONLINE
    Google ist eine Marionette der Geheimdienste (wie so viele große Portale) und jeder der Android/Chrome etc. und sonstige Google Dienste nutzt, bekommt das ausspionieren und die Gängelung doch eigentlich mit.

    Siehe z.B.:
    China-Hack: Google sucht Hilfe bei Geheimdienst NSA - SPIEGEL ONLINE
    Google gibt Nutzerdaten an US-Geheimdienst weiter - NSA - Sicherheit - PC-WELT
    Google: Hand-in-Hand mit dem Geheimdienst? - News - CHIP Online
    https://www.taz.de/!56433/

    Die Spatzen haben es längst von den Dächern gepfiffen, aber entweder ist der Mensch völlig verblödet und bereits bei "Ideocracy" angelangt, er findet das noch "geil", oder gar beides!
    Aber die Verblödung wird ja auch schön durch die Medien verbreitet.
    Da könnte ich wieder Links bringen mit wem die wohl ... Aber sucht selber!
  5. #5

    Warum der Rückzieher?

    Wenn jemand "Google" für seine kommerziellen Interessen verwendet, ist klar dass Google dagegen vorgehen kann. Wenn bei uns die Dudenredaktion feststellen würde, dass ungooglebar verwendet wird und das Wort in den Duden aufnimmt, dürfte der Konzern kaum etwas dagegen unternehmen können. Duden (und vergleichbar - ? -der Schwedische Sprachrat) stellen fest, wie Sprache verwendet wird, das ist alles.
  6. #6

    Der Sprachrat hatte in der Erklärung allgemein auf eine Suchmaschine verwiesen.
    Und damit hat er Recht. Neu ist die Diskussion um Markennamen, die zu Allgemeinbegriffen fuer ein Produkt werden, nicht, Beispiel: Tempotaschentuch oder auch ganz aktuell iPad als Synonym fuer Tablet. Da sind Sprachwaechter schon machtlos und Google erst recht.
  7. #7

    unertraeglich = ogooglebar

    Da stellt sich mir doch gleich die Frage, welche Markenrechte die Firma DuPont an diversen Brueckenbezeichnungen, Messer Griesheim an der Scheren und Messerproduktion, Apple an Aepfeln und Linde an diversen Lindenprodukten haben koennten. Muss Duden nun beim Begriff Linde angeben, dass es isch dabei um ein weitverzweigtes Unternehmen (etc, etc,) handelt?
    Fuer Juristen eroeffnen sich aufgrund einer solchen Denkweise ganz neue Spiel- und Betaetigungsfelder.

    Anstelle "ogooglebar" koennte man einen Platzhalter ins Woerterbuch einfuegen. Inhalt: "Webseitensperre". Das Wort wuerde zwar alphabetisch gesehen aus dem Rahmen fallen, Google ganz ohne Gerichtsverfahren und Markenrechtsdikussion einen nachhaltigen Denkanstoss bezueglich seiner Rolle in der Welt geben.
  8. #8

    schon komisch

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wenn etwas nicht mit Google zu finden ist, dann ist es ungooglebar: Diesen Begriff setzte der schwedische Sprachrat auf eine Liste neuer Wörter. Dann mischte sich der Suchkonzern ein.

    ogooglebar, ungooglebar: Google ärgert schwedischen Sprachrat - SPIEGEL ONLINE
    Warum wollen die Schweden auf Biegen und Brechen die Firma Google nicht erwähnen? Wenn ich auf duden.de Tempotaschentuch nachschlage, dann steht da "Herkunft: Tempo®". Wäre also nur korrekt zu erwähnen woher der Begriff stammt.
  9. #9

    Vielleicht hätte man auch direkt erwähnen können, dass dieser Schritt durchs Markenrecht geboten ist. Google könnte sonst möglicherweise seine Marke "Google" verlieren...

    In unserem Duden ist z.B. der Verweis auf die Marke Google vorhanden.