Krise in Frankreich: Hollande kriegt Jobkrise nicht in den Griff

REUTERSFrankreichs Arbeitslosenzahl nähert sich ihrem Allzeithoch: Mehr als drei Millionen Menschen haben keinen Job - für Präsident Hollande ein Desaster. Die Regierung kündigt eine "Generalmobilmachung für Beschäftigung" an, doch Besserung ist nicht in Sicht.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...-a-891123.html
  1. #1

    Ganz einfach

    Frankreich muss den Mindestlohn von derzeit rund 9,50 Euro herabsetzen. Das ist alternativlos.

    Die darauf folgende Streikwelle, sowie die vorübergehende Konjunkturdämpfung durch die Herabsetzung der Binnennachfrage müsste mit staatlichen Maßnahmen (= Geld in die Hand nehmen) überbrückt werden.

    Keine schöne Sache für den Sozialisten Hollande. Wird er den Schröder machen?
  2. #2

    Hollande kriegt Jobkrise nicht in den Griff

    Wie sollte er auch? Das ist ein Sozialist. Die kriegen nichts gebacken. Gnade uns Gott, wenn im September die Grünen (mit wem auch immer) an die Regierung kommen sollten. Ich hoffe und zähle immer noch auf das kleinste Übel, die AfD.
  3. #3

    Frankreich der nächste Kandidat?

    Ist Frankreich das nächste Land, das wir mit zig-Milliarden alternativlos unterstützen müssen?

    Und dann, wenn wir Frankreich wie Zypern und die anderen unterstüzen, dann werden wir auch in Frankreich zum Dank dafür die deutschen Nazis sein...

    Soviel zum Thema, dass der Euro das größte FRIEDENSPROJEKT seit dem zweiten Weltkrieg ist.
  4. #4

    Jobteilung

    Wenn nicht genügend Arbeitsplätze vorhanden sind muss man die vorhandene Arbeit auf die Menschen aufteilen.
    Dies bedeutet, dass man die Arbeitszeiten z.Bsp um 30% kürzt und dann 30% mehr Leute einstellt, um die gleiche Arbeit zu verrichten.
    Dadurch sinken die Löhne um 30%. Aber die Sozial-Abgaben würden sinken, da es ja dann keine Arbeitslosen mehr gibt.
  5. #5

    Und dann?

    Zitat von Progressor Beitrag anzeigen
    Frankreich muss den Mindestlohn von derzeit rund 9,50 Euro herabsetzen. Das ist alternativlos.

    Die darauf folgende Streikwelle, sowie die vorübergehende Konjunkturdämpfung durch die Herabsetzung der Binnennachfrage müsste mit staatlichen Maßnahmen (= Geld in die Hand nehmen) überbrückt werden.

    Keine schöne Sache für den Sozialisten Hollande. Wird er den Schröder machen?
    Wenn nun alle ihre Löhne senken, wer soll dann die hergestellten Produkte kaufen? Können Sie mir in kurzen Sätzen mal erklären, wie bei sinkender Lohnquote die Nachfrage gewährleistet werden soll? Gut wir machen jetzt alle den Schröder und machen uns möglichst billig für den Export. Aber die Frage bleibt: Wohin bitteschön exportieren? Wer hat dann noch genug Lohn, um einen Renault oder auch Golf etc. zu kaufen?

    Diese ganze Angebotsorientierte Ökonomie ist das Papier nicht wert, auf dem sie verbreitet wurde. Fakt ist: Die großen europäischen (auch amerikanischen) Unternehmen SCHWIMMEN im Geld. Die Top 10 in Europa sind so REICH WIE NIE.

    SIe können die Löhne solange senken wie sie wollen. Sie verstehen das Problem nicht im Ansatz und setzen am falschen Ende der Skala an. Dieser deutsche protestantische Lohnsenkungsfuror ist der Anfang vom Ende des Binnenmarkts. Vielleicht sogar der Anfang vom Ende sechzig Jahre sozialen Friedens.

    Man kann nur den Kopf schütteln über das Krisen-Ursachen-Anlass Verständnis des durchschnittlichen Deutschen. Brav Michel, du bringst auch noch GEld mit, damit Du "sozial-ist-was-Arbeit-schafft"-Arbeiten darfst, gelle?
  6. #6

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Frankreichs Arbeitslosenzahl nähert sich ihrem Allzeithoch: Mehr als drei Millionen Menschen haben keinen Job - für Präsident Hollande ein Desaster. Die Regierung kündigt eine "Generalmobilmachung für Beschäftigung" an, doch Besserung ist nicht in Sicht.

    Frankreich: Hollande kriegt Arbeitslosigkeit nicht in den Griff - SPIEGEL ONLINE
    Auch wenn es glücklicherweise anders gemeint ist (oder etwa nicht), ist die Mobilmachung und der anschließende Krieg schon immer ein Weg gewesen wie man die Arbeitslosigkeit beseitigt und der einzige wo man sich vor unangenehmen Reformen drücken kann.
    Es ist unwahrscheinlich, dass Hollande diese Kraft aufbringt das langfristig richtige für Frankreich zu tun, ist er doch angetreten mit dem Versprechen die von Sarkozy eingeleiteten Reformen zurückzunehmen.
  7. #7

    Außenhandelsdetizit ist Schuld

    Frankreich hat ein zu hohes Handelsdefizit besonders gegenüber Deutschland weil DE so aggressiv exportiert das muss auch sein um mit China konkurrieren zu können. Frankreich sollte ganz einfach die Mehrwertsteuer stark erhöhen dadurxh werden besonder Importwaren teurer und im Gegenzug die Lohnnebenkosten stark erhöhen davon profietiren Bäschaftigte und Arbeitgeber. zumal der Kündigungsschutz viel zu stark ist warum sollte ein Chef mehr eistellen wenn er nicht weiß wie lange Aufträge gut laufen er muss sie auch leicht wieder los werden können wenn er/sie muss
  8. #8

    Zitat von ss21 Beitrag anzeigen
    Wenn nicht genügend Arbeitsplätze vorhanden sind muss man die vorhandene Arbeit auf die Menschen aufteilen.
    Dies bedeutet, dass man die Arbeitszeiten z.Bsp um 30% kürzt und dann 30% mehr Leute einstellt, um die gleiche Arbeit zu verrichten.
    Dadurch sinken die Löhne um 30%. Aber die Sozial-Abgaben würden sinken, da es ja dann keine Arbeitslosen mehr gibt.
    Das setzt mehrere Dinge vorraus, dass genug entsprechend qualifizierte Arbeitslose für die frei werdenen Tätigkeiten vorhanden sind und das die Arbeitnehmer bereit sind und es sich finanziell leisten können mit 30% weniger Lohn auszukommen.

    Bei einer 38 Stunden Woche zum Mindestlohn müsste man knapp auf 1450 kommen, wenn ich mich jetzt nicht verrechnet habe, davon 30% weg ist ganz schön happig, insbesondere für Singles mit eigener Wohnung.
  9. #9

    Hollande?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Frankreichs Arbeitslosenzahl nähert sich ihrem Allzeithoch: Mehr als drei Millionen Menschen haben keinen Job - für Präsident Hollande ein Desaster. Die Regierung kündigt eine "Generalmobilmachung für Beschäftigung" an, doch Besserung ist nicht in Sicht.

    Frankreich: Hollande kriegt Arbeitslosigkeit nicht in den Griff - SPIEGEL ONLINE
    Auch wenn Frankreichs Arbeitslosenzahl schon hoch ist. Der gehört gefeuert.