Pflegeroboter: Hightec-Kameraden fürs Alter

Fraunhofer IPA/ Jens KilianSie heißen "Robo-K", "Jaco" oder "Big Robot": Haushaltsroboter sollen es Senioren und Behinderten erleichtern, ihren Alltag zu bewältigen und länger selbständig zu bleiben. Auf einer Robotermesse haben Hersteller ihre Hilfen der Zukunft vorgestellt - die jedoch meist unerschwinglich sind.

http://www.spiegel.de/gesundheit/dia...-a-890342.html
  1. #1

    optional

    "Aber wenn Roboter Routineaufgaben erledigen, bleibt für Pflegepersonal und soziale Betreuer mehr Zeit für Menschlichkeit."

    Wenn ich sowas schon wieder höre... also ob es bei den "Routineaufgaben" keine "Menschlichkeit" benötigt würde. Was sind überhaupt so "Routineaufgaben"? Irgendwie stellen sich viele offenbar die Arbeit von Pflegekräften so vor, dass die eigentlich ja nur "nett" zu den Leuten sein sollen und vor allem viel mit denen reden können müssen. Der Rest ist ja automatisierbar und erfordert auch keine besondere Intelligenz oder Ausbildung. In die gleiche Richtung gehen auch immer wieder diese realitätsfernen Vorschläge, man könnte doch einfach mehr Arbeitslose in der Pflege einsetzen oder sonstwie mehr "Personal" beschaffen. Als ob jeder irgendwie zur Pflege qualifiziert wäre...

    Scheint wohl so, dass in dem Bereich komischerweise sich nur Leute tummeln, die selbst noch nie in der Betreuung und Pflege gearbeitet haben.

    Abgesehen davon, das, was ich bisher an Robotern gesehen habe, stimmt mich nicht gerade optimistisch, dass man da in absehbarer Zeit was in den Haushalten von sehen wird (außer den Staubsaugerdingern, die sind ganz brauchbar). Alles noch zu ungelenk, zu langsam und zu fehleranfällig.
  2. #2

    Ich kann mir vorstellen,

    mit so einem Roborter auszukommen. Natürlich bedarf es weiterer Entwicklungsarbeit.
    Die Forschungseinrichtungen und die späteren Produzenten sollten aber bitte keinen Politiker zum Aufsichtrats-Vorsitzenden einsetzen.
  3. #3

    mit Alzheimer einen

    Roboter bedienen - das fällt mir nur dazu ein..... so als würde gerade alten Menschen die Technik vertraut sein - die älteren Menschen in meiner Umgebung sind schon mit einem Mobiltelefon schlichtweg überfordert - was für ein Blödsinn....
  4. #4

    Etwas weiter gedacht, wenn zukünftig...

    Zitat von paradigm Beitrag anzeigen
    ...also ob es bei den "Routineaufgaben" keine "Menschlichkeit" benötigt würde. Was sind überhaupt so "Routineaufgaben"? Irgendwie stellen sich viele offenbar die Arbeit von Pflegekräften so vor, dass die eigentlich ja nur "nett" zu den Leuten sein sollen und vor allem viel mit denen reden können müssen. Der Rest ist ja automatisierbar und erfordert auch keine besondere Intelligenz oder Ausbildung.
    ...auch im Krankenhausbereich mehr derartige Maschinen eingesetzt werden, begrüsse ich das sehr.

    Ich habe wegen zweier Krebserkrankungen Krankenhäuser längere Zeit kennengelernt und erleben müssen, dass ein grosser Teil des Pflegepersonals wegen Routinearbeiten, wie Medikamentenverteilung, Fieber- und Blutdruckmessungen etc. durch die vielen zu betreuenden Patienten - menschlich verständlich - genervt war, weil sie wegen der Routinearbeiten kaum Zeit hatten, sich um Patienten zu kümmern. Es wurde etwas besser, als Automaten für die Messaufgaben eingesetzt wurden. Man wurde verkabelt und nach ein oder zwei Minuten konnte das Pflegepersonal die Messergebnisse komplett ausdrucken. Während dieser Zeit hatten sie die Möglichkeit sich um die nicht-mechanischen Tätigkeiten zu kümmern.

    Ich befürworte diese Entwicklung sehr.
  5. #5

    Versuchskaninchen

    Zitat von steyrtal Beitrag anzeigen
    Roboter bedienen - das fällt mir nur dazu ein..... so als würde gerade alten Menschen die Technik vertraut sein - die älteren Menschen in meiner Umgebung sind schon mit einem Mobiltelefon schlichtweg überfordert - was für ein Blödsinn....
    Die heutigen alten Menschen sind nur die Versuchskaninchen.
    Diese Roboter werden später mal für UNS da sein und da gibt es das Problem nicht mehr.
    Ich freu mich drauf!
    Vor einem Roboter muss man sich nicht schämen, wenn es aus allen Körperöffnungen tropft oder wenn die Hände zittern oder einem die Worte nicht mehr einfallen.
    Für viele Alte ist es doch gerade das Problem, dass sie oft das Gefühl haben, anderen zur Last zu fallen. Das zerstört den Lebenswillen doch mehr als die eigentlichen Gebrechen, mit denen man sich ja abfinden kann.
  6. #6

    dieser roboter sind gut zum spielen und singen aber für die Pflege ein Witz. stellen sie sich vor wie ein dementer auf so was reagieren würde . ausserdem sehe ich hier ganz kritisch den Aspekt aus den Augen aus dem Sinn ich kann mir einfach nicht vorstellen wie ein Roboter den pat. beobachten will. und Zugang finden will. das ist und bleibt ne Spielerei in der stationären Pflege nicht zu gebrauchen ausser als Datenbank für die PK.
  7. #7

    Solche Roboter muss man nicht

    Die Dinger werden einmal eingestellt und laufen dann von selbst, mit Objekterkennung, Sprachsteuerung etc. und das wird immer besser. Zudem werden sie immer kleiner, mobiler bzw. agiler und günstiger, d.h. man wird sie in einigen Jahren auch für zu Hause bekommen und da liegt der ware Vorteil: Man bleibt länger selbständig!
  8. #8

    Preise werden sinken

    Zitat von happydwarf Beitrag anzeigen
    Diese Roboter werden später mal für UNS da sein und da gibt es das Problem nicht mehr.
    Ich freu mich drauf!
    Man muss die Preise z.B. mit einem PKW vergleichen, statt einer E-Klasse kauf ich mir dann einen Pflege-Roboter mit offener Programmierschnittstelle, vielleicht auch als Exoskelett. Ich freue mich auch schon drauf. Jetzt heiß es durchhalten bis die Dinger brauchbar sind!
  9. #9

    Schöne neue Welt

    Zitat von greentiger Beitrag anzeigen
    ...auch im Krankenhausbereich mehr derartige Maschinen eingesetzt werden, begrüsse ich das sehr....

    ....Während dieser Zeit hatten sie die Möglichkeit sich um die nicht-mechanischen Tätigkeiten zu kümmern.

    Ich befürworte diese Entwicklung sehr.
    ...hmmm...und Sie sind sicher, dass das Personal dann behalten wird, um sich um die "menschlichen Seiten" zu kümmern?
    Wo doch einfach der Robi ein Liedchen 'singen' (also abspielen) könnte, um uns aufzumuntern? Auf dem LED-Gesicht wird dann ein 'Lächeln' erscheinen (also das Bild von einem Lächeln).
    Vielleicht kommt es aber auch so, dass bestenfalls einmal in zwei Wochen der Krankenhausgeistliche fünf Minuten vorbeikommt und mit uns ein Gebet spricht.
    Ach, ich fand die Fotos auch so schön, so menschlich, die Senioren, wie sie da so ihren Blechkameraden anhimmeln...