Schalke-Trainer Keller: "Wahnsinn, wie ich beurteilt werde"

DPASchalkes Trainer Jens Keller fühlt sich von der Öffentlichkeit nicht genug respektiert. Viele hätten ihn bei seinem Amtsantritt nach rund 100 Tagen nicht die Chance gegeben, den Job in Ruhe anzugehen. Dennoch bereut Keller es nicht, ihn angenommen zu haben.

http://www.spiegel.de/sport/fussball...-a-890235.html
  1. #1

    Duschen ohne nass zu werden

    Keller ist das Haifischbecken Bundesliga aus eigener Anschauung ja nicht gänzlich unbekannt, auf Schalke kommt verschärfend ständiges Hyperventilieren von Fans und Medien hinzu.
    Keller hat in den Spielen, die er bislang als Trainer betreut hat, nun wirklich keine gute Figur abgeliefert, das erste Mainz-Spiel aussen vorgelassen.
    Auch wenn die Mannschaft etwas dezimiert ist, muß einfach nach 3 Monaten mehr rauskommen als diese unendliche Peinlichkeit des Nürnberg-Spieles. Entweder er weiß mit den vorhandenen Spielern etwas anzufangen, oder er weiß es nicht.
    Wechselpraxis und taktische Aufstellungen legen eher den Schluß nahe, daß er es nicht kann und eine Bundesliga im laufenden Betrieb ist weder eine Welpenschule noch eine je-ka-mi-Veranstaltung.
    Über Kritik zu jammern ist also ebenfalls eher unprofessionell wie auch seine gesamte Aussendarstellung.
    Er soll die letzten Spiele in Ruhe abwickeln und keine weiteren Baustellen aufmachen indem er eher unbeholfene Interviews gibt; Keller ist eine Interimslösung und das liegt nicht primär an der bösen Aussenwelt sondern eher an seinen Qualitäten als Bundesliga-Trainer.
    Hilfreich wäre ausserdem, wenn Tönnies nicht dauern zur Trainerfrage in jedes hingehaltene Mikrofon plappern würde.
  2. #2

    Geduld vs. Brechstange

    Ich finde es schon sehr bezeichnend, daß hier der Revier-Rivale als positives Beispiel herhalten muss.
    Aber da ist schon was dran, denn während man in Dortmund seit einigen Jahren konsequent, geduldig und nachhaltig arbeitet und damit 2 Meistertitel und einen Pokalsieg eingefahren hat, will man in Schalke nach wie vor alles mit der Brechstange. Und wenn was nicht klappt verfallen sofort alle in Schnappatmung und werfen mit Trainern um sich.

    Wenn Schalke auch mal Meister werden will, dann müsste sich dieses Verhalten ändern. Etwas mehr Geduld und Ruhe im Verein, dann wäre bei der Qualität der Schalker Mannschaft durchaus auch mal was zu holen. Aber so wie das bisher läuft wird das nie was.

    Naja, mir soll es recht sein...habe mit Schalke eh nix am Hut.
  3. #3

    netter Kerl...

    ... aber als BL-Trainer ist er einfach nicht gut genug. Wenn ich mich daran erinnere, wie er sich seinerzeit in Stuttgart während der Pressekonferenz über seinen Vorgänger Babbel lustig gemacht, so war dies unterstes Niveau!

    Seine jetzige Arbeit kann ich nicht beurteilen, aber beim VfB war das was er geleistet hat wahrlich kein Ruhmesblatt!
    Von daher war ich schon sehr überrascht, als Hotte Heldt ihn zum Cheftrainer befördert hat.
  4. #4

    wanneeickel

    Ihrem Kommentar kann ich mich nur zu 100% anschließen. Hier muss der S04 handeln, und zwar sofort, will der Club noch um die Plätze der CL ein Wörtchen mitreden. Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass einige Spieler Herrn Keller ständig missverstehen, oder warum liefern sie solche taktischen Leistungen ab, wie in Nürnberg? Selbst die simpelsten Dinge, wie newer Chance a winning Team, scheinen bei Herrn Keller noch nicht angekommen zu sein! Was seine Ausstrahlung betrifft, erinnert er mich an eine Packung Valium!
  5. #5

    Keller überschätzt sich

    Sorry Herr Keller, aber das ein solch unerfahrener Coach, zuvor Trainer der A Jugend und als Kurzzeitcoach des VfB Stuttgart grandios gescheitert, bei einem Championsleagueteilnehmer mit offenen Armen empfangen wird (und damit meine ich nicht nur die Fans und die Medien sondern auch und insbesondere die Spieler) haben sie doch nicht ernsthaft erwartet! Vielleicht probieren sie ihr Glück ertsmal bei einem Dritt- oder Viertligisten und wenn sie da erfolgreich sind evt. bei einem Zweitligisten, dann müssen sie auch nicht soviel über die bösen Medien/ Fans etc. weinen. Sich mit Klopp gleichzusetzen ist mehr als überheblich, das waren sie aber schon bei der Einführung als Trainer des VfB, wo sie ihren Vorgänger bei der ersten PK als unfähig bezeichnet haben.
    PS: Im Pokal ist er auch rausgeflogen, dazu knappe und glückliche Siege gegen H96, F95 und -zugegeben ein verdienter Sieg gegen den BVB - ich habe mich auch gewundert das sie plötzlich gefeiert werden, allerdings auch nur in der BLÖD
    PS 2: Ich freue mich natürlich das Keller der Trainer auf Schalke geworden ist, denn das der Club dann abstürzt war eigentlich jedem (ausser HH) klar.
  6. #6

    Solange ich mich ...

    ... erinnern kann, regiert das Chaos auf Schalke. Aus der Ferne betrachtet, glaube ich allerdings nicht, daß es die Fans - oder das Umfeld - sind, die seit Jahrzehnten den Unterschied zwischen der systematischen, seriösen und erfolgreichen Arbeit in Dortmund, und dem Theater in Gelsenkirchen ausmachen ... Der Fisch stinkt m.E. klar vom Kopf her.
    Im Vergleich zur Dortmunder Führungsriege wirken Leute wie Tönnies und auch Horst Heldt doch wie Amateure. Allerdings passen sie in die Ahnenreihe von Siebert über Eichberg bis Assauer ... forsches Auftreten war da schon immer DIE Kernkompetenz .
    Den Schalkern mangelt es doch nicht an fußballerischer Qualität oder talentiertem Nachwuchs : Solange die Führungsebene nicht in der Lage ist dauerhaft rational zu handeln, werden sie weiter die besten Trainer verschleißen... ohne etwas Zählbares zu erreichen!!
  7. #7

    Kollektive Ratlosigkeit

    Der Krise bei Schalke war wohl jeder gegenüber ratlos. Warum daran einen High-Flyer scheitern lassen? Keller hatte nur eine Chance, weil niemand mit überzeugendem Rezept auf der Matte stand. Jetzt, auf halbem Weg zur Normalisierung, muss er wieder ins Glied zurück, da er keine aussergewöhnlichen Resultate ablieferte.
  8. #8

    Zitat von anton.007 Beitrag anzeigen
    ... aber als BL-Trainer ist er einfach nicht gut genug. Wenn ich mich daran erinnere, wie er sich seinerzeit in Stuttgart während der Pressekonferenz über seinen Vorgänger Babbel lustig gemacht, so war dies unterstes Niveau!
    Sein Vorgänger war Christian Gross.
  9. #9

    Zitat von anton.007 Beitrag anzeigen
    ... aber als BL-Trainer ist er einfach nicht gut genug. Wenn ich mich daran erinnere, wie er sich seinerzeit in Stuttgart während der Pressekonferenz über seinen Vorgänger Babbel lustig gemacht, so war dies unterstes Niveau!

    Seine jetzige Arbeit kann ich nicht beurteilen, aber beim VfB war das was er geleistet hat wahrlich kein Ruhmesblatt!
    Von daher war ich schon sehr überrascht, als Hotte Heldt ihn zum Cheftrainer befördert hat.
    An seinen indiskutablen Auftritt zu Beginn seiner Stuttgarter Zeit erinnere ich mich auch. Jedesmal wenn ich Keller sehe, fällt mir dieses miese Verhalten von damals ein.
    Deshalb kann ich Ihren Eindruck, er sei "ein netter Kerl" nicht teilen. Oder war da ein Schuss Ironie dabei?