Obama-Treffen mit Netanjahu: Gespielte Charmeoffensive

DPAGute Freunde waren die beiden noch nie. Aber bei ihrem Treffen in Jerusalem fühlen sich US-Präsident Obama und Israels Regierungschef Netanjahu zu Freundlichkeiten gezwungen. Das hat mit dem Interessen der beiden Länder im Atomkonflikt mit Iran zu tun.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-890076.html
  1. #1

    Netanjahu will wissen,

    wann die Diplomatie in Sachen Iran als gescheitert bezeichnet wird, wann die rote Linie als ueberschritten gelten soll.

    Er will es wissen, weil er daran arbeiten will.Wenn es nachihm ginge, dann waere die rote Linie schon gestern als ueberschritten eingestuft worden.
  2. #2

    Obama-Treffen mit Netanjahu: Gespielte Charmeoffensive

    Meine Frage: Wie steht es mit dem Pulverfass NAH OST im Zusammenhang mit Israel? Israel nimmt rücksichtslos weiter was ihm zusagt, aber nicht gehört. Völkerrecht hin oder her. Und Netanjahu wird sich vermutlich auch weiterhin nicht scheuen vom Westjordanland zu annektieren was ihm und seinen Regierungstreuen nötig erscheint. Hier hält sich Obama willentlich verbal heraus, doch Israel kann sich auf seine Wohlgesonnenheit dennoch verlassen. Das wäre also die neue „kluge“ Politik und keine „dumme?“ obwohl es ein Völkerrechtsbruch ist. Welche Folgen das weiterhin haben wird sollte überlegt werden. Was immer man überreizt kann allemal ins Auge gehen. Ich hoffe dennoch, dass Obama sich bewusst ist, was man einem Freund schuldet, nämlich in erster Linie ihn vor Unrecht tun zu warnen. Ihm also zu helfen dies nicht zu tun. Eine bessere Unterstützung gibt es nicht.
  3. #3

    Heute habe ich Mitleid mit Obama

    Muss er doch mit dem Zerstörer des Nahostfriedensprozesses gute Miene zum bösen Spiel machen. Obama weiß, was jeder andere politisch Informierte auch weiss: Seit der Ermordung Rabins ist die ganze Energie Netanjahus in der Paläsinenserpolitik darauf ausgerichtet, eine Friedenslösung zu torpedieren. Eine dritte Intifada ist nicht mehr weit, wenn nicht bald ernsthafte Schritte zu einer Verhandlungslösung kommen. Aber mit Benett in der Regierung ist das schlimmste zu befürchten, der strebt eine Apartheidlösung nach südafrikanischem Vorbild an.
  4. #4

    Jetzt hilft nur noch Seriosität

    Aber auch daran wird Franz scheitern. Die moderne Welt und damit auch dir RKK lässt sich nicht mehr religiös vereinnahmen. Wir alle wissen, dass die Antwort auf den Sinn des Lebens '42' lautet.
  5. #5

    Zitat von bertholdalfredrosswag Beitrag anzeigen
    Ich hoffe dennoch, dass Obama sich bewusst ist, was man einem Freund schuldet, nämlich in erster Linie ihn vor Unrecht tun zu warnen. Ihm also zu helfen dies nicht zu tun. Eine bessere Unterstützung gibt es nicht.
    Die USA und Israel sind keine wirklichen Freunde. Die USA glaubt, dass sie einen Schwächeren beschützt, der Schutz braucht und verdient hat - und merkt nicht, dass sie dabei nur ausgenutzt und -genommen wird.

    Und Israel lässt sich von Niemandem etwas sagen. Weder von einer wachsenden Mehrheit seiner Bevölkerung, noch von Supermächten, die einem regelmäßig helfen und politisch den Rücken decken. Jede Veränderung in dem Land, kann nur vom israelischen Volk selbst kommen.
  6. #6

    Auf die Dauer hilft nur Power

    So riefen die 1968er. Versteht jemand, warum im Fall Ahmadinejad und seiner Atombombenmullahs Power nicht helfen soll? Es geht nicht um Allah und nicht um Mohammed, auch nicht um den Koran oder einen heiligen schwarzen Meteor-Stein in Mekka. Es geht nur um Macht. Und da soll Power nicht das einzig erfolgreiche Mittel sein? Die Power fehlt aber, weil das Geld fehlt. Die Bush-Familie hat das Geld der USA im Interesse der Ölkonzerne im Irak verballert, und die Tour Afghanistan läuft auch immer noch! Verdammt, Du armer Obama - du Friedensnobelpreisträger des leeren Geldbeutels.
  7. #7

    Warum kriecht die USA immer vor Israel?

    Zitat von bertholdalfredrosswag Beitrag anzeigen
    Meine Frage: Wie steht es mit dem Pulverfass NAH OST im Zusammenhang mit Israel? Israel nimmt rücksichtslos weiter was ihm zusagt, aber nicht gehört. Völkerrecht hin oder her. Und Netanjahu wird sich vermutlich auch weiterhin nicht scheuen vom Westjordanland zu annektieren was ihm und seinen Regierungstreuen nötig erscheint. Hier hält sich Obama willentlich verbal heraus, doch Israel kann sich auf seine Wohlgesonnenheit dennoch verlassen. Das wäre also die neue „kluge“ Politik und keine „dumme?“ obwohl es ein Völkerrechtsbruch ist. Welche Folgen das weiterhin haben wird sollte überlegt werden. Was immer man überreizt kann allemal ins Auge gehen. Ich hoffe dennoch, dass Obama sich bewusst ist, was man einem Freund schuldet, nämlich in erster Linie ihn vor Unrecht tun zu warnen. Ihm also zu helfen dies nicht zu tun. Eine bessere Unterstützung gibt es nicht.
    Jede Frechheit des Staates Israel wird toleriert.
    Warum kann dieser Staat nicht ernsthaft vor ein UN - Tribunal gestellt werden? Jedes Verbrechen und jeder Angriff auf das Vökerrecht wird stillschweigend toleriert.
    Bisher ist jede Verurteilung Israels vor der UNO durch ein Veto der USA blockiert worden.
    Warum?
  8. #8

    Bibi feiert die Regierungsbildung ...

    ... ein Top- Entertainer muss her ...
  9. #9

    Zitat von ein-berliner Beitrag anzeigen
    Bisher ist jede Verurteilung Israels vor der UNO durch ein Veto der USA blockiert worden.
    Warum?
    Man könnte auf die Stärke und Einfluss der jüdischen Lobby in den USA hinweisen, aber dann muss man sich wohl wieder als antisemitischer Verschwörungstheoretiker bezeichnen lassen.

    Ansonsten sehe ich nicht viele Möglichkeiten. Die USA haben überall im Nahen Osten Militärpräsenzen, daran wird es also wohl nicht liegen. Ich denke, es ist zu einem guten Teil ein verklärter Beschützerinstinkt - so wie es in Deutschland ein diffuses Schuldgefühl ist - das die diplomatischen Gespräche dominiert. Beides wird allerdings nur von Teilen der Bevölkerung geteilt. Wirklich gelebt wird es nur in den politischen Kreisen.