Neues Depeche-Mode-Album: Der Phantomschmerz

Anton CorbijnEs geht los mit brummenden Beats - und dann noch besser weiter. Erstaunlich viel Ideen haben Depeche Mode auf ihrem neuen Album "Delta Machine". Dave Gahan gibt freudig den Seelenstreichler und Sexgierigen, Martin Gore pflegt sein inneres Kind. Etwas aber fehlt: die großen Melodien früherer Songs.

http://www.spiegel.de/kultur/musik/d...-a-889693.html
  1. #1

    Mein erster Gedanke

    Depeche Mode? Die gibt's immer noch?
    Ich glaube, bewusst etwas gehört habe ich von denen das letzte Mal um 1989 herum.
  2. #2

    Alan Wilder

    ... fehlt Ihnen einfach. Da kommt man leider nicht dran vorbei. Auf dem Remixes 2 hat er In Chains neu vertont. Nicht nur mir waren die Parallelen zu Songs of Faith and Devotion oder Violator oder Music for Masses aufgefallen, das heißt: es war der ersehnte (fette, übersprudelnde, melodische (!)) Depeche Mode Sound. Solange Sie Ihre Streitigkeiten (jaja er war auf einem Konzert und saß am Klavier für einen Song) nicht beilegen, werden wir nicht mehr in die Verzückung eines Depeche Mode Albums kommen, das uns von der ersten bis zur letzten Sekunde vom Hocker haut.
    Wird hoffentlich ein gutes Album, aber nicht mit den Erwartungen erstehen wie eines der vorher genannten Alben.
  3. #3

    Alan Wilder

    ... fehlt Ihnen einfach. Da kommt man leider nicht dran vorbei. Auf dem Remixes 2 hat er In Chains neu vertont. Nicht nur mir waren die Parallelen zu Songs of Faith and Devotion oder Violator oder Music for Masses aufgefallen, das heißt: es war der ersehnte (fette, übersprudelnde, melodische (!)) Depeche Mode Sound. Solange Sie Ihre Streitigkeiten (jaja er war auf einem Konzert und saß am Klavier für einen Song) nicht beilegen, werden wir nicht mehr in die Verzückung eines Depeche Mode Albums kommen, das uns von der ersten bis zur letzten Sekunde vom Hocker haut.
    Wird hoffentlich ein gutes Album, aber nicht mit den Erwartungen erstehen wie eines der vorher genannten Alben.
  4. #4

    R.i.p.

    Depeche Mode - Längst Verstorbene kriechen behäbig als Untote dem Leben hinterher und scheitern kläglich.
  5. #5

    Autor ohne Hintergrundwissen

    Lieber Herr Bayer, dieser Artikel ist eine Zumutung.
    Na klar wissen Fans immer alles besser, deswegen will ich auch nicht den Lehrmeister raushängen lassen, sondern Ihnen etwas Motivation zur Recherche geben.
    Wie war das gleich noch mit Mute? Depeche Mode sind immer noch bei MUTE. Wie das geht? Bitte recherchieren!!!
    Sie vermissen die großen Melodien. Darf sich eine band weiterentwickeln? Gab es die Alben "Ultra" "Exciter", "Playing the Angel", "Sound of the Universe" nicht, damit sie sich schon dran gewöhnen konnten?
    Wieso fragile bandinterne Statik? Da haben Sie bestimmt mal was vor 10 Jahren gelesen, also muss das bestimmt immer noch so sein.
    Haben Sie sich eigentlich die zweite Hälfte des Albums angehört? Kein Wort zu den m.E. stärksten Songs seit 15 Jahren: "Should be higher" (hallo, ist das keine Melodie?), "Soothe my soul", "Soft touch Raw nerve" oder auch das wirklich schöne "Goodbye" zum Abschluss.
    Eigentlich sollten Musikredakteure wissen, dass man bei Depeche Mode sensibel sein muss, da es Millionen gibt, die besseres Faktenwissen haben. Die nennen sich Hardcore-Fans. Im Zweifel vorher mal jemanden vorlegen, der davon Ahnung hat.
  6. #6

    Erstes Reinhören überrascht

    Und ich bin (nach der schläfrigen ersten Single Heaven) wirklich positiv überrascht. Mein favorite ist u.a. Should be higher. klasse Melodie und Sounds! Jedoch versucht Dave auch hier wieder, seine Stimme wie schon bei Heaven in ungeahnte Höhen zu treiben, dabei ist er eigentlich der perfekte Bariton!! Das zieht sich wohl durch einige Songs...Dave, was soll das bloß live werden, deine Stimme hat schon bei den letzten Touren arg gelitten?! Ich habe, wie schon der Schreiberling dieses Artikels, den Eindruck, dass die Band soundtechnisch einiges zu bieten hat. Gesangstechnisch ist Martin für mich inzwischen klar besser, aber am Charisma von Dave kommt er nicht vorbei, das werden die weiblichen Fans wohl definitiv auch so sehen. Was den großen Wurf betrifft, so bin ich als langjähriger DM-Fan nicht böse drum, wenn Sie keinen neuen Hit landen können, denn DM ist meiner Ansicht nach keine Radio-0815-Charts-Band, auch wenn sie Millionen Fans haben. Dazu sind die Soundstrukturen einfach zu "kompliziert" für den einfachen Radiohörer. Ich werde mir das Album in jedem Fall zulegen!
  7. #7

    Zitat von artusdanielhoerfeld Beitrag anzeigen
    Depeche Mode - Längst Verstorbene kriechen behäbig als Untote dem Leben hinterher und scheitern kläglich.
    Scheitern kläglich -trotz der vollen Stadien? So würde ich auch gerne "scheitern" ... ;-)
  8. #8

    kultur

    wer mehr als dreissig Jahre mit einem uniquen Sound mehr Nummer eins Hit hat als die Beatles kann ja nicht so viel falsch gemacht haben. Dass DM letzte Woche vor 500 leuten bei David letterman ein 40 minuetiges hammerkonzert gegeben haben, ist dem Autor wohl auch nicht aufgefallen, einfachst zu finden unter youtube. Fuer mich bleiben Sie immer fuer eine sehr spirituelle, ueberraschende Musik die absoluten Meister, abgesehen von der unerreichten live performance. Ich freu mich.
  9. #9

    Alan Wilder fehlt nicht

    Der Remix zu In Chains von Alan Wilder war absolut schlecht und rückwärtsgewandt. Das klang wie ein zweites Walking in my shoes. DM wollen schon lange nicht mehr klingen wie in den 80igern oder zum Beginn der 90iger. Und genau das macht sie für mich noch immer relevant. Warum werden Alben einer Band eigentlich immer daran gemessen, ob sie an frühere Werke heranreichen? DM sind nicht stehengeblieben sondern wollen genau den Sound, den sie heute haben und diese ewigen Rufe nach Alan Wilder sind nur noch nervend. Die Band ist inzwischen länger zu dritt als sie es zu viert mit Alan Wilder waren - warum manche immer noch meinen mit ihm wäre alles besser ist mir ein Rätsel.