Ingenieur in Brasilien: Tanze Samba mit mir

In Deutschland drohte die Arbeitslosigkeit, in Brasilien lockte ein neues Leben: Matthias Bergmann fiel das Auswandern trotzdem schwer. Zunächst. Nun tanzt er Samba in den Favelas, ist mit einer Brasilianerin verheiratet hat und will gar nicht mehr weg. Trotz der Gewalt.

http://www.spiegel.de/karriere/ausla...-a-888447.html
  1. #1

    yoooh

    2 meiner Bekannten haben inzwischen ihre Erfarungen gemacht und arbeiten inzwischen wieder in Deutschland. Nur so viel, man kann nicht unbedingt sagen was für einem besser ist. Und die Brasilianer sind sehr freundlich, doch auch hier will man keine Mitbewerber haben, genauso wenig wie in Deutschland.
    Bin gerade in Brasilien, aber wegen Urlaub, Sonne, Strand, Bier, Frauen etc.
  2. #2

    Gastlanderfahrungen

    Die von V. Toepper dargestellte Situation habe ich oft gesehen. Die negative Seite ist die der von Ueberheblichkeit fund Besserwissen markierten Dauermeckerer. Wenn auch noch einige Manager von deutschen multinationalen Unternehmen sich wie Kolonialrabauken benehmen fund von der Belegschaft Spitznamen wie Hitler erhalten und gehasst warden, dann schadet es dem ansonsten hervorragendem Image Deutschlands in Brasilien. Es muss allerdings auch gesagt werden, dass das Land der "ewigen Hoffnung" seit Eintreten ihres Aufschwungs auf eine uebertriebene geringschaetzige Art auf ihre Nachbarn schaut.
  3. #3

    Zitat von raber Beitrag anzeigen
    Es muss allerdings auch gesagt werden, dass das Land der "ewigen Hoffnung" seit Eintreten ihres Aufschwungs auf eine uebertriebene geringschaetzige Art auf ihre Nachbarn schaut.
    Naja, halt die Retourkutsche. Vor allen die südlichen Nachbarn, voran Argentinien haben halt auf Jahrzehnte davor den Überheblichen raushängen lassen.
    Geändert von ( um Uhr)
    Mit schönen Grüssen aus Hamburg/Barmbek
    falls diese Nachricht ins Forum gelangt
  4. #4

    Leben in Brasilien

    Der Beitrag ist interessant und das Engagement des Autors für dieses soziale Projekt nötigt mir Respekt ab. Was die sog. Winter in Brasilien betrifft, kann ich ihm nur zustimmen. Mit heimlicher Freude sehe ich das winterliche Chaos in D im Fernsehen und freue mich, daß mir dies dauerhaft erspart bleibt.
    Allerdings gibt es riesige Unterschiede zwischen dem Leben in einer brasilianischen Großstadt und dem gemütlichen, auch noch weitgehend sicheren und so ganz anderem Leben auf dem Lande.
    Das Leben auf einer Farm mit vielen Tieren umringt von Natur verläuft so ganz anders. Aus einem Stadtmenschen ist innerhalb weniger Jahre ein Mensch geworden, der das Landleben liebt und nicht mehr missen möchte.
  5. #5

    Rio und andere Drogen

    Rio de Janeiro ist halt für Deutsche representativ für Brasilien. Genau so wie viele meinen in Brasilien spricht man spanisch.
    Viele Brasilianer schämen sich für diese Stadt und machen einen grossen Bogen drum herum.
  6. #6

    Das sagt alles

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In Deutschland drohte die Arbeitslosigkeit, in Brasilien lockte ein neues Leben: <i>Matthias Bergmann</i> fiel das Auswandern trotzdem schwer. Zunächst. Nun tanzt er Samba in den Favelas, ist mit einer Brasilianerin verheiratet hat und will gar nicht mehr weg. Trotz der Gewalt.

    Auswandern nach Brasilien: Ingenieur arbeitet in Belo Horizonte - SPIEGEL ONLINE
    Wieder einmal wird ein Beispiel, dass der Fachkräftemangel in Deutschland nur eine dreiste Lüge von Lobbyisten ist, um die Gehälter auch von Ingenieuren noch weiter zu drücken und um die Leihbuden namens Ingenieurdienstleister mit billigem Menschenmaterial zu füttern.
    Warum leben eigentlich so viele Ingenieure im Ausland? Ich selbst arbeite auch seit drei Jahren in einem EU-freien Paradies mit harter Währung, und ich habe so viele Deutsche Ingenieurkollegen, dass ich mich auf der Arbeit schon nicht einmal mehr als Ausländer fühle.
    Deutschland kann mir jedenfalls zum Arbeiten auf absehbare Zeit gestohlen bleiben.
  7. #7

    Zitat von bicyclerepairmen Beitrag anzeigen
    Naja, halt die Retourkutsche. Vor allen die südlichen Nachbarn, voran Argentinien haben halt auf Jahrzehnte davor den Überheblichen raushängen lassen.
    Die Argentinier haben bei den Brasilianern dafür sogar einen Spitznamen: Damedos (Gib mir zwei). Naja, das stammt noch aus zeiten als der Peso an den Dollar gekoppelt war.
  8. #8

    ...

    Zitat von Diskutierender Beitrag anzeigen
    Wieder einmal wird ein Beispiel, dass der Fachkräftemangel in Deutschland nur eine dreiste Lüge von Lobbyisten ist, um die Gehälter auch von Ingenieuren noch weiter zu drücken und um die Leihbuden namens Ingenieurdienstleister mit billigem Menschenmaterial zu füttern.
    Warum leben eigentlich so viele Ingenieure im Ausland? Ich selbst arbeite auch seit drei Jahren in einem EU-freien Paradies mit harter Währung, und ich habe so viele Deutsche Ingenieurkollegen, dass ich mich auf der Arbeit schon nicht einmal mehr als Ausländer fühle.
    Deutschland kann mir jedenfalls zum Arbeiten auf absehbare Zeit gestohlen bleiben.
    man sollte aber auch nicht immer alles projezieren.
    Für mich zum Beispiel ist es genau andersherum... meiner Meinung nach sind die Arbeitsbedingungen in Deutschland traumhaft. Von der vielbeschworenen Ausbeuterei habe ich noch nichts miterleben dürfen (und ich kenne sowohl ganz simple Arbeiter, als auch Ingenieure über das ganze Bundesgebiet verteilt)
    Was ich dagegen viel belastender finde, ist der beständige Unmut bei so vielen Kollegen. Alle Veränderungen sind zunächst einmal schlecht (aus Prinzip), irgendwie wollen alle nur noch Häuptling sei, niemand Indiander, man fühlt sich chronisch unterbezahlt, ist aber auch nicht gewillt, Verantwortung zu übernehmen und neues zu machen... kann aber immer sofort mit dem Finger auf jemanden zeigen, der ja viel zu viel bekommt.

    Arbeiten in Deutschland - ja, sehr gerne.... wenn nur die Deutschen nicht währen.
  9. #9

    Zitat von MartinS. Beitrag anzeigen
    man sollte aber auch nicht immer alles projezieren.
    Für mich zum Beispiel ist es genau andersherum... meiner Meinung nach sind die Arbeitsbedingungen in Deutschland traumhaft. Von der vielbeschworenen Ausbeuterei habe ich noch nichts miterleben dürfen (und ich kenne sowohl ganz simple Arbeiter, als auch Ingenieure über das ganze Bundesgebiet verteilt)
    Was ich dagegen viel belastender finde, ist der beständige Unmut bei so vielen Kollegen. Alle Veränderungen sind zunächst einmal schlecht (aus Prinzip), irgendwie wollen alle nur noch Häuptling sei, niemand Indiander, man fühlt sich chronisch unterbezahlt, ist aber auch nicht gewillt, Verantwortung zu übernehmen und neues zu machen... kann aber immer sofort mit dem Finger auf jemanden zeigen, der ja viel zu viel bekommt.

    Arbeiten in Deutschland - ja, sehr gerne.... wenn nur die Deutschen nicht währen.
    sind wir zufällig kollegen? das kenn ich irgendwoher... sie haben noch vergessen, dass das auch die gleichen leute sind, die am monatsende mitm taschenrechner über ihr zeitkonto gehen, damit sie auch ja ne punktlandung machen und keine minute dem bösen arbeitgeber schenken :-) und wenn ich unsere häuptlinge sehe, bin ich froh, dass die keine indianer sind. dann würd ich nämlich versuchen cowboys zu finden...