Bewährungshelfer: "Man kann nicht jeden retten"

DPAFür verurteilte Straffällige sind sie Kumpel und Kontrolleur gleichzeitig: Bewährungshelfer werden dringend gesucht, vor allem ältere Berufseinsteiger haben gute Chancen. Sie müssen zuhören können, im Alltag helfen - und trotzdem Distanz halten.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...-a-888995.html
  1. #1

    schade...

    schade dass in Deutschland der Erzieherberuf so wenig wert ist.Man man man was bin ich durch Institutionen gerauscht, habe eine gute Berufsschule absolviert und habe mich sonst auch vorbildlich verhalten.Und wieder ein Job, für den ich ein Studium brauche...ich google mir dann mal ne Uni.Sch***e.
  2. #2

    na na na

    Erstmal wird miemand zu einer Bewährungsstrafe verurteilt, sondern die Strafe wird zur Bewährung ausgesetz, bzw die Entscheidung über die Verhängung einer solchen. Der Beruf ist sehr stressig und es werden auch überwiegend junge Sozialarbeiter eingestellt und nicht alte. Die Struktur in den einzelnen Bundesländern ist unterschiedlich. In manchen Bundesländern wird noch verbeamtet, i d R. aber zunehmend nicht mehr. Ein Bewährungshelfer bringt auch niemanden in den Knast, er schreibt einen Bericht an den zuständigen Richter. wenn der Proband gegen Auflagen und Weisungen beharrlich verstößt gibts eine Anhörung und dann eine Entscheidung, bei der keine Rechtsmittel außer der Haftbeschwerde zulässig sind. Die Sozialen Dienste sind m.E. veraltet und streng hierarchich aufgebaut. Oben steht der Landgerichtspräsident, danach Fachgruppenleiter und letztlich der BWH. Meiner Meinung nach könnten das auch die örtlichen kommunalen Träger übernehmen. Guten Abend.
  3. #3

    schlecht recherchiert

    Dieser Artikel ist so unglaublich fehlerhaft, dass man gar nicht weiß, wo man anfangen soll. Es fängt mit der Behauptung an, dass ins Gefängnis muss, wer in der Bewährungszeit wieder straffällig wird. Humbug! Kumpelhafte Nähe: Gerade das geht gar nicht - deshalb die fundierte Ausbildung. Mit Master überqualifiziert: Das Gehaltsgefüge ist in den meisten Ländern mit dem Lehrern (Haupt- und Realschule) zu vergleichen. A9 bis A13 mit Leitungsfunktion. Kein Wort von den zusätzlichen Führungsaufsichtsprobanden die nicht selten eine negative Gefährlichkeitsprognose mitbringen und nur deshalb nicht mehr einsitzen, weil ihre lange Haftstrafe vollständig abgesessen wurde oder sie aufgrund der Entscheidung des EuGH trotz hoher Gefährlichkeit aus der Sicherungsverwahrung entlassen werden mussten. Nicht selten mit einer Elektronischen Aufenthaltsüberwachung (Fußfessel) versehen, die der Bewährungshelfer auch noch zu überwachen hat. In fast jedem Satz Fehler und Nachlässigkeiten. So etwas im Spiegel...
  4. #4

    retten ??

    sie sollen die Leute nicht retten - das tun Sanitäter, Ärzte und Pfarrer. Man muss ihnen im täglichen Kleinkampf beistehen ( Behörden Ärzte Arbeitgeber usw.) das sind nicht die Freunde und Kumpels des Bewährungshelfers - ohne Distanz funktioniert der Job nicht.
  5. #5

    Hilfe am Menschen nötig -

    Zur Ausübung dieses lobenswerten Berufes ist m.E. weder Studium noch Beamtentum nötig. Vielmehr Hilfsbereitschaft, Einsatzwillen und Hartnäckigkeit. Nur damit kann man erfolgreich werden. Habe im Bekanntenkreis erlebt, wie der Beamtenstatus bei dieser "freiberuflichen" Tätigkeit zum Abbau der zunächsst vorhandenen guten Berufseinstellung führte und er zur "Nebensache" wurde.
  6. #6

    stimmt nicht ganz...

    [QUOTE=spon_1804815;12272972] (...) eine Entscheidung, bei der keine Rechtsmittel außer der Haftbeschwerde zulässig sind. QUOTE]

    Gegen den Widerruf der Strafaussetzung zur Bewährung gem. § 56f StGB i.V.m. § 453 StPO ist (nur) die sofortige Beschwerde zulässig (§ 453 Abs. 2 S. 3 StPO).
    Die Haftbeschwerde dient (neben dem Antrag auf Haftprüfung) demgegenüber der gerichtlichen Überprüfung eines Untersuchungshaftbefehls.
  7. #7

    Hoheitliche Aufgaben

    Bewährungshelfer nehmen hoheitliche Aufgaben wahr und müssen in ihren Stellungnahmen vor Gericht und in ihren eigenen Entscheidungen unabhängig und nur dem Gesetz unterworfen sein. Deshalb sind sie in der Regel zurecht verbeamtet. Der Generalvorwurf gegen Beamte zeugt von Unwissenheit.