Leben mit lesbischen Eltern: Das doppelte Muttchen

Vanessa KlüberTobias, 20, und Annika, 17, leben mit zwei Müttern seit sie klein sind - in einer Gemeinde in Bayern. Was ihnen als Jugendliche zusetzte, waren Vorurteile gegen Homosexuelle und die dummen Sprüche in der Schule. Aber sonst? Besuch bei einer Regenbogenfamilie.

Kindheit mit lesbischen Eltern: Aufgewachsen mit zwei Müttern - SPIEGEL ONLINE
  1. #1

    schöner Artikel

    Wenn doch alle Leser lernten, FAMILIEN zu akzeptieren und besser zu finden als die meist nicht Familie genannte Kombination von allein erziehender Mutter Kind!
    Hinweis: "Doch seit sie klein sind" ist sprachlich falsch, sie sind ja nicht mehr klein. Dies ist ein weiterer Amerikanismus.
  2. #2

    Wie bezeichnend, dass das größte Argument der Gegner von homsexuellen Eltern der <<Hass>> der anderen ist - wie hier auch gesehen. Eigentlich ist alles normal, nur die "normalen" machen ihnen das Leben schwer - schade.


    Aber eines fand ich doch interessant in dem Artikel: Es wurde betont, dass den lesbischen Eltern männliche Vorbilder wichtig gewesen seien.
    Aber dennoch tauchte im Familienbild der Kinder in der Schule der Vater nicht auf ... ....
  3. #3

    Diakonin, natürlich

    Ich möchte hier gar nicht das Thema "Homosexuelle Partnerschaft und Kinder" thematisieren - aber mir fällt wieder einmal auf, dass es eine ganze Reihe homosexueller Menschen gibt, die in (meist evangelischen) Kirchen nach Ämtern streben bzw. welche bekleiden.

    Ich verstehe das einfach nicht. Die Bibel stellt sich klar gegen Homosexualität - nicht gegen die Menschen, aber gegen die Lebensweise. Warum also versuchen Homosexuelle häufig, sich genau dort einzubringen (und natürlich auch die Message der Kirche zu verändern), wo sie inhaltlich einfach nicht hinpassen?
  4. #4

    Tja ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Tobias, 20, und Annika, 17, leben mit zwei Müttern seit sie klein sind - in einer Gemeinde in Bayern. Was ihnen als Jugendliche zusetzte, waren Vorurteile gegen Homosexuelle und die dummen Sprüche in der Schule. Aber sonst? Besuch bei einer Regenbogenfamilie.

    Kindheit mit lesbischen Eltern: Aufgewachsen mit zwei Müttern - SPIEGEL ONLINE
    ... der kleine Tobias ist ja erst 20, da wird er in 10-15 Jahren schon noch merken, was ihm gefehlt hat. Ich bin keineswegs gegen Homosexuelle, ich habe selbst ettliche homosexuelle Freunde und Bekannte. Gerne dürfen Sie heiraten und sollten auch in allen anderen Belangen gleich gestellt werden. Aber Kinder großzuziehen ist eine FRECHHEIT! Ein Kind braucht definitiv beide Charaktere, Mann und Frau, um sich psychisch gefestigt entwickeln zu können! Das sieht man an jedem Scheidungskind ... klingt blöd, aber ich diskutiere genau dieses Thema seit einem halben Jahr mit Psychologen, da ich selbst so ein Fall bin. Ich bin nun 38 und werde manch psychische "Fehlentwicklung" und "Schwäche" nie mehr normalisieren können. Ich kann gut damit Leben, das Problem liegt viel mehr darin, dass man selbst kein normales Bild einer Beziehung mehr entwickeln kann, oder nur sehr schwierig ...
  5. #5

    Lebensbejahend und froh ist anders

    Das sich Kinder, wie in diesem Beispiel gezeigt, an traditionellen Familien orientieren sagt doch alles. Da braucht es keine weiteren Worte. Schwarz angezogen, Theologie bzw. Psychologie zu studieren und keine kollektiven Bindungen knüpfen zu können den Rest. Ist das wirklich zum Kindswohl?
  6. #6

    Zitat von casparman Beitrag anzeigen
    Ein Kind braucht definitiv beide Charaktere, Mann und Frau, um sich psychisch gefestigt entwickeln zu können! Das sieht man an jedem Scheidungskind ... klingt blöd, aber ich diskutiere genau dieses Thema seit einem halben Jahr mit Psychologen, da ich selbst so ein Fall bin. Ich bin nun 38 und .. ich kann gut damit Leben, das Problem liegt viel mehr darin, dass man selbst kein normales Bild einer Beziehung mehr entwickeln kann, oder nur sehr schwierig ...
    Sie sollten ihre persönlichen Probleme nicht verallgemeinern. Ich bin auch Scheidungskind und wurde seit dem 5. Lebensjahr allein erziehend erzogen. Heute bin ich 34 und seit 7 Jahren glücklich verheiratet.
    Für die eigenen Probleme und Erfolge tragen nie die Eltern die Verantwortung, sondern immer nur man selbst.
    Insofern halte ich die Rolle von Eltern auch für stark überbewertet. Spätestens ab 12 Jahren entwickelt man sowieso seine eigene Persönlichkeit und wenn man sich überhaupt an den Eltern orientiert, da eher im Gegensätzlichen. Sprich, wenn die Eltern sich unbedingt scheiden lassen wollten, dann will man selber eben heiraten und zusammenbleiben.
  7. #7

    Hass

    Zitat von Hamstermett Beitrag anzeigen
    Wie bezeichnend, dass das größte Argument der Gegner von homsexuellen Eltern der <<Hass>> der anderen ist - wie hier auch gesehen. Eigentlich ist alles normal, nur die "normalen" machen ihnen das Leben schwer - schade.
    Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass es bei 99% der Heterosexuellen keinen "Hass" gibt. Vielmehr dürfte es sich nur um völlig legitime Ablehnung ohne leidenschaftliche Emotionen handeln. Ausser religiösen Fanatikern duldet praktisch jeder solche Konstruktionen.

    Die Dramatisierung durch unpassende Worte ("Hass") und das Empfinden als persönlicher Angriff ist ein Zeichen von Unreife, die die Realität in der Regel nicht widerspiegelt.

    Menschen aufgrund ihrer Weltanschauung nicht zu mögen ist ebenso erlaubt wie aufgrund ihres Geruchs. Strukturelle, systematische Benachteiligungen gibt es nicht.
  8. #8

    Zitat von fredadrett Beitrag anzeigen
    Das sich Kinder, wie in diesem Beispiel gezeigt, an traditionellen Familien orientieren sagt doch alles. Da braucht es keine weiteren Worte. Schwarz angezogen, Theologie bzw. Psychologie zu studieren und keine kollektiven Bindungen knüpfen zu können den Rest. Ist das wirklich zum Kindswohl?
    Freuen Sie sich, dass Sie unter optimalen Verhältnissen aufwachsen konnten und ein so durch und durch angenehmer, vorurteilsfreier Mensch wurden.

    Sie kleiden sich sicher ausschließlich lebensbejahend bunt, oder?
  9. #9

    ...da sah er, dass alles gut war.

    Und als Gott die Welt erschaffen hatte,.....
    Den Kindern geht es in dieser Familie anscheinend besser als vielen, vielen Kids in "Hetero-Familien", bei denen die Eltern vielleicht nicht so einfühlsam und offen sind, wie die beiden Frauen in diesem Artikel erscheinen. Ob es Kindern gut geht, hat mit der Orientierung der Eltern nichts zu tun, sondern nur damit ob die Eltern anständige Leute und zu sich und zu den Kindern liebevoll sind. Ich verstehe nicht, wie in manchen Foren trotzdem pauschal gegen Homo-Paare mit Kindern gewettert wird, am besten mit irgendwelchem Geschwafel über Evolution - als ob es im Leben vor allem um Biologie-Bücher ginge und nicht um Anstand und Respekt!