Trotz Milliardenverlust: UBS-Chefs kassieren 70 Millionen Franken

REUTERSDie Schweizer Großbank UBS kürzt den Bonuspool für ihre Händler - aber in der Chef-Etage fließt das Geld weiter reichlich. Die elf Mitglieder der Konzernleitung verdienten 2012 insgesamt 70 Millionen Franken. Zu den Topverdienern gehört auch der ehemalige Bundesbankchef Axel Weber.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...-a-888828.html
  1. #1

    ich verstehe es nicht...

    Die Bank macht einen Verlust von 2,5 Milliarden Franken, aber die Manager erhalten trotzdem einen Bonus.
    "Sergio P. Ermotti hat das Unternehmen erfolgreich durch die Herausforderungen des Jahres 2012 geführt und gleichzeitig solide Ergebnisse in zahlreichen Unternehmensbereichen erzielt", hieß es im Geschäftsbericht.
    Wenn ich etwas erfolgreich mache, kommt am Ende kein Minus heraus. Eigentlich sollte man verlangen, dass die Boni der letzten Jahre zurückgezahlt werden, da aufgrund der Fehlentscheidungen der vorigen Jahre erst der Verlust entstanden ist.
  2. #2

    Geschlossene Gesellschaft

    Die Profite von Banken sind ja per se nie real, sondern werden immer von arbeitenden Menschen erwirtschaftet, und denen schlicht entzogen. Durch die Spielregeln des großen Spiels, in dem die Veräppelten, wir 90%,, mit den Krümeln, Lachsschnitten vom Discounter, und Autos auf Abzahlung (inkl. Zinsen) abgespeist und ruhig gehalten werden.

    Wenn die Banken nicht mal Gewinn machen und sich die "Top"-Manager (so "top" dass sie ständig Mist bauen) Millionen zuschieben, wird es natürlich kriminell. Man sieht da recht schön wie die politische Klasse, Wirtschaft/Finanzen, eine Oligarchie gebildet haben, in die die Schlaumeier seit dem Teenager-Alter vermutlich, hinein streben, und einmal drin- ihre Privilegien verteidigen. Die größte Waffe dabei ist da das Wort, vor allem der Mythos dass es genau so sein muss damit es auch den Ärmsten so gut wie möglich gehe.
  3. #3

    Das ist Manager-Sprech

    Zitat von Dublin Lad Beitrag anzeigen
    Die Bank macht einen Verlust von 2,5 Milliarden Franken, aber die Manager erhalten trotzdem einen Bonus.
    "Sergio P. Ermotti hat das Unternehmen erfolgreich durch die Herausforderungen des Jahres 2012 geführt und gleichzeitig solide Ergebnisse in zahlreichen Unternehmensbereichen erzielt", hieß es im Geschäftsbericht.
    Wenn ich etwas erfolgreich mache, kommt am Ende kein Minus heraus. Eigentlich sollte man verlangen, dass die Boni der letzten Jahre zurückgezahlt werden, da aufgrund der Fehlentscheidungen der vorigen Jahre erst der Verlust entstanden ist.
    ... wahrscheinlich wären ohne seine geniale Leistung noch mehr Miese gemacht worden? Es handelt sich ja auch offensichtlich nur um "Herausforderungen" und alles ist ja gaaaanz "solide", das ist ja auch wieder was ganz anderes ...
    Möchte mal wissen, was mein Chef meint, wenn ich mal ganz solide nicht ganz so viel Murks mache, wie ein anderer oder ich hätte machen können. Ob das auch mit ein paar Mios honoriert wird?
  4. #4

    ER arbeitet zu viel...

    "Sergio P. Ermotti hat das Unternehmen erfolgreich durch die Herausforderungen des Jahres 2012 geführt und gleichzeitig solide Ergebnisse in zahlreichen Unternehmensbereichen erzielt"

    ER hat also ALLEINE solide Ergebnisse in zahlreichen Unternehmensbereichen erzielt! Kein Wunder, dass er so viel Geld bekommt, denn sein Tag muss 365 Stunden haben, um all diese Bereiche zu managen.
    Genau das ist der Punkt: Obwohl die soliden Ergebnisse von Bereichsleitern und deren Untergebenen erzielt werden, vereinnahmt die Führungsclique diese Leistungen für sich selber und zahlt sich dann entsprechende Boni aus. Es ist ein Sumpf.
    Ich bin mir ziemlich sicher, dass die meisten Bereichsleiter auch ohne Input von Oben genau gewußt hätten, wie sie ihre Sparte am besten managen müssen, um durch schwere Zeiten zu kommen. Aber die Boni von diesen Leuten, die die eigentliche Arbeit leisten, wurden ja um 45% gekürzt. Was für ein perfides System....
  5. #5

    Verdienst kommt von verdienen

    Das ist die entscheidende Frage - "verdient" jemand soviel Geld ? Und die muß man klar mit "nein" beantworten. Verantwortung hin oder her. Die hat eine Krankenschwester auch, sogar für Leben. Ich finde die gesellschaftliche Diskussion schon lange überfällig, und der Bürger sollte die Manager & Co vor sich hertreiben. Das sind nämlich die wirklich asozialen in diesem Land.
  6. #6

    2,5 Mrd Verlust vs 2,5 Mrd Boni

    außer Banken kann sich das wohl niemand erlauben ...
  7. #7

    2,5 Mrd Verlust vs 2,5 Mrd Boni

    Zitat von derdingens Beitrag anzeigen
    außer Banken kann sich das wohl niemand erlauben ...
    Es wäre interessant zu wissen, ob die Boni in dem Verlust bereits enthalten sind oder noch oben drauf gerechnet werden müssen?
  8. #8

    Macht schon Sinn

    Zitat von Dublin Lad Beitrag anzeigen
    Die Bank macht einen Verlust von 2,5 Milliarden Franken, aber die Manager erhalten trotzdem einen Bonus.
    Macht schon Sinn, nur mit dem Verständnis des Vorzeichens in simpler Arithmetik hapert es noch.
  9. #9

    ...

    Wie kann denn am Ende eines Verlustes Bonus stehen? Hätte die "Chef-Etage" gut Arbeit geleistet, dann wäre wohl am Ende kein Verlust entstanden. Für mich heißt das nicht anderes, für schlechte Arbeit wird man bekohnt und nichts anderes ist für mich ein Bonus. Ich frage mich nur wie es denn wäre, wenn man zum Chef geht und einen Bonus verlangt mit der Begründung der Verlust hätte höher ausfallen können bzw. die Arbeit hätte auch schlechter sein können. Jeder Chef würde bei einer solchen Aussage noch einen schönen Tag wünschen und dem Assistenten bitten eine Kündigung für den entsprechen MA aufzusetzen.