EU-Strafe für Microsoft: Machtlos gegen die Web-Giganten

AFPDie Kartellstrafe gegen Microsoft kommt zu spät: Manche Konkurrenten sind längst pleite, andere haben die Marktdominanz des Software-Riesen aus eigener Kraft gebrochen. Der Fall zeigt, wie ohnmächtig die Wettbewerbshüter gegenüber der Dynamik der IT-Märkte sind.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...-a-887254.html
  1. #1

    Das ist unverständlich!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Kartellstrafe gegen Microsoft kommt zu spät: Manche Konkurrenten sind längst pleite, andere haben die Marktdominanz des Software-Riesen aus eigener Kraft gebrochen. Der Fall zeigt, wie ohnmächtig die Wettbewerbshüter gegenüber der Dynamik der IT-Märkte sind.

    Kartellstrafe gegen Microsoft kommt zu spät - SPIEGEL ONLINE
    Firefox hat in D. die Marktführerschaft und weltweit die Position 2. Ist das nichts?
    Und Thunderbird ist auch sehr gut positioniert.
    Leider ist Opera aus Norwegen die Positionierung nicht sehr gut gelungen. Schade, aber vielleicht wird es noch?
  2. #2

    Und was ist dann mit Apple?

    Auf meinem MacBook war auch von Anfang an Safari installiert , na und?
    Einmal draufgehen , Firefox runterladen und Safari verstauben lassen.
    Die Strafe von 561 Millionen wird dennoch selbst in der Portokasse von Microsoft kaum auffallen.
  3. #3

    Microsoft - Strafe

    Wer bekommt eigentlich die immer wieder verhängten Millionenstrafen ? Werde diese an die geschädigten Nutzer ausgezahlt, oder machen sich die Brüsseler Beamten davon ein paar nette Tage ?
    Zocceroo
  4. #4

    Ohne die EU-Kommissionsentscheidungen ...

    ... gäbe es wohl heute weder Apple noch Alternativbrowser, noch Linux. Microsoft hätte schlicht alles platt gemacht.

    Andere Browser gibt es überhaupt nur noch, weil die EU-Kommission Microsoft damals "in den Griff" nahm. Das ist lange her, liegt sogar vor dem hier von Microsoft abgegebenen und dann gebrochenen Versprechen, diese Auswahl anzubieten.

    Damals, man glaubt es heute kaum mehr, log Microsoft, dass Browser und Betriebssystem nicht voneinander getrennt werden könnten! Damit versuchte man die selbstverständlich technik-fernen EU-Beamten zu beeindrucken. Schön, dass diese freche Finte nicht geklappt hat.

    Und Apple gibt es noch, weil Microsoft es wollte.
    Microsoft hat Apple vor der Pleite gerettet. Warum wohl? Naja, sagen wir mal so, unmotiviert und ungeschickt war es sicher nicht. Jetzt können sie immer sagen: Guck mal, wir sind gar keine Monopolisten! Es gibt doch noch Apple! Mal ne Frage: Hält Microsoft immer noch die Aktien an Apple? Wieviele?

    Linux gibt es noch, obwohl Microsoft es bekämpft hat, als "Krebsgeschwür"(Ballmer). Ein quelloffenes, freies, gemeinsam geschaffenes und kostenloses Krebsgeschwür ohne die vielen hausgemachten Sicherheitsprobleme von Microsoft-Software? Wie bösartig muss man sein, die Freiheit als Krebsgeschwür zu bezeichnen?
    Etwa so bösartig wie Microsoft/Nokia, die bei ihrem Zusammenschluss verkündeten, dass einige freie Biotope von mobilen Betriebssystemen zerstört werden müssten ("disrupted").

    Ist das die Sprache eines technisch überlegenen Konzerns?
    Nein, es ist die Sprache eines "McDonalds" der Betriebssysteme: Heiße Luft statt Nahrung. Linux dasselbe und ist frei und kostenlos. Leicht bedienbar für ganz Junge bis ganz Alte.

    Gut, dass sich die EU-Kommission noch offenbar noch traut wenigstens eine Fünftel-Strafe zu verhängen. Die volle Strafe trauten sie sich schon nicht mehr ... Viele Politiker kuschen schon vor den Konzernen. Wen wunderts, vertrauen sie doch alltäglich ihre intimsten Daten einem Microsoft-Gerät an, nimmt Bill Gates doch jetzt nicht nur den geschäftlichen sondern mit seiner "Stiftung" nun auch den gesellschaftlichen Bereich ein.

    Sagenhaft ist aber wirklich die Fanboi- und Lemminge-Mentalität der Deutschen: Alles, was US-Konzerne an den Mann bringen wollen, kriegen sie hier verkauft.

    USA ist toll lautet die Botschaft aus Hollywoods (Werbe-)Filmen und seit 1945 plappern die Leute es dümmlich nach und stopfen McDonalds und Coffee von Starbucks hin sich hinein. Auf diesem Qualitätsniveau sind auch US-amerikanische Betriebssysteme anzusiedeln: Mein Linux stürzt nie, mein Safari-Browser auf Apple iOS 6.x alle Nasen lang ab. Will ich Viren, nehme ich Microsoft, will ich offene, seriöse, freie und intelligente Software, nehme ich Linux.

    McApple, McDonalds, McMicrosoft, McStarbucks, McSubway - teure, heiße Luft. Mit Methode. Und fast immer mit HighTech aus Europa.
  5. #5

    Marktdominanz von Taschendieben, Betrügern und daraus enstandenen rechtfreiem Raum im Monopolnetz

    denn weshalb die Macht sich so konzentriert, sieht man z.B. an Frau Merkels blinder Gutheissung aller Internetgeschäfte als innovativ. Auch Klingetöneabonnements.
  6. #6

    Der Autor hat eine merkwuerdige

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Kartellstrafe gegen Microsoft kommt zu spät: Manche Konkurrenten sind längst pleite, andere haben die Marktdominanz des Software-Riesen aus eigener Kraft gebrochen. Der Fall zeigt, wie ohnmächtig die Wettbewerbshüter gegenüber der Dynamik der IT-Märkte sind.

    Kartellstrafe gegen Microsoft kommt zu spät - SPIEGEL ONLINE
    Einstellung bzw Vorstellung, wie Strafen funktionieren. Strafen werden im allgemeinen nach der Tat verhaengt. Auch hat der "Angeklagte" das Recht, ein faires Verfahren zu erwarten. Strafe kommt niemals zu spaet, den sie soll auch eine abschrenkende Wirkung (fuer Andere) haben.
  7. #7

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Kartellstrafe gegen Microsoft kommt zu spät: Manche Konkurrenten sind längst pleite, andere haben die Marktdominanz des Software-Riesen aus eigener Kraft gebrochen. Der Fall zeigt, wie ohnmächtig die Wettbewerbshüter gegenüber der Dynamik der IT-Märkte sind.

    Kartellstrafe gegen Microsoft kommt zu spät - SPIEGEL ONLINE
    Bei aller Liebe zum freien Wettbewerb und fairen Marktbedingungen, aber dieses Urteil ist aus heutiger Sicht ein schlechter Witz! Eine unfassbar hohe Strafe, selbst angesichts der Gewinne von Microsoft, nicht für ein Verbrechen des Konzerns sondern für die Dummheit der Kunden, die zu blöd sind, sich einen alternativen Webbrowser auf Ihrem Windows-PC selbst zu installieren! Ob dieser Blödheit wird Microsoft verpflichtet, dem Kunden alternative Browser automatisch zur Installation anzubieten. Aber, wer keine Ahnung hat, dass es alternative Browser gibt, weiss auch nichts über die Vor- und Nachteile dieser Alternativen und kann sich deshalb auch kein Urteil erlauben. Der Rest findet die Möglichkeiten selber und braucht nicht die Krücke für Hirnamputierte, wie sie auf amerikanischen Kaffeebecher nötig ist: "Vorsicht, heisser Kaffee ist heiss!

    Hier wird also mit Kanonen auf Spatzen geschossen, aber bei Lebensmittelpanschern ist die EU scheinbar machtlos!

    Herr, wirf Hirn vom Himmel!
  8. #8

    Die Bilder der ersten Fotostrecke

    sind leider teilweise widersprüchlich zum Artikel beschriftet. Und irgendwie seltsam veraltet;)

    Sent from my Zuse Z3 via acoustic coupler.
  9. #9

    Lieber SpOn

    Trotz Jahrzehnten an Bauchpinselbeiträgen ist Linux trotzdem nur ein System für Frickler. Ich kenne mich sehr gut mit Computern aus, aber will mir das nicht antun.
    Gäbe es bei PCs keinen Standard, der zum Großteil von MS kommt, hätte es im PC-Bereich ein Chaos gegeben, wie eute bei SMartphone-Betriebssystemen. Wollen Sie das?

    Oh, sie huldigen ja dem ach so viel besseren Apple. Ich will mir gar nicht vorstellen, wie die Computerwelt heute aussähe, wenn Apple einen Anteil von nur 50% des Computermarktes hätte. Restriktionen, Gängelungen, Kosten ....

    Windows ist wie ein SChreibtisch. Der Hersteller ist so nett und gibt einen Packen seines hauseigenen Papers dazu. Zwingt aber niemanden es zu benutzen und es gibt auch keine Nachteile, wenn man anderes Papier benutzt. Wo ist also Microsofts Fehler?

    Habe damals auch den Netscape Navigator benutzt. ABer nur, um Bilder zu laden. Ansonsten war er grottenschlecht. Genauso der Firefox. Ewig lahmer Start und dauernd Updates - So einem Browser vertraue ich nicht.

    Einzig Google hat es geschafft einen Browser zu basteln, der gut ist. Will die EU also, wie mit einer Frauenquote schlechten Browsern helfen, die es sonst auch nicht schaffen?