Spitzenkandidatin abserviert: Das hinterhältige Spiel der Thüringer Linken

DPAEklat bei den Thüringer Linken: Die Delegierten der Vertreterversammlung haben die vom Landesvorstand vorgeschlagene Birgit Klaubert als Spitzenkandidatin für die Bundestagswahl durchfallen lassen. Ein Beleg dafür, wie gewaltig es in der Partei rumort.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...-a-886536.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Eklat bei den Thüringer Linken: Die Delegierten der Vertreterversammlung haben die vom Landesvorstand vorgeschlagene Birgit Klaubert als Spitzenkandidatin für die Bundestagswahl durchfallen lassen. Ein Beleg dafür, wie gewaltig es in der Partei rumort.

    Birgit Klaubert: Linke lässt Spitzenkandidatin durchfallen - SPIEGEL ONLINE
    Wie peinlich ist das denn??? Wegen so einer Lapalie wird innerhalb kurzer Zeit ein zweiter Artikel verfasst, der von einem Ereignis auf Landesebene Rückschlüsse auf den Zustand der Bundespartei zieht? Man hat den Eindruck, dass durch das Sturmgeschütz der deutschen Demokratie, bzw. dessen kleiner Bruder "SPON", alle Parteien, die das "Projekt" "Rot/Grün" (oder vlt. doch "Schwarz/Grün", hauptsache "Grün") kaputtgeschrieben werden sollen.

    So nebenbei: Was ist eigentlich aktuell der Stand des Causa Gysi?
  2. #2

    Demokratieverständnis?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Eklat bei den Thüringer Linken: Die Delegierten der Vertreterversammlung haben die vom Landesvorstand vorgeschlagene Birgit Klaubert als Spitzenkandidatin für die Bundestagswahl durchfallen lassen. Ein Beleg dafür, wie gewaltig es in der Partei rumort.

    Birgit Klaubert: Linke lässt Spitzenkandidatin durchfallen - SPIEGEL ONLINE
    Es scheint einiges im Thyringischen Landesverband der Linken nicht zu stimmen, man spricht zu wenig mit einander und man möchte über die Köpfe andere handeln und das kommt dann dabei heraus.
    Aber ist es so denn nicht auch in anderen Parteien, auch dort möchte man immer die Basis und anderen zuständigen Leute umgehen, man hat das Demokratische schon längst verlernt, man glaubt über allen stehen zu müssen und fällt dann aus allen Häuschen wenn sich mal andere erheben.
    HR
  3. #3

    Sorry...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Eklat bei den Thüringer Linken: Die Delegierten der Vertreterversammlung haben die vom Landesvorstand vorgeschlagene Birgit Klaubert als Spitzenkandidatin für die Bundestagswahl durchfallen lassen. Ein Beleg dafür, wie gewaltig es in der Partei rumort.

    Birgit Klaubert: Linke lässt Spitzenkandidatin durchfallen - SPIEGEL ONLINE
    --- was soll das - hinterhältigste Art - ?????

    Warum noch abstimmen, wenn man eh nur 99% Ergebnisse erwartet?

    Die Linke sollte ihre gesamte Führungsriege in die Wüste schicken und anschließend konkrete linke Politik machen - ohne Mandatsgewinner.

    Die Leute auf den Listen - mit den realistischen Plätzen - sollten künftig nicht mehr als 2000 Euro für sich behalten (die super Altersversorgung können sie nicht spenden - also geschenkt) - den Rest sollte man in Sozialfonds der Partei einzahlen und turnusmäßig ostentativ sinnvollen Zwecken (Altenpflege, Jugendarbeit, etc. - Parteiunabhängig und politisch neutral) zukommen lassen.

    Würde sich die Partei so eine Satzung geben, wären die Kleptokratenkader schnell zu anderen Parteien übergelaufen - das Volk hätte eine Wahlalternative und die LINKE könnte vielleicht zu einer politischen Alternative werden - da ein linkes Wahlprogramm glaubhaft von idealtisten vertreten würde.

    Ich glaube fest daran, dass sich kluge Menschen finden, die politische Arbeit nicht um höher Gehälter willen machen, sondern um Dinge zu bewegen, die ihnen und ihren Wählern am Herzen liegen.

    Derzeit ist die LINKE wie die Piraten nichts weiter als ein populistischer Haufen, in dem man verbissen um die realistischen Listenplätze bei Landtags und Bundestagswahlen kämpft - weiter nichts.
  4. #4

    .

    was war da jetzt hinterhältig ? weil die delegierten nicht die wählten, die vom vorstand vorgeschlagen wurde ?
    für was braucht man dann noch eine abstimmung, wenn der vorstand schon äh alles vorschlägt.
  5. #5

    Meine Güte

    "Bei der Abstimmung für eine Spitzenkandidatin für die Bundestagswahl haben sich die Delegierten auf hinterhältigste Art und Weise der langjährigen Linken-Politikerin und Landtagsvizepräsidentin Birgit Klaubert entledigt."
    Geht es noch etwas dramatischer? Was ist daran hinterhältig, wenn sich die Vetreter der Basis nicht an eine Empfehlung des Landesvorstandes halten? Ich nenne das"gelebte innerparteiliche Demokratie"! Möglicherweise muss sich auch mal die LINKE fragen, wie sie es mit der Basisdemokratie hält und ob die ewigen Vorgaben von oben nach unten noch in unsere Zeit passen. Ein Defizit, welches auch und gerade die SPD kennzeichnet - dies ist mit Sichereit auch ein Grund für deren garvierenden Mitgliederschwund.
    Als die grüne Basis vor Kurzem bei ener "Urwahl" ihre eigenen Ansichten durchgesetzt hat, wurde von den Medien auch ein Riesendrama daraus gemacht - den GRÜNEN hat das nicht geschadet - ihr Mitgliederbestand wächst und vermutlich genau aus dem Grund, dass es bei ihnen noch so etwas wie Basisdemokratie in der Partei gibt!
    Also lieber SPON: Immer die Kirche im Dorf lassen!
  6. #6

    Ich sehe nicht, was hier jetzt so schlimm ist. Es wurde jemand vorgeschlagen aber nicht gewählt. Das ist eben Demokratie. Wo ist die "Hinterlist"? Hinterlistig wäre gewesen, wenn man vorher miteinander gesprochen hätte und die Basis zugesagt hätte, die Dame zu wählen. Man hat aber nicht miteinander gesprochen. Und das ist das einzig Erwähnenswerte des Ganzen. Man wird daraus lernen und fertig is.
  7. #7

    Soviel zum Spon

    [Zitat von spiritof81 heute, 17:27 Uhr]
    "Wie peinlich ist das denn??? Wegen so einer Lapalie wird innerhalb kurzer Zeit ein zweiter Artikel verfasst, der von einem Ereignis auf Landesebene Rückschlüsse auf den Zustand der Bundespartei zieht? Man hat den Eindruck, dass durch das..." http://nur-freizeichen.blogspot.de/2008/05/spiegel-frauen-sie-sind-das-letzte.html Der Spiegel verliert immer mehr an Niveau! Eigentlich schade.
  8. #8

    Zweierlei Maß

    Es ehrt die Autorin, dass sie sich ganz offensichtlich nicht mit hinterhältigem Verhalten auskennt, sonst hätte sie das Gebaren der Thüringischen Linken als das benannt, was es war: Die ganz banale Feigheit nicht gegen die eigene Parteispitze aufzubegehren wie wir es von allen Parteien zur Genüge kennen. Als Claudia Roth neulich bei der Urwahl der Grünen mit 26% abgewatscht wurde, hielt man sich bei SPON vornehm zurück, bei den Linken wird nun von einem "hinterhältigen Spiel" geschrieben.
  9. #9

    Jeder erwachsene Staatsbürger...

    ...welcher derartige vertrauensvernichtende Schmutzspielchen zur Kenntnis nehmen muss, sollte spätestens jetzt feststellen, dass mit dieser Partei (ebenso wie mit den Piraten) in der heutigen Zeit, buchstäblich "kein Staat" mehr zu machen ist (1968er-"Mief"?)
    Es wäre an der Zeit, dass nun endlich Parteien, welche dem Land nicht konstant destruktiv gegenüber stehen, ihre Ansinnen -selbst "traditionell" links orientierten,verblendeten und frustrierten Bürgern- einigermassen klar rüberbringen können um dem Abbau der Demokratie Deutschland Einhalt gebieten zu können.