Arbeitsrecht: Diskriminierung muss bewiesen werden

DPAEine Schwerbehinderte bewirbt sich im Büro von Petra Pau als Sekretärin und wird abgelehnt - ein Fall von Diskriminierung? Nein, entscheidet das Bundesarbeitsgericht. Die Abgewiesene hätte beweisen müssen, dass die Behinderung der Grund für die Absage war.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...-a-885035.html
  1. #1

    Diskriminierung

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Eine Schwerbehinderte bewirbt sich im Büro von Petra Pau als Sekretärin und wird abgelehnt - ein Fall von Diskriminierung? Nein, entscheidet das Bundesarbeitsgericht. Die Abgewiesene hätte beweisen müssen, dass die Behinderung der Grund für die Absage war.

    Arbeitsrechts-Urteil: Bringschuld für Menschen mit Behinderung - SPIEGEL ONLINE
    Und das ist auch richtig so. Nicht jeder Behinderte ist automatisch qualifiziert. Sonst kann bald jeder, der sich einer Minderheit zugehörig fühlt, pauschal "Diskriminierung" schreien, um seine Interessen durchzusetzen.
    So geht es eben auch nicht.
  2. #2

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Eine Schwerbehinderte bewirbt sich im Büro von Petra Pau als Sekretärin und wird abgelehnt - ein Fall von Diskriminierung? Nein, entscheidet das Bundesarbeitsgericht. Die Abgewiesene hätte beweisen müssen, dass die Behinderung der Grund für die Absage war.

    Arbeitsrechts-Urteil: Bringschuld für Menschen mit Behinderung - SPIEGEL ONLINE
    Jedes andere Urteil wäre eine Farce gewesen.
    Der Eindruck den jemand beim Bewerbungsgespräch hinterlässt ist viel wichtiger als formale Qualifikation. Insofern muss er auch eine Rolle spielen dürfen.
  3. #3

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Eine Schwerbehinderte bewirbt sich im Büro von Petra Pau als Sekretärin und wird abgelehnt - ein Fall von Diskriminierung? Nein, entscheidet das Bundesarbeitsgericht. Die Abgewiesene hätte beweisen müssen, dass die Behinderung der Grund für die Absage war.

    Arbeitsrechts-Urteil: Bringschuld für Menschen mit Behinderung - SPIEGEL ONLINE
    Man kann natürlich den Standpunkt haben, daß eine Behinderung an sich schon eine Diskriminierung ist, und dann daraus alle Rechte für sich ableiten. Ein "Nein" verträgt dieser dann nicht.
    Wenn man, zu Recht, Rücksichtnahme auf Behinderte einfordert und diese auch stattfindet, sollten Betroffene aber dennoch nicht nach dem Motto agieren: " Ich bin behindert, das steht mir zu!"
  4. #4

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Eine Schwerbehinderte bewirbt sich im Büro von Petra Pau als Sekretärin und wird abgelehnt - ein Fall von Diskriminierung? Nein, entscheidet das Bundesarbeitsgericht. Die Abgewiesene hätte beweisen müssen, dass die Behinderung der Grund für die Absage war.

    Arbeitsrechts-Urteil: Bringschuld für Menschen mit Behinderung - SPIEGEL ONLINE
    Was ist eigentlich bei folgendem Fall: Ein behinderter kann aufgrund seiner Behinderung einer Arbeit nicht sogut nachkommen wie ein Nichtbehinderter. Wenn der Arbeitgeber den Behinderten jetzt ablehnt, dann ist die Behinderung eindeutig der Grund. Ist das Diskriminierung? Der Arbeitgeber möchte die Stelle doch verständlicherweise optimal besetzt wissen. Im Umkehrschluss würde es ja sonst bedeuten, dass man seine Stellen an weniger gut qualifizierte geben muss.

    Wohlgemerkt - ich spreche nicht davon, dass zwei gleich gut Qualifizierte zur Auswahl stehen, von der eine Person eine Behinderung hat.
  5. #5

    Leider kein eindeutiger Artikel

    Wenn im Artikel geschrieben wird, dass Behinderte eine Benachteiligung zukünftig "beweisen" müssen, im Fortgang des Artikels aber das Bundesarbeitsgericht zitiert wird, dass in dem Verfahren "keine Indizien vorgetragen wurden, die auf eine Benachteiligung schließen lassen", dann ergibt sich hieraus doch ein ganz anderer Charakter.

    Welche "Stimmung" soll mit dem Artikel erzeugt werden? Die vorangegangene Lesermeinung lässt Schlimmes erahnen!
  6. #6

    falscher Klagegrund

    Sie hätte vielleicht eher mit Verdacht auf Frauendiskriminierung klagen sollen. Das ist derzeit erfolgversprechender. Einfach nur widerlich.
  7. #7

    Es gibt genauso behinderte Vollidioten wie es nicht behinderte Vollidioten gibt...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Eine Schwerbehinderte bewirbt sich im Büro von Petra Pau als Sekretärin und wird abgelehnt - ein Fall von Diskriminierung? Nein, entscheidet das Bundesarbeitsgericht. Die Abgewiesene hätte beweisen müssen, dass die Behinderung der Grund für die Absage war.

    Arbeitsrechts-Urteil: Bringschuld für Menschen mit Behinderung - SPIEGEL ONLINE
    Es gibt genauso behinderte Vollidioten wie es nicht behinderte Vollidioten gibt...

    Wenn sich einer bewirbt muss man ihn aber ablehnen dürfen, ohne gleich den Vorwurf der Diskriminierung entkräften zu müssen, sprich einer Beweislastumkehr ausgesetzt zu sein.
  8. #8

    Zitat von silberstern Beitrag anzeigen
    Sie hätte vielleicht eher mit Verdacht auf Frauendiskriminierung klagen sollen. Das ist derzeit erfolgversprechender. Einfach nur widerlich.
    Eine englischsprachige Freundin von mir hatte einmal unabsichtlich den Haken "behindert" in einem Bewerbungsportal gesetzt und wurde am nächsten Tag angerufen und ohne!!! Interview ein Job angeboten.

    Diskriminierung erfolgt gegenüber normalen männlichen Menschen! Bei den Ingenieurstellenanzeigen steht ja sogar schon" bei gleicher Qualifikation werden Behinderte/Frauen bevorzugt"
  9. #9

    Zitat von justus999 Beitrag anzeigen
    Wenn im Artikel geschrieben wird, dass Behinderte eine Benachteiligung zukünftig "beweisen" müssen, im Fortgang des Artikels aber das Bundesarbeitsgericht zitiert wird, dass in dem Verfahren "keine Indizien vorgetragen wurden, die auf eine Benachteiligung schließen lassen", dann ergibt sich hieraus doch ein ganz anderer Charakter.

    Welche "Stimmung" soll mit dem Artikel erzeugt werden? Die vorangegangene Lesermeinung lässt Schlimmes erahnen!
    Was denn Schlimmes? Dass sich ein Arbeitgeber mit nur wenigen Angestellten es sich nicht leisten kann jemanden zu beschäftigen, der nicht so leistungfähig ist, wie jemand Anderes?

    Würde übrigens auch umgekehrt gelten: Wäre der Nichtbehinderte weniger leistungsfähig und würde abgelehnt, könnte der dann auch klagen? Gerade bei kleinen Firmen geht es auch um die Existenz der Kleinunternehmer. Die "Wirtschaft" besteht eben nicht nur aus Konzernen und Staatsbetrieben.

    Ach ja: Ich hätte 50% Behinderungsgrad bekommen können, habe aber dankend abgelehnt. Warum sollte ich damit haussieren gehen?