Jobs im Silicon Valley: Arbeiten in der Oase

Jochen SiegleSchluss mit Heimarbeit, alle ins Büro. Für ihren Vorstoß erntet Yahoo-Chefin Marissa Mayer Kritik im Silicon Valley. Warum eigentlich? Die Unternehmen im Tech-Eldorado bieten ein Jobumfeld, von dem viele nur träumen können. Für manchen Angestellten ist die Firma schon längst das Zuhause.

http://www.spiegel.de/karriere/ausla...-a-886315.html
  1. #1

    Bemerkenswerterweise

    sieht man zum Arbeiten überall nur MacBooks und neueste iMacs. Da haben uns die Amis auch was voraus.
  2. #2

    was_soll_daran_schoen_sein

    Ich seh' noch nicht wirklich ganz, was an dieser Art von Campus/Büro/Arbeitsplatz so viel besser ist. Wenn ich ein Nickerchen im Büro mach, anstatt zu Hause, dann ist das natürlich nicht bequem, sondern oft einfach eine Folge der Tatsache, dass ich sehr viel Zeit im Büro verbringe und sehr viel arbeite. Ich mach lieber mein Nickerchen zu Hause.
    Ich stimme zu, dass eine angenehme Einrichtung die Stimmung und Motivation unterstützen, viel wichtiger ist meiner Meinung nach aber der Umgang miteinander am Arbeitsplatz (was ja auch angesprochen wird). Dennoch darf man nicht vergessen, dass diese ganzen Massnahmen zum Wohlfühlen am Arbeitsplatz zunächst einmal Selbstzweck sind und dafür sorgen sollen, dass möglichst viel und möglichst lange gearbeitet wird. Dass vor dem Wohlfühlen aber überall und besonders in der IT-Branche Produktivität und Rentabilität stehen, bleibt unverändert wahr. Und wenn diese fehlen, dann ist eine Entlassung von Mitarbeitern mit Kuschelecke genauso ungemütlich wie ohne.
  3. #3

    Schöner Schein

    In den tollen bunten Google-Büros mit dem Überfluss an MacBooks, Legosteinen und super-schnellem Internet fehlen aber einige wichtige Dinge, die dem Auge verborgen bleiben (sollen) und deren Fehlen von dem Mitarbeitern auch nicht als solches wahrgenommen wird:
    Diese Dinge heißen: geregelte Arbeitszeit, Kündigungsschutz, Mindestlohn.
    Hat schon seinen Grund, warum die West-Coast-Firmen gerne Mitarbeiter mit indischem oder chinesischem Familienhintergrund anstellen: die kennen diese Errungenschaften nicht. Und "Programmierer-Unions" braucht man sowieso nicht, man wird ja früher oder später Millionär.
  4. #4

    Ich war mal im Silicon Valley....

    Genauer: In Santa Clara und Cubertino.

    Dort gab es enge Bürobunker (Büroraum ist teuer), muffige Cubicles (auf Tageslicht hat niemand Anspruch) und windige Gebäude.

    Ich weiß nicht; gibt es zwei Silicon Valley ?
  5. #5

    Nix Neues im Westen

    Bissl flach der Artikel. Die beschriebene Buerokultur ist ja ueberhaupt nicht neu. Die hat es hier im Valley immer schon so gegeben. Bei den kleineren Firmen sowieso, und bei den groesseren Firmen wird die offenere Arbeitsumgebung statt Cubicles zwar auch als tolle Verbesserung von den HR/WPR Leuten vermarktet, dient aber vor allem dazu, Platz zu sparen. Was schon Sinn macht weil ja doch mehr und mehr von Zuhause aus gearbeitet wird. Flexible Arbeitszeit kann eben halt auch heissen ab 6 Uhr morgens Videokonferenzen von zuhause aus mit Inden und Europa zu machen, dann am spaeten Vormittag zum Lunch ins Buero zu fahren und sich dann dort mit den lokalen Kollegen auszutauschen. Sowas spart effektiv eine Stunde Berufsverkehr pro Tag. Fuer mich ist diese Art der Flexibilitaet und gewonnener Lebenseit viel wichtiger als Deko-Kinkerlitzchen im Buero. Der naechste Starbucks ist ja eh immer in Reichweite, da siehts ja auch nicht anders aus, wenn man das braucht.
  6. #6

    Und dann ?

    Wie stellt sich dann das Familienleben dar? Wird es zu einem riesigen Mehr-Generationen-Komplex?
  7. #7

    Bei den Bildern fällt mir auf, dass ein wichtiges Element für den Firmenerfolg gar nicht zu sehen ist:
    Ruhige Einzelzimmer für harte Mathematik und anspruchsvolles Programmieren...
  8. #8

    Zitat von mkummer Beitrag anzeigen
    sieht man zum Arbeiten überall nur MacBooks und neueste iMacs. Da haben uns die Amis auch was voraus.
    Natürlich, ohne Apple keine Kreativität.
  9. #9

    Meine Erfahrung: Sunnyvale

    Muffeliger Bunker ohne Tageslicht, mit Cubicles. Kaffee und Dinner umsonst, Tischfussballgeraete.
    Sehr multikulturell, sehr anregend und interessant.
    Wurde nach 2001 (9/11) miefig und Amerikanisch-nationalistisch, mit staenkernden Religioesen und Anti-immigranten und Kriegsgeheul. Buck Fush.