Transfer-Reform: Rummenigge kritisiert EU-Pläne scharf

APHände weg vom Fußball: Wenn es nach Karl-Heinz Rummenigge geht, sollte sich die EU bloß nicht ins europäische Transfer- und Ablösesystem einmischen. Der Bayern-Boss sieht keinen Korrekturbedarf bei der derzeitigen Regelung und verweist auf das Bosman-Urteil: "Da dreht sich mein Magen noch heute um."

http://www.spiegel.de/sport/fussball...-a-886467.html
  1. #1

    Seltsam

    Nennt er wirklich ein Gerichtsurteil von höchster Instanz "Politik"? Das wäre ein seltsames Rechtsverständnis.

    Im Gegensatz zu "Bosmann" IST es allerdings aktuell Politik. Diese Initiative der EU-Kommission macht Sinn, weil wir bekanntlich in der EU derzeit überhaupt keine anderen Probleme haben...
  2. #2

    Es reicht!

    Gibt es eigentlich noch irgendeinen Bereich des menschlichen Lebens, in den das Zentralkomitee der EUdSSR glaubt, sich nicht einmischen zu müssen?

    So langsam sträuben sich bei mir als eigentlich überzeugten Europäer schon die Nackenhaare, wenn ich nur den Begriff „EU-Kommission“ lese. Die ganze Gutmenschendiktatur aus Brüssel ist kaum noch zu ertragen.

    Erstaunt bin ich eigentlich nur, dass die aus Luxemburg stammende Justizkommissarin Redding nicht gleich noch eine vierzigprozentige Frauenquote für alle Spieler auf dem Platz per EU-Richtlinie den Völkern Europas aufoktroyiert.

    Aber ich bin sicher, auch auf diese Schwachsinnsidee werden durchgeknallte Eurokraten früher oder später noch kommen.
  3. #3

    Interessant....

    "Bosman hat dazu geführt, dass die Transfersummen explodiert sind. Bosman hat dazu geführt, dass die Gehälter explodiert sind. Ich würde sagen, die Spieler und die Berater reiben sich noch heute die Hände, aber die Vereine und Verbände waren die, die Zeche gezahlt haben", sagte Rummenigge.

    Meines Erachtens sind durch Bosman die Ablösesummen gefallen. Die Spitzensummen werden ja nur noch von wenigen Vereinen bezahlt, allesamt Spitzenvereinen. Spitzenspieler sind teurer geworden, da wenige EINZELNE Individuen ganz bestimmte Spieler für ihr Team zusammengekauft haben, und ihre "Investition" durch lange Vertragslaufzeiten gesichert haben.

    Nach Arbeitsrecht kann eigentlich jeder Arbeitnehmer mit einer 3-monatigen Kündigungsfrist gehen. Und da er kein Know-How mitnimmt (sondern nur sein Talent) wären Konkurentklauseln im Arbeitsvertrag anfechtbar. Dem sind UEFA, DFB und FIFA schon durch eigene Regeln und Transferperioden zuvorgekommen.....

    Arbeitsrecht ist auch auf Fussballer anzuwenden!

    Die Gehälter steigen, da der Fussballer an sich weniger kostet (und diese gesparte Transfergebühr als Gehalt eingefordert wird), und man ihn mit langen Vertragslaufzeiten an sich binden will.
    Und wer ist schon so doof, einen Fussballer für 40 Mio. zu kaufen, wenn man in einem Jahr den Kerl für lau haben kann (und eben nur ein besseres Gehalt als andere bieten muss)? Kann so ein Spieler wirklich die 40 Mio in einem Jahr erwirtschaften?

    Solange manche Vereine der Spitzenklasse auch ohne Individualzubutterung (wie eben der FCBavaria) es schaffen, dennoch schwarze Zahlen zu präsentieren, kann es ja wohl nicht so schlimm sein...
  4. #4

    Bosman

    Ja, Herr R. Dass die Spieler durch dieses URTEIL aus der modernen Sklaverei befreit hat führt natürlich zu Magenverstimmungen...
    Warum such die EU jetzt in dieses Thema einmischt ist mir auch nicht klar. Aber das mit Bosman zu begründen ist falsch.
  5. #5

    Da hat die Politik dem Fußball ein Ei ins Nest gelegt wie nie zuvor eine Institution.

    Lieber Herr Rummenigge, so ein Unsinn kommt raus, wenn Leute wie Sie - die offenbar in einer Parallelgesellschaft leben- Aussagen über die reale Welt treffen- Nicht die Politik. sondern ein Gericht hat dieses Urteil gesprochen, weil der Zustand vorher rechtswidrig war. Fußballer sollten Fußbal spielen, aber nach dem Verlassen des Feldes einfach mal die Klappe halten.
  6. #6

    Fußball ein Spiegelbild...

    ....der Gesellschaft. Nichts ist offensichtlicher, als dass Herr Rummenigge oder wie der heißt nix anderes macht als die Interessen seines abgehobenen vereins zu vertreten. Sie haben Recht, Solidarität mit den Schwachen ist ein Relikt der Vergangenheit, heute eine Fremd- oder Gutmenschenwort. Dass Ihnen das nicht gefällt, wundert mich nicht, denn Sie stecken die Millionen lieber irgendwelchen Fußballmillionären in den Allerwertesten...
  7. #7

    Gute Idee,

    da die Fairplay-Regeln von der UEFA für den Mülleimer sind (siehe aktuell Paris St.G).
    Momentan sieht es so aus, daß zweifelhafte Herrschaften (aus zweifelhaften Rechtssystemen) europäische Klubs kapern und zu ihrem Spielzeug umfunktionieren.
    Den Emfängern ist dabei egal, woher die Millionen kommen.
    Von den Fussballverbänden mit ihren schmierigen und korrupten Mitgliedern ist da nichts zu erwarten, deshalb gehts nur über den Gesetzgeber.
  8. #8

    Richtig so

    Auch wenn Entscheidungen der EU-Kommission oftmals ungläubiges Staunen auslösen, ist diese Idee nur zu begrüßen. Dieser Irrsinn der Ablösesummen muss gestoppt werden. Es ist doch nicht vermittelbar, dass Vereine Gelder für Spieler ausgeben, die sie nie und nimmer erwirtschaften können. Daher ist eine Obergrenze bei Ablöse und Gehalt nur folgerichtig. Dies sollte nicht nur im Fußball gelten, sondern wäre gesamtgesellschaftlich eine sinnvolle Überlegung. Dabei geht es nicht um Gleichmacherei aber es ist dringend notwendig, ein Maß zu halten, wenn die Schere zwischen Arm und Reich nicht noch größer werden soll. Sonst knallt es irgendwann, im Fußball wie in Bezug auf den sozialen Frieden der europäischen Gesellschaften und dann will es keiner gewesen sein. So sehr ich den FC Bayern schätze aber diese Äußerungen von Herrn Rummenigge sind einfach nicht nachvollziehbar.
  9. #9

    Gefährliches Halbwissen

    Zitat von siegfriedluckner Beitrag anzeigen
    Die ganze Gutmenschendiktatur aus Brüssel ist kaum noch zu ertragen.
    Bitte definieren Sie "Gutmensch".