LKA gegen BKA im NSU-Ausschuss: Schlampereien, Lügen, Gedächtnislücken

dapdPremiere im Berliner NSU-Untersuchungsausschuss: Ein LKA- und ein BKA-Ermittler mussten bei einer Gegenüberstellung aussagen. Es ging um eine Liste mit Kontakten des NSU-Terrortrios, die nie ausgewertet wurde. Welcher der beiden ist daran schuld, wer lügt?

http://www.spiegel.de/panorama/justi...-a-886416.html
  1. #1

    Je mehr Stellen -

    - und Ebenen, und gut versorgte Beamte mit so etwas befasst sind, desto weniger kommt natürlich raus. Ein simples Phänomen des Projektmanagement dass jeder meint der andere kümmert sich um die Sache. Und das besondere Phänomen der Unkündbarkeit das zu großer Seelenruhe führt, verschärft das Ganze.
    Aber Herr Friedrich kümmert sich ja jetzt höchstpersönlich - und schafft vermutlich weitere Stellen.
    Diese brutalstmögliche Ineffizienz puncto Nazi-Kontrolle ist doch überhaupt nicht mehr steigerbar. Gibt es Konsequenzen für die Verantwortlichen? Ach ja, es ist niemand verantwortlich!
  2. #2

    Warum wird eigentlich nicht der andere brisante Fund in Zschäpes Garage thematisiert? Es wurde eine Diskette gefunden, indem ein Dokument war. Dort war über "Türkenschweine" geschrieben, die "heute noch sterben". Das LKA Thüringen nahm den Inhalt auf, informierte jedoch offenbar nicht die Soko-Bosporus, die ja die Morde an Deutsch-Türken aufklären sollte. siehe: friedensblick.de/willkommen/rechtsterrorismus/

    Ich kann diese ständig wiederholten Phrasen, es wären "Fehler", "Pannen" gewesen, nicht mehr hören. Das können keine Pannen, normalerweise können in Deutschland Morde polizeilich aufgeklärt werden.
  3. #3

    optional

    Man kann doch nur noch Zustände über diese Zustände kriegen. Ich bewundere deinige Mitglieder des Untersuchungsausschusses. Da aber dessen Arbeit im September beendet sein muss wird man wohl nie die wirkliche Aufklärung bekommen ... wer da mit wem und warum in Wahrheit... Und da sollen einem keine Verschwörungstheotien kommen.
  4. #4

    Alles nach Plan

    Wir sollten aufhören, an Pannen und Zufälle zu glauben. So blöd ist keine Beamter. Weder beim Bund noch bei den Ländern. Es ist schier unglaublich, dass die Abgeordneten sich von diesen Typen bieten lassen. Jeder Briefträger der sich so verhält, wäre schon längst arbeitslos.
  5. #5

    Ist ja unglaublich!

    Wenn man diese Darstellungen liest, muß man einmal fragen warum
    diese Beamten nicht wegen Unterstützung einer Nazi Terror Zelle
    mit angeklagt werden, zusammen mit dieser Frau Zschäpe u. a.

    Hier läuft doch etwas ganz falsch!
  6. #6

    Tja,

    wäre es um eine linksradikale "Terrorgruppe" gegangen, hätten sie noch den letzten Fussel analysiert und der Staatsapparat wäre zu Höchstleistungen aufgelaufen.
    Aber Terror von rechts!? Interessiert doch keinen bei BKA, LKA etc., solange sie nicht Staatsgefährdend werden. Auf dem rechten Auge sowas von blind. wie wahr, wie wahr!!!
  7. #7

    Fazit von Edathy

    Laut SZ-Twitter (https://twitter.com/SZ/szberlin3) fasste der Ausschussvorsitzende so zusammen:

    Befragung der BKA/LKA-Beamten ist aus. Erkenntn. fasste Edathy zusammen: Mörder kann ruhig Adressbuch verlieren. Wertet eh keiner aus. #nsu
  8. #8

    Kein Einzelfall

    Verquaste Aktenführung, überforderte Leute und die Unfähigkeit, Fehler zuzugeben - das gibt es überall. BKA, LKA und Verfassungsschützer sind keine Ausnahme. Dort geben die Pannen nur ein schönes Spektakel ab.
  9. #9

    Institutionalierte Vertuschung

    Eine solch geballte Anzahl an Pannen, Schlampereien o. Unfähigkeiten gibts in der Logik des Zufalls nicht. Hier und da auf den unterschiedlichen Ebenen der Sicherheitsapparate mögen sicher unfähige o. unwillige Beamte zu div. Ermittlungssackgassen geführt haben. Wer diese Schmierenkomödie jedoch von Anfang an mitverfolgt hat..wird, wenn bei klarem Verstand, recht schnell erkennen, dass es offenbar in den einzelnen Staatlichen Sicherheitsapparaten offenbar eine nicht von der handzuweisende tendenz zu diesem Milleu vorhanden ist..
    Wie nicht anders zu erwarten war üben wir uns eifrig in dem Verpacken der Sachlage in griffige Worthülsen die da lauten wie "Ermittlungspannen" o. "Fehleinschätzungen"..