Debatte über Migration: "Schluss mit Integrationspolitik"

DPAVon wegen "Willkommenskultur": Deutschland macht es Migranten nach wie vor schwer - und zwar nicht nur mit seiner überholten Integrationspolitik, sagt der Historiker Klaus Bade. Im Interview warnt er vor einer zunehmenden Radikalisierung der Fremdenhasser.

Debatte über Migration: Interview mit dem Historiker Klaus Bade - SPIEGEL ONLINE
  1. #1

    optional

    Ich empfehle das Buch "Kein schönes Land in dieser Zeit", wenn man mal den (heftigen) Blickwinkel eines deutschen sehen will, der als Kind von türkischen Einwanderern aufgewachsen ist. Heftig, wieviel Hass und Probleme ihm in den Weg gelegt wurden. (Er hat später übrigens an Harvard studiert.)
  2. #2

    optional

    "mörderisch agitierende, amtislamistische Internetpranger"
    Ja, hat der Mann denn noch alle. Er meint natürlich PI. Mit dieser radikalen Wortwahl disqualifiziert sich der Herr Professor selbst. Wo und wann haben PI-Leser jemals "mörderisch" agitiert und wo ist der "Pranger"?
    Herr Bade, Leuten wie Ihnen verdanken wir die historischen Konsequenzen, die Sie am Ende des Intervies richtig skizzieren. Ich jedenfalls freue mich schon auf die Tea Party.
  3. #3

    Zuwanderung

    Die EU überweist Milliardenbeträge an die Länder Rumänien und Bulgarien. Die verschwinde aber in den Taschen korrupter Politiker. Das wird aber gezahlt, um die Lebensumstände dem EU-Standard anzugleichen. Dies Staaten entledigen sich aber ihrer ungeliebten und diskriminierten Minderheiten. Wenn die hier ankommen, zahlen wir doppelt. Ich vermisse, das an die Auszahlung der EU-Gelder strenge Bedingungen geknüpft werden, die auch auf Einhaltung überprüft werde. Bei Nichteinhaltung werden die Zahlungen rigoros gestoppt. Das Argument, dass man damit die arme Bevölkerung träfe, zieht nicht. Die kommen ja hierher und wir bezahlen. Die EU-Gelder sollten wir lieber den Kommunen zahlen,damit sie die nötigen finanziellen Mittel zur Integration dieser neuen Einwanderer haben
  4. #4

    Der Wahrheit bitte eine Chance

    Immer wieder ..auch in diesem Intervie ...die Rechtssein-Keule. Das genau bef?rdert die Wut. Die Probleme sind da, hier wie in anderen Industrielãndern. Jeder Menach im Elend sucht sein Traumland. Das verstehen unsere Bürger. Nur die Verweigerung, unsere Sprache zu lernen, anzuerkennen, das auch wir eine Kultur haben, nur zu fordern ...die eigenen Kinder abzuschotten ...wer in die USA einwandert geht unter mit dieser in Deutschland mõglichen Einstellung. Keiner hat Probleme mit Italienern, Spaniern etc...die Russen lernen schnell unsere Sprache und gieren nach Bildung. Baut Einwanderungseinrichtungen im Münchner Grünwald oder im Grunewald. Dann würde was losgehen ...aber sie werden dorthin geschickt, wo schon die deutschen Armen leben.
  5. #5

    Was will uns dieser Artikel eigentlich sagen ...

    ... dass sich unsere Gesellschaft mehr öffnen, aber nur keine Integrationswilligkeit der Migranten fordern soll, es sei denn, sie tun es aus eigenem Antrieb?

    Aus meiner Sicht ist zu diesem Thema eine ehrliche und offene Debatte notwendig, die weder mit ungerechtfertigten Vorurteilen noch mit Multi-Kulti-Romantik geführt wird. Es gibt Menschen, die sich leicht integrieren und welche die sich deutlich sträuben. IMHO erwarten die meisten Länder von Einwanderern, dass sich die Einwanderer eingliedern und nicht umgekehrt. Wobei Eingliedern nicht mit Selbstaufgabe und absoluter Anpassung zu verwechseln ist.

    Prof. Bade weist zurecht auf das Erlernen von Sprache, Arbeitsmöglichkeiten und Schulen hin. Absolut richtig. Einen sehr wichtigen Punkt möchte ich noch ergänzen: "Unser Grundgesetz".

    Wenn sich ein Einwanderer an unsere Gesetze hält, unsere Sprache spricht (muss ja nicht gleich perfekt sein), sich gesellschaftlich einbringt und sich sichtbar bemüht, seinen Anteil am Gemeinwohl zu leisten, dann ist er eigentlich ausreichend integriert. Welche Hautfarbe er hat, welchen Gott er anbetet oder welche sonstigen kulturellen Eigenschaften er besitzt, dürfte damit reine Privatsache sein und keinen stören.
  6. #6

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Von wegen "Willkommenskultur": Deutschland macht es Migranten nach wie vor schwer - und zwar nicht nur mit seiner überholten Integrationspolitik, sagt der Historiker Klaus Bade. Im Interview warnt er vor einer zunehmenden Radikalisierung der Fremdenhasser.

    Debatte über Migration: Interview mit dem Soziologen Klaus Bade - SPIEGEL ONLINE
    Das dumme ist: Es existieren tatsächlich Probleme und Herr Bade will sie als Experte nicht sehen. Wenn man Probleme aber nicht angeht, sondern wartet bis sie ganz laut an der Tür anklopfen, ist es meist schon zu spät sie auf eine für alle Seiten vernünftige Weise zu lösen.
    Es geht auch nicht um rechtskonservative Monokultur, sondern darum, dass wirklich alle hier lebenden Menschen, ob mit oder ohne Migrationshintergrund, die in unserer Verfassung gewährten Rechte und Pflichten möglichst verinnerlichen, mindestens sich aber an die Regeln halten. Ich denke aber gerade in Fragen, wie Selbstbestimmung z.B. der eigenen Kinder, Gleichstellung von Mann und Frau, Meinungsfreiheit, Religionsfreiheit, z.B. sich als geborener Muslim auch offen und problemlos zum Atheismus zu bekennen, bis hin zu einer grundsätzlichen Akzeptanz eines säkularen Staatswesens, in dem die Gesetze von Menschen höher stehen, als die "Gesetze Gottes", existieren einfach Probleme, die gelöst sein wolllen.
    Den sie lösen sich nicht von selbst in Luft auf.
    Und wer dies stets nur ignoriert, dem fällte es letztlich auf die Füße.
  7. #7

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Von wegen "Willkommenskultur": Deutschland macht es Migranten nach wie vor schwer - und zwar nicht nur mit seiner überholten Integrationspolitik, sagt der Historiker Klaus Bade. Im Interview warnt er vor einer zunehmenden Radikalisierung der Fremdenhasser.

    Debatte über Migration: Interview mit dem Historiker Klaus Bade - SPIEGEL ONLINE
    Bezeichnend ist doch, dass klassische Einwanderungsländer Einwanderungspolitik betreiben und Deutschland eine Integrationspolitik. Eine kluge Einwanderungspolitik würde nämlich eine Integrationspolitik obsolet machen. Was natürlich fatal für eine gewisse Industrie wäre.
  8. #8

    Hm...

    Auch in anderen Ländern kippt die Stimmung gegen Ausländer in dem Moment, in dem es den Einheimischen wirtschaftlich schlechter geht oder wenn eine kritische Menge überschritten ist.

    Es ist einfach ein Problem, wenn Leute ohne Ausbildung in ein vermeintlich wohlhabendes Land ziehen, nur um am Wohlstand teilzuhaben - ohne aber zu diesem beitragen zu können.

    Deshalb ist es langsam vonnöten, dass die Bundesregierung einen verbindlichen Punktekatalog für Einwanderungswillige aus Nicht-EU-Ländern elaboriert und verabschiedet und Aufenthaltsgenehmigungen nur noch in Verbindung mit einer vorhandenen Arbeitsstelle befristet vergibt.
  9. #9

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Von wegen "Willkommenskultur": Deutschland macht es Migranten nach wie vor schwer - und zwar nicht nur mit seiner überholten Integrationspolitik, sagt der Historiker Klaus Bade. Im Interview warnt er vor einer zunehmenden Radikalisierung der Fremdenhasser.

    Debatte über Migration: Interview mit dem Historiker Klaus Bade - SPIEGEL ONLINE
    Das dumme ist: Es existieren tatsächlich Probleme und Herr Bade will sie als Experte nicht sehen. Wenn man Probleme aber nicht angeht, sondern wartet bis sie ganz laut an der Tür anklopfen, ist es meist schon zu spät sie auf eine für alle Seiten vernünftige Weise zu lösen.
    Es geht auch nicht um rechtskonservative Monokultur, sondern darum, dass wirklich alle hier lebenden Menschen, ob mit oder ohne Migrationshintergrund, die in unserer Verfassung gewährten Rechte und Pflichten möglichst verinnerlichen, mindestens sich aber an die Regeln halten. Ich denke aber gerade in Fragen, wie Selbstbestimmung z.B. der eigenen Kinder, Gleichstellung von Mann und Frau, Meinungsfreiheit, Religionsfreiheit, z.B. sich als geborener Muslim auch offen und problemlos zum Atheismus zu bekennen, bis hin zu einer grundsätzlichen Akzeptanz eines säkularen Staatswesens, in dem die Gesetze von Menschen höher stehen, als die "Gesetze Gottes", existieren einfach Probleme, die gelöst sein wollen.
    Den sie lösen sich nicht von selbst in Luft auf.
    Stattdessen erlauben wir die Entwicklung einer Parallelgesellschaft, in der Stück für Stück die Errungenschaften unserer Demokratie verloren gehen.
    Und wer dies stets nur ignoriert, dem fällte es letztlich auf die Füße.