Gesetzesänderung: Bundesregierung will Lebensmittelpanscher outen

DPADie schwarz-gelbe Koalition zieht gesetzliche Konsequenzen aus dem Pferdefleisch-Skandal: Künftig sollen Behörden die Namen von Herstellern veröffentlichen, die Lebensmittel mit falschen Inhaltsangaben verkauft haben. Die Änderung soll bereits am Donnerstag beschlossen werden.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/ser...-a-885982.html
  1. #10

    optional

    Leider ist das wieder eine windelweiche Absichtserklärung. Selbst wenn sie als Gesetz umgesetzt wird, bewirkt sie nichts.
    Frau Aigner lässt grüssen.
    Peter Gudelius
  2. #11

    Mögliche Lösung!

    Zitat von brechthold Beitrag anzeigen
    ...während auf den NoName-Packungen weiterhin nur steht: "Hergestellt für xy-GmbH in der EU"?
    ...
    Solange nicht kaufen, bis der Anbieter dahinter kommt, warum nicht gekauft wir...

    Hätte aber auch schon jetzt und früher funktioniert....

    Wir brauchen nur deshalb ein Gesetz, weil der Markt schon lange nicht mehr auf den Verbraucher reagiert, sondern den Verbraucher erfolgreich dazu gebracht hat keine Ansprüche mehr zu stellen. Wir geben uns damit zufrieden, durch unser Kaufverhalten nichts zu fordern, nichts zu sagen...
  3. #12

    Pferdefleisch ist keine "Verunreinigung". Aber wenn ich Hunde, Pferde, Delphine oder sonstige Lebewesen zum Verzehr angeboten bekomme, möchte ich doch gerne, dass das draufsteht.

    Chaos-Verhältnisse in der Lebensmittelherstellung, Vermarktung und Kontrolle allerdings, wie sie hier wieder mal offenbar werden, können unserer Gesundheit in der Tat schaden. Ich warte dann mal auf den Contergan-Skandal der Lebensmittelindustrie.
  4. #13

    Weshalb erst jetzt?

    Weshalb kommt eine solche Gesetzesänderung erst jetzt? Das Oeffentlichkeitsprinzip ist in D zu wenig ausgeprägt. Heute lief eine Geschichte über einen verurteilten Betreiber einer File-Sharing-Webseite. Im Artikel wurden sogar die Konkurrenzfirmen und deren Inhaber namentlich genannt - aber der Verurteile nicht mit vollem Namen. Verkehrte Welt!
  5. #14

    Kein Titel

    Warum outen? Gewinne abschöpfen, Branchenverbot verhängen und für lange Zeit einbuchten. Über den hier angedachten Kinderkram lacht sich dieses Gesindel doch nur schlapp...
  6. #15

    Der ganz normale Wahnsinn:

    Zitat von Kudi Beitrag anzeigen
    ... aber der Verurteile nicht mit vollem Namen. Verkehrte Welt!
    Wir sollen doch gar nicht so genau erfahren, von wem uns Gefahr droht - zudem steht es natürlich der Resozialisierung der Täter im Wege, wenn jeder mal schnell ergoogeln kann, ob und ggf. was fürn schlimmer Finger da als neuer Nachbar, Bewerber oder einfach frisch geschlossene Bekanntschaft in Erscheinung tritt. Kein Grund eigentlich, warum das auf einmal alles nicht mehr wahr sein soll, wenn's wie hier gerade mal opportun erscheint, Transparenz und Öffentlichkeit zu fordern. ;-)
  7. #16

    Weil die Lobbyisten

    Zitat von micromiller Beitrag anzeigen
    wo das lebensmittel, welches ich kaufe seinen ursprung hat. ich moechte keine lebensmittel aus china oder bulgarien essen muessen. in america und canada sind die lebensmittel korrekt ausgezeichnet .. warum verhindernt unsere euro-deutschen politclowns das?????
    dies so wollen.
    Der Einfluss der Lobbyisten auf die Politik ist scheinbar so mächtig, dass bisher jegliche öffentliche Darlegung von informativen Daten verhindert wurde.
  8. #17

    Immer das Gleiche

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die schwarz-gelbe Koalition zieht gesetzliche Konsequenzen aus dem Pferdefleisch-Skandal: Künftig sollen Behörden die Namen von Herstellern veröffentlichen, die Lebensmittel mit falschen Inhaltsangaben verkauft haben. Die Änderung soll bereits am Donnerstag beschlossen werden.

    Novelle des Lebensmittelgesetzbuchs: Hersteller sollen genannt werden - SPIEGEL ONLINE
    Wenn keine Gefahr besteht, dass Unternehmen finanzielle Nachteile befürchten müssen und sich hinter Gesetzen und Verordnungen verstecken können, wird sich nichts ändern.

    Die konkrete Offenlegung von Firmen, die die Verbraucher betrügen, in dem sie nicht eindeutig deklarieren und "verbotene" Inhalte untermischen, wird dafür sorgen, dass derartige Machenschaften unterbleiben.

    Jede Firma wird es sich gut überlegen, ob sie Gefahr läuft von den Verbrauchern gemieden zu werden und damit Bankrott zu gehen.
  9. #18

    Zwechklos

    Vinzenzmurr, ein münchner großmetzger mit über 100 Filialen und EU weit bekannt mit Dosen und TK Ware wie Weißwürste oder Lüngerl sauer, hat gegen die Kontrollbehörden geklagt per einstweiliger Verfügung damit sie nicht namentlich genannt werden nach dem Müllerbrotskandal. Firmen mit Wirtschaftsmacht und entsprechenden Posten in den Kammern ist kaum beizukommen. Dass die Müller erst vorübergehend zugesperrt hatten lag wohl daran dass die Bevölkerung schwerst gesundheitsgefärdet gewesen wäre.
    Das Prinzip der Selbstkontrolle gehöhrt wieder abeschafft, da die Strafen die angeblich erhöht wurden nicht ausreichend sund und nie ausreichen würden.
    Mehr staatliche unangekündigte Kontrollen mit mehr festangestelltem Personal, mehr Labors würden auch mehr Arbeitsplätze bedeuten. Dafür könnte man ja eine Gewerbekontrollgebühr einführen. Und für die Verantwortlichen zwingende Untersuchungshaft, das Schreckt ab! Die Gewinne doppelt abgreifen und die Boni einziehen aus Privatvermögen.
    Sonst hört das nie auf!
  10. #19

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die schwarz-gelbe Koalition zieht gesetzliche Konsequenzen aus dem Pferdefleisch-Skandal: Künftig sollen Behörden die Namen von Herstellern veröffentlichen, die Lebensmittel mit falschen Inhaltsangaben verkauft haben. Die Änderung soll bereits am Donnerstag beschlossen werden.

    Novelle des Lebensmittelgesetzbuchs: Hersteller sollen genannt werden - SPIEGEL ONLINE
    Wetten, dass man sich, anderes als in anderenen Verfahren, in denen man noch vor Anklageerhebung anfing, die Beschuldigten zu "outen", diesen Schritt bei Suppenköchen drei Mal überlegen wird?

    Der an sich gerechtfertigte Schritt erscheint unter oben genanntem Blickwinkel als reichlich populistisch, oder irre ich da?