Gesetzesänderung: Bundesregierung will Lebensmittelpanscher outen

DPADie schwarz-gelbe Koalition zieht gesetzliche Konsequenzen aus dem Pferdefleisch-Skandal: Künftig sollen Behörden die Namen von Herstellern veröffentlichen, die Lebensmittel mit falschen Inhaltsangaben verkauft haben. Die Änderung soll bereits am Donnerstag beschlossen werden.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/ser...-a-885982.html
  1. #1

    ich moechte wissen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die schwarz-gelbe Koalition zieht gesetzliche Konsequenzen aus dem Pferdefleisch-Skandal: Künftig sollen Behörden die Namen von Herstellern veröffentlichen, die Lebensmittel mit falschen Inhaltsangaben verkauft haben. Die Änderung soll bereits am Donnerstag beschlossen werden.

    Novelle des Lebensmittelgesetzbuchs: Hersteller sollen genannt werden - SPIEGEL ONLINE
    wo das lebensmittel, welches ich kaufe seinen ursprung hat. ich moechte keine lebensmittel aus china oder bulgarien essen muessen. in america und canada sind die lebensmittel korrekt ausgezeichnet .. warum verhindernt unsere euro-deutschen politclowns das?????
  2. #2

    Ein guter Schritt

    Das hört sich zunächst ganz gut an, wenn das Ganze zeitnah und ohne Einschränkung passiert. Ich fürchte nur den Einfluß der Lebensmittellobby und den damit verbundenen gesetzlichen Nachbesserungen.
    Wenn jetzt noch die Klarheit und Vollständigkeit der Inhaltsangaben von Lebensmitteln gesetzlich konserquenter geregelt wird, (s.Beisp.wie Brot, Käse usw.),
    wäre das ja schon fast nicht auszuhalten.

    Aber ich bin sicher, wir müssen das weiter aushalten.
  3. #3

    Mogelpackung

    Was nützt es dem Verbraucher, wenn er irgendwo den Namen eines Herstellers in Rumänien, Frankreich oder Hintertupfingen liest, während auf den NoName-Packungen weiterhin nur steht: "Hergestellt für xy-GmbH in der EU"?
    Man sollte vom Verursacherprinzip weg. Für den Verbraucher ist der Einzelhändler der Vertragspartner und erster Ansprechpartner. Soll der zusehen, dass er einwandfreie Ware übergibt, wie es der Kaufvertrag vorsieht. Den entstehenden Schaden kann er dann gerne nach hinten durchreichen.
    Und da es beim Imageschaden nicht so gut gelingt, den nach hinten wandern zu lassen, kümmert man sich in den Zentralen der Großen dann vielleicht endlich um aussagekräftige Kontrollen.
  4. #4

    versprochen?

    das hatte man uns ja nun schon mehrmals versprochen und nicht gehalten.
    Nur, das Outen wird uns nichts nützen, wenn die feinen Herrschaften ihr betrügerisches, gesundheitsschädliches Tagewerk weiterhin vollbringen dürfen.
    Linzenentzug, Strafanzeige, Knast. Nur das wäre für uns akzeptabel.
  5. #5

    Das heisst:

    Alle bisherigen Beweise/Untersuchungsergebnisse zeigen: Es gab teils Beimischungen von Pferd, aber keine Schädlichkeit (z.B. Medikamentrückstände): also für den menschlichen Verzehr uneingeschränkt geeignet!
    Die falsche Deklaration ist natürlich dennoch Betrug!
  6. #6

    Zitat von Leblanc Beitrag anzeigen
    Alle bisherigen Beweise/Untersuchungsergebnisse zeigen: Es gab teils Beimischungen von Pferd, aber keine Schädlichkeit (z.B. Medikamentrückstände): also für den menschlichen Verzehr uneingeschränkt geeignet!
    Die falsche Deklaration ist natürlich dennoch Betrug!
    Auch das mit den Medikamentenrückständen ist nicht korrekt. In zahlreichen mit Pferdeflsich versetzten Produkten wurden auch Medikamantenreste aus dem Leben des Pferdes gefunden.
  7. #7

    Klar gehen solche Gesetzesänderungen jetzt schnell. Es ist schließlich Wahljahr.
  8. #8

    prinzipiell

    prinzipiell eine der wenigen guten ideen der regierung.

    aber der teufel steckt im detail:
    wer ist der "hersteller" ?

    der hersteller muss beileibe nicht der vertreiber oder die firma, die ihr label auf die verpackung klebt sein. Was ist mit dem lizenz-(un)wesen ?
    es gibt kilometerlang verordnungen, die genau regeln, was es mit herkunfts- / art- / länder- / inhalts-beschreibungen auf sich hat, was "original" und was "natürlich" zu bedeuten hat ...

    wie wird das auf "hersteller" heruntergebrochen?

    ich fürchte, da kommt eine liste mit ausländischen no-name-firmen (die schlimmstenfalls für genau diersen zweck als töchter der "have-name"-firmen gegründet werden) heraus, und die firmen krafft, müller, hipp, oder die ganzen weissware-firmen sind fein raus, obwohl der dreck in deren produkten genauso drin ist.

    wenn jetzt hier ein gesetz mit heißer nadel gestrickt wird, damit das unterschichten-volk, das den fertigprodukt-mist nunmal frisst (sorry, manchmal müssen drasrtische worte sein), wieder ruhiggestellt wird, dann verkommt das gesetz ziemlich sicher zur lukrativen lachnummer der lobbyisten.
  9. #9

    Da die Politiker sich ebenfalls nicht sicher sein können, was sie in den diversen Kantienen und Restaurants aufgetischt kriegen (wo kaufen die nämlich ein?), wäre es eigentlich auch in deren Interesse bzw. Gesundheit, hier für Sicherheit zu sorgen.

    Ob sie bis dahin denken können / wollen, ist allerdings eine andere Frage...