Heimarbeit bei Yahoo: Rückrufaktion für lockere Mitarbeiter

REUTERSRückschritt ins 19. Jahrhundert - oder eine dringende Maßnahme zur Wiederbelebung von Yahoo? Marissa Mayer, die neue Chefin des Internetkonzerns, holt alle Mitarbeiter vom Home Office zurück in die Firmenzentrale. Die Debatte über den Schritt wird erbittert geführt.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...-a-885970.html
  1. #1

    ...

    Vielleicht steigt ja die Motivation und Produktivität der Mitarbeiter, wenn die Chefin zuhause bleibt?
  2. #2

    Ablenkungsmanöver

    Mayer hat offensichtlich Probleme mit Yahoo und will jetzt Mitarbeiter entlassen bzw. beginnt deshalb, die Mitarbeiter zu schikanieren, damit diese selbst kündigen. Die Schikane besteht darin, die betrieblichen Vereinbarungen aufzukündigen. Viele Mitarbeiter dürften eine weite Anreise zu den Firmenbüros haben. Und sicherlich fehlen viele Büroräume, wenn bislang dezentral gearbeitet wurde. Die Behauptung, einige der besten Entscheidungen und Erkenntnisse erwüchsen aus Gesprächen auf dem Flur oder in der Cafeteria, ist auch nur dummes Gewäsch.
  3. #3

    @b-stein

    Die Behauptung, einige der besten "...Entscheidungen und Erkenntnisse erwüchsen aus Gesprächen auf dem Flur oder in der Cafeteria, ist auch nur dummes Gewäsch. ..." Lässt sich so pauschal auch nicht sagen.
  4. #4

    Überwachung...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wohlsen zitiert aber auch Yahoo-Mitarbeiter, die in Mayers Maßnahme einen ganz anderen Sinn erkennen: Das Ganze sei ein Loyalitätstest.
    Das ist für mich einer der interessantesten Sätze in dem Artikel.

    Wahrscheinlich will sie nur die Spreu vom Weizen trennen; denn wer während der Arbeitszeit nicht für die Firma arbeitet (Privates erledigt, im Internet surft etc.), der macht das egal wo er ist...im Homeoffice und auch in der Firma. In der Firma bekomme ich das aber schneller und besser raus...

    Da wären wir dann beim Thema Überwachung...
  5. #5

    Jaja , ist klar...

    "...Entscheidungen und Erkenntnisse erwüchsen aus Gesprächen auf dem Flur oder in der Cafeteria". - Jaja, klar. Das sind die Leute, die nichts zu tun haben und reine Anwesenheit mit "ich habe gearbeitet" verwechseln. Kommen morgens um acht, verbringen den halben Tag damit, andere Kollegen von der Arbeit abzuhalten und lästern über diejenigen die erst um 9 erscheinen. "Mahlzeit, auch schon da?". Sowas hab ich gern.
  6. #6

    Situation in US-Städten anders als bei uns

    In einem Land, wo die meisten Straßen nicht einmal innerorts Bürgersteige haben, wo ÖPNV-Angebote auf rudimentäre Netze in Ballungsgebieten beschränkt sind, die Highways zur Rushhour völlig verstopft und die Brücken baufällig sind - aber wo man prinzipiell sehr weit von seinem Arbeitsort entfernt wohnt - in so einem Land macht es einen erheblichen Unterschied, ob man 9-17 ins Büro muss oder ob man daheim arbeitet. Das ist mit Berlin oder Hamburg überhaupt nicht zu vergleichen.
  7. #7

    MM hat recht

    Wenn man schon mal erlebt hat, dass ein Mitarbeiter in seiner offiziellen Homoffice -Präsenszeit genau eine Minute danach den Löffel fallen lässt – und erst wieder zur nächsten HO Präsenszeit erscheint (Tage später) – also keine Chance für die kurzen Wege über den Flur u. ä., der wundert sich nicht über Marissa Mayers Vorstoß. Sie ist ein der besten, eh.
  8. #8

    .

    Zitat von b-stein Beitrag anzeigen
    Mayer hat offensichtlich Probleme mit Yahoo und will jetzt Mitarbeiter entlassen bzw. beginnt deshalb, die Mitarbeiter zu schikanieren, damit diese selbst kündigen. Die Schikane besteht darin, die betrieblichen Vereinbarungen aufzukündigen. Viele Mitarbeiter dürften eine weite Anreise zu den Firmenbüros haben. Und sicherlich fehlen viele Büroräume, wenn bislang dezentral gearbeitet wurde. Die Behauptung, einige der besten Entscheidungen und Erkenntnisse erwüchsen aus Gesprächen auf dem Flur oder in der Cafeteria, ist auch nur dummes Gewäsch.
    Mitarbeiter schikanieren? Was ist daran Schikane, wenn man kein Homeoffice machen darf? Ich darf jeden Tag 100 km fahren, habe kein Homeoffice, darf 200 (unbezahlte) Überstunden pro Jahr leisten und bekomme dafür wahrscheinlich weniger Gehalt bezahlt als die Putzfrau bei VW! Das ist Schikane, wenn man bedenkt, dass ich auf das MINT-Geschwätz hereingefallen bin...
    Man sollte einen dieser verwöhnten Yahoo-"Experten" einmal hart arbeiten lassen. Aber bestimmt werden mich die SPON-Leistungsträger sogleich wieder als Minderleister abkanzeln. Ich kann jedoch versichern, dass es an meinen bisherigen Leistungen wohl nicht liegt. Aber halt, mir fehlt das Vitamin B, das wird es sein; denn um diese Lorbeeren habe ich mich zu wenig bemüht. Deswegen werde ich auch bis ins Grab alles geben müssen und den Leistungsträgern beim Golfen zusehen.
  9. #9

    solche und solche

    Es gibt solche und solche Mitarbeiter. Unabhängig wo der Mitarbeiter arbeitet.Zu pauschalisieren ist genauso dumm wie nicht zu prüfen ob vereinbarte Ziele eingehalten werden. Dafür aber etablierte Strukturen in Gänze zu brechen.... dumm ist das.

    Im Zeitalter von Videopräsenz, Telko, Mail und Communicator dürfte es ziemlich egal sein nach dem "wo" zu fragen. Wer in einem Konzern wie Yahoo das nicht gecheckt hat....Hut ab das sie sich damit derart hochschlafen konnte (Satire!).