Bundeskartellamt-Entscheidung: "FAZ" darf "FR" übernehmen

DPANach der Insolvenz nun die Übernahme: Das Bundeskartellamt hat keine Einwände gegen eine Übernahme der "Frankfurter Rundschau" durch die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" - obwohl sich die "FAZ" damit eine marktbeherrschende Stellung in der Region sichert.

http://www.spiegel.de/kultur/gesells...-a-885952.html
  1. #1

    Oh jemine.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Nach der Insolvenz nun die Übernahme: Das Bundeskartellamt hat keine Einwände gegen eine Übernahme der "Frankfurter Rundschau" durch die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" - obwohl sich die "FAZ" damit eine marktbeherrschende Stellung in der Region sichert.

    Bundeskartellamt: "FAZ" darf "FR" übernehmen - SPIEGEL ONLINE
    Oh je, ob es dann noch die FR sein wird wie ich sie als jahrelanger Abonennt kenne? Ich befürchte einen Rechtsruck. Überhaupt, wird es noch eIne Deutschlandweite Ausgabe geben?
  2. #2

    marktbeherrschende Stellung

    hat die WAZ nicht eine noch grössere marktbeherrschende Stellung in NRW und da hört man nichts?

    Noch nicht mal als die SZ eine Ausgabe mit NRW-Teil anbieten wollte und aufeinmal die WAZ-Leute auf die Auslieferer zugingen und Andeutungen machten was passieren würde, wenn diese auch die SZ verteilen würden?
  3. #3

    Abscied von einer großen ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Nach der Insolvenz nun die Übernahme: Das Bundeskartellamt hat keine Einwände gegen eine Übernahme der "Frankfurter Rundschau" durch die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" - obwohl sich die "FAZ" damit eine marktbeherrschende Stellung in der Region sichert.

    Bundeskartellamt: "FAZ" darf "FR" übernehmen - SPIEGEL ONLINE
    Zeitung und damit auch von einer politischen Meinung. In Zukunft wird der Ton wohl anders ausfallen und mehrere Blätter mit einer Meinung, das brauchen wir nicht.
    Also werde auch ich mein Abo kündigen. Schade!! Es waren doch Welten zwischen FAZ und Rundschau.
  4. #4

    Der Kunde

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Nach der Insolvenz nun die Übernahme: Das Bundeskartellamt hat keine Einwände gegen eine Übernahme der "Frankfurter Rundschau" durch die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" - obwohl sich die "FAZ" damit eine marktbeherrschende Stellung in der Region sichert.

    Bundeskartellamt: "FAZ" darf "FR" übernehmen - SPIEGEL ONLINE
    Der Kunde hat entschieden. Er braucht die FR nicht mehr und will die Artikel nicht mehr lesen.


    Warum hält man soetwas dann künstlich am leben?

    Angebot und Nachfrage.

    Wahrscheinlich stimmten die Inhalte auch einfach nicht mehr.
  5. #5

    Das war's dann wohl

    Tschüss FR! Das Juristen-Schwafelblatt FAZ wollte ich noch nie, ebensowenig den Ableger FNP, ein Provinzblatt, das gerade mal eine Stufe über Bild steht. Und eine gleichgeschaltete FR will ich nicht.
  6. #6

    optional

    Tja, so unterschiedlich können die Meinungen sein! Es wird gerne vergessen, dass die FR einst das Hausblatt der KPD war und sich davon nie sehr weit entfernt hat.

    Als über mich selbst (ohne direkte Namensnennung) einmal recht abwertend berichtet worden war (ich hatte es "gewagt", mich gegen die SPD-Stadtregierung zu stellen!), schrieb ich einen die Fakten etwas zurecht rückenden Leserbrief. Antwort der FR: "Es ist bei uns nicht üblich, Betroffen Gelegenheit zur Gegendarstellung zu geben." Noch Fragen zum "Demokratieverständnis" dieses Blättchens?

    Die FAZ ist - entgegen den Äußerungen diverser Foristen - stets offen für "andere" Meinungen gewesen, hat diese auch z.B. in Leserbriefen veröffentlicht.

    Ich hoffe, die FAZ führt die FR als Regionalzeitung weiter - und zwar im FAZ-Stil! DAS wäre endlich mal eine Konkurrenz zum südhessischen Provinzblatt "Darmstädter Echo", das selbst Leserbriefe umpfriemelt. Oder sogar (nachweislich!!!) Leserbrief gegen die Stadtverwaltung Darmstadt erst den Betroffenen zur "Genehmigung" vorlegt - und dann NICHT veröffentlicht. Näheres zu solchen keinesfalls einmaligen Vorfällen kann die IG Abwasser in Darmstadt (eine Bürgerinitiative gegen die bundesweit höchsten Abwassergebühren einer deutschen Großstadt) durchaus vorweisen.

    Die FAZ selbst ist für Otto Normalverbraucher einfach "technisch unlesbar" und der Regionalteil ist zu dürftig.
  7. #7

    Schlafmittel

    Die meisten Tageszeitungen sind doch heute das reinste Schlafmittel, und man weiß doch schon vorher was sie schreiben. Die Mächtigen haben immer recht, und verhaltene Kritik ist nur Dekoration.

    Insbesondere die FAZ hat seit jeher die Interessen der Herrschaft vertreten und war deshalb auch schon immer ziemlich valiumhaltig. In der FR konnte man ab und zu noch saftige Reportagen lesen, wie z.B. die über den Niedergang der Scientology. Aber jaja, man will sich ja keine Feinde machen.

    Kein Wunder übrigens, daß es bei derartig seichtem Gesülze soviel Verschwörungstheorien gibt. Im Jahr 2003 fiel es keiner Zeitung ein, mal das mit den Massenvernichtungswaffen im Irak genauer zu untersuchen. Als im Mai 2010 die Ölpest im Golf von Mexiko war, hätte es sich doch angeboten, etwas über die internen Strukturen der Ölkonzerne zu schreiben, das Outsourcing, der Kostendruck auf Seiten der "Contractors" und die Risikominimierung der Konzerne.

    Aber nein, da kam und kommt nichts. Wozu noch Zeitungen? Ah ja, als Beruhigungsmittel.
  8. #8

    Gleichgeschaltet

    Zitat von Eva K. Beitrag anzeigen
    Tschüss FR! Das Juristen-Schwafelblatt FAZ wollte ich noch nie, ebensowenig den Ableger FNP, ein Provinzblatt, das gerade mal eine Stufe über Bild steht. Und eine gleichgeschaltete FR will ich nicht.
    war die sogenannte 'Freie Presse' schon 1880 (Stichwort: John Swinton) und daran hat sich bis heute nichts geändert. Im Gegenteil, es ist schlimmer, als je zuvor.
  9. #9

    Es kreißen die Berge, zur Welt kommt nur ein lächerliches Mäuschen

    Der Berg kreißte und gebar eine Maus - man sollte sich wirklich überlegen, ob das Verfahren des deutschen Insolvenzrecht heutigen Ansprüchen an die Entwicklung zukunfts- und tragfähiger Geschäftsmodelle noch gerecht wird. 28 Arbeitsplätze zu erhalten - das hätte die ehemalige Geschäftsleitung bestimmt hinbekommen; ohne hohe Kosten zur Bestellung des Insolvenzverwalters zu erzeugen. Ich frage mich wo das zukunftsträchtige Online-Konzept; die industrielle Perspektive für die Druckerei; eine inhaltliche Neuausrichtung der Redaktion geblieben sind?! Zum Probelauf einer umfassenden, kostenpflichtigen Online-Präsenz mit dem Mut zu einem bundesweit einzigartigen Gebührenmodells oder Ausgründung der Druckerei in einer eigenständigen GmbH wären die Gelder besser angelegt worden. Ich frage mich, was jetzt noch unterm Mantel bleibt?