Klimapolitik-Gutachten: Forscher fordern zentrale Steuerung der Energiewende

DPABizarr zerstückelte Zuständigkeiten und ineffiziente Instrumente - die Expertenkommission Forschung und Innovation stellt der deutschen Energiewende-Politik ein schlechtes Zeugnis aus. Vor allem die Koordination zwischen Bund, verschiedenen Ministerien und den Ländern müsse verbessert werden.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...-a-885874.html
  1. #1

    Was soll an der ganzen Energiewende besser werden, wenn jetzt Experten das Sagen haben sollen.
    Die Forscher vom PIK und Co sind doch schuld an dem übereilten Schlamassel.
    Und billiger wird es sowieso nicht.
  2. #2

    Was für Forscher?

    Wenn ich mir die Mitglieder dieser "Expertenkommission Forschung und Innovation" ansehe, kann ich dort keine Physiker und Ingenieure finden. Ich persönlich halte die Energiewende für einen reinen Politik-Marketinggag und nicht realisierbar. Dazu würde ich gern mal renommierte Experten hören. Nicht nur Wirtschafter, Innovations-Forscher, ...
  3. #3

    in einem haben die forscher recht

    Die Energiewende ist völlig unkoordiniert, und den Beteiligten geht es nicht um eine nachhaltige, verläßliche und preisgünstige Energieversorgung, sondern nur darum, sich die Taschen mit Subventionsgeldern vollzustopfen.

    Das wird aber auch mit einer noch stärker regulierten, zentralisierten Planwirtschaftlichen Steuerung nicht besser.

    Klimawandel und Resourcenverbrauch sind ein globales Problem, und können deshalb auch nur global angegangen werden. Die Energiewende, also der Umstieg von fossilen auf EE wird genau zu dem Zeitpunkt erfolgen, wenn die fossilen Brennstoffe teurer werden als EE, und zwar ohne Subventionen, Strafgebühren oder sonstige staatliche Eingriffe.

    Die Staaten, die das mit allerlei staatlichen Gesetzen und Subventionen früher erzwingen wollen erreichen für das Klima garnichts sondern schaden nur ihrer eigenen Wirtschaft und ihren eigenen Bürgern.
  4. #4

    Strompreise steigen permanent wegen EEG in Deutschland

    und weil die Energiewende vom Schwelb-Kabinett verabschiedet wurde, ist erstmalig in 2012 die CO2-Produktion in Deutschland seit 22 Jahren um 1,6 % zum Vorjahr gestiegen (Kohlekraftwerke-einsatz wegen AKW-Stilllegung). Andererseits steigt die Temperatur in den letzten 15 Jahren auf der Welt nicht mehr an und in Deutschland sind die letzten 5 Winter in Folge kälter als der langjährige Durchschnitt gewesen.
    Mittlerweile produziert die VRChina schon 50% mehr CO2 wie die USA p.a. und der Produktionszuwachs der VRChina p.a. entspricht der Geamtjahresproduktion Deutschlands aus 2011. Also piano, piano liebe Experten ! Es kann nur noch teurer werden.
  5. #5

    Zitat von rsi Beitrag anzeigen
    Wenn ich mir die Mitglieder dieser "Expertenkommission Forschung und Innovation" ansehe, kann ich dort keine Physiker und Ingenieure finden. Ich persönlich halte die Energiewende für einen reinen Politik-Marketinggag und nicht realisierbar. Dazu würde ich gern mal renommierte Experten hören. Nicht nur Wirtschafter, Innovations-Forscher, ...
    Die einzigen Forscher, die sich ernstzunehmend mit regenerativer Energieerzeugung auseinandersetzen, sind die Wissenschaftler im Fraunhofer Institut.

    Und die kommen zu ganz anderen Folgerungen als unsere Bundesregierung mit den selbsternannten Experten Rösler & Altmaier.

    "Die durchschnittliche EEG-Vergütung für PV-Strom liegt im Jahr 2012 bei ca. 35 ct/kWh, hier wirkt sich der ältere Anlagenbestand mit seinen höheren Vergütungen aus. Ab dem Jahr 2020 werden die jeweils
    ältesten Anlagen nach und nach aus der EEG-Vergütung ausscheiden, weil die 20-jährige Bindungsfrist ausläuft. Sie werden aber
    noch weiter Strom liefern, dessen Gestehungskosten alle anderen fossilen oder erneuerbaren Quellen unterbieten. Der alte Anlagenbestand, der heute die durchschnittliche Vergütung anhebt, wird ab 2020 voraussichtlich kostensenkend wirken.
    Unter der Annahme kontinuierlicher Entwicklungen von Stromkosten und Vergütung wird „Grid Parity“ auch für die industriellen Stromkunden in wenigen Jahren erreicht."
    http://www.ise.fraunhofer.de/de/vero...eutschland.pdf
  6. #6

    :-(

    Schafft endlich die Bundesländer mit ihren ganzen redundanten Strukturen ab. So ein Zirkus jedes Mal, wenn Irgendwas entschieden werden muß ... und dann noch der Bundesrat ... Was herauskommt sind immer nur Kompromisse, weil ja auch jeder jedes Mal sehen muß, daß er vom anderen was bekommt, wenn der was bekommt ... ein Affenzirkus und nie wird was wirklich gut, sondern man bekommt ICE-Halts in Montabaur etc. Von der Bildungskatastrophe mal ganz zu schweigen ... oder dem Rauchverbot, etc. ... (Und NEIN, ich will nicht das 4. Reich errichten und auch nicht alles Wichtige in Berlin konzentrieren (oder wo auch immer)).
  7. #7

    Irrsinn mit System!

    Zitat von rsi Beitrag anzeigen
    Wenn ich mir die Mitglieder dieser "Expertenkommission Forschung und Innovation" ansehe, kann ich dort keine Physiker und Ingenieure finden. Ich persönlich halte die Energiewende für einen reinen Politik-Marketinggag und nicht realisierbar. Dazu würde ich gern mal renommierte Experten hören. Nicht nur Wirtschafter, Innovations-Forscher, ...
    Dazu kann man einige leicht nachprüfbare Fakten darstellen, die zumindest im Augenblick zeigen, dass kein einziges propagiertes Ziel dieser "Energiewende" erreicht wurde:

    -Fotovoltaik im sonnenarmen Deutschland obendrein ohne tragfähige Speichermöglichkeiten ist technischer Humbug. Diese Geräte werden mit Stoffen produziert, die ca. um den Faktor 17000 klimaschädlicher sind als CO2. Sie produzieren Strom zu Zeiten, in denen ihn niemand braucht, zu Preisen, die immer mehr Bürger nicht bezahlen können. Unter letzterem Gesichtspunkt muss man perverserweise zur Zeit dankbar sein, wenn keine Sonne scheint, denn der dann produzierte Strom muss zu 45 Ct pro kWh abgenommen werden, wird kaum gebraucht und zu Dumpingpreisen verschleudert. Die Differenz zahlen die "Verbraucher" per EEG-Umlage für nicht verbrauchten Strom.
    -Die Probleme bezüglich der Gefahren der Kernkraft sind eher noch verschärft, denn die Meiler stehen jetzt knapp hinter der Grenze und arbeiten bei tendenziell geringeren Sicherheitsstandards. Die Errichtung neuer Werke ist geplant.
    -Die Versorgungssicherheit ist dramatisch gesunken und kann nur noch durch Einsatz schlimmster Dreckschleudern in Form von Schweröl- oder alten Kohlekraftwerken aufrecht gehalten werden. Demgemäß ist der CO2-Ausstoß Deutschlands seit langen wieder gestiegen.
    -Leitungen und Speicher werden von den gleichen Leuten be- und verhindert, die unbedingt "Energiewende" wollen. Sie sind oft auch Hauptprofiteure des sinnfreien Subventionswahns.
    Mit den Geldern könnte man in anderen Bereichen sehr viel effizienter Klimaschutz betreiben.

    Alles in Allem der reine Irrsinn, der übrigens im Ausland mit einer Mischung aus Staunen und Kopfschütteln aufgenommen wird.
  8. #8

    Sie liegen falsch

    Zitat von rsi Beitrag anzeigen
    Wenn ich mir die Mitglieder dieser "Expertenkommission Forschung und Innovation" ansehe, kann ich dort keine Physiker und Ingenieure finden. Ich persönlich halte die Energiewende für einen reinen Politik-Marketinggag und nicht realisierbar. Dazu würde ich gern mal renommierte Experten hören. Nicht nur Wirtschafter, Innovations-Forscher, ...
    Das sind schon richtige "Forscher" und "Wissenschaftler".
    Die "erforschen", wie weit man die Volksverdummung hierzulande noch treiben kann.
    Insbesondere, aber nicht nur: ob es bei den Redakteuren der ÖR-Medien eine Dummheits-Untergrenze gibt. Das ist momentan ein großer Streitpunkt.
  9. #9

    Sehe

    Zitat von seneca55 Beitrag anzeigen
    und weil die Energiewende vom Schwelb-Kabinett verabschiedet wurde, ist erstmalig in 2012 die CO2-Produktion in Deutschland seit 22 Jahren um 1,6 % zum Vorjahr gestiegen (Kohlekraftwerke-einsatz wegen AKW-Stilllegung). Andererseits steigt die Temperatur in den letzten 15 Jahren auf der Welt nicht mehr an und in Deutschland sind die letzten 5 Winter in Folge kälter als der langjährige Durchschnitt gewesen.
    Mittlerweile produziert die VRChina schon 50% mehr CO2 wie die USA p.a. und der Produktionszuwachs der VRChina p.a. entspricht der Geamtjahresproduktion Deutschlands aus 2011. Also piano, piano liebe Experten ! Es kann nur noch teurer werden.
    ich anders. Seit 50 Jahren steigen die Energiepreise. Die Preise für Strom am allerwenigsten.Kann also nichts mit Energiewende zu tun haben.
    Die Heizölpreise haben sich Verzehnfacht in der Zeit, in der sich die Strompreise nur verdreifacht haben.
    Die Preiserhöhungen gehen schlicht auf steigende Produktionskosten und staatliche Zusatzkosten zurück, die erneuerbaren Energien bremsen den Preisanstieg durch das erhöhte Angebot. So sanken im letzten Jahr die Grosshandelsstrompreise um bis zu 17 % .
    Ausserdem dämpfen die erneuerbaren Energien den C02 Ausstoss.
    Logisch, da keine Brennstoffe benötigt werden.