Zum Tode Stéphane Hessels: Ein Leben lang links

AFPAntifaschist, Diplomat und im hohen Alter noch Aktivist, der dem Unbehagen gegenüber dem Finanzmarkt-Kapitalismus eine Stimme gab: Stéphane Hessel, Autor von "Empört euch!", ist tot. Ein langes Leben im Kampf für Menschenrechte und eine gerechtere Welt ist zu Ende gegangen.

http://www.spiegel.de/kultur/gesells...-a-885875.html
  1. #1

    optional

    Das war ein bemerkenswerte Inszenierung!
    http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/frische-jedermann-inszenierung-brandenburg-empoert-sich-a-786051.html
  2. #2

    Die Empörung muss weiter gehen

    "... mit seinem Manifest 'Empört Euch' - einer politisch unkorrekten Streitschrift".
    Im erbsenzählerischen Sinn dieser Vokabel war Stéphane Hessel sein gesamtes Leben lang "politisch unkorrekt" und - nicht nur in den braunen Jahren - ein widerständiger Geist.
    Jeder Demokrat sollte dafür dankbar sein, dass es Menschen wie Hessel gegeben hat und gibt.
    Möge er in Frieden ruhen.
    Wir - hoffentlich - "Empörten" hingegen sollten - nach den respektvollen Gedenken - die Ärmel (wieder) hoch krempeln.
    Die Welt ist dazu da, um verändert und verbessert zu werden. Und da reicht es nicht, auf andere zu warten, die dieses tun. Hessels Vermächtnis ist auch, dass diese Verbesserung eine Aufgabe für jeden von uns ist.
  3. #3

    Eine Stimme weniger auf Erden,

    deren Echo hoffentlich nicht verstummt........
  4. #4

    Alle Achtung

    ein Kämpfer für das Recht der Völker ist von und gegangen,auf Nachwuchs kann man nur hoffen.
  5. #5

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Antifaschist, Diplomat und im hohen Alter noch Aktivist, der dem Unbehagen gegenüber dem Finanzmarkt-Kapitalismus eine Stimme gab: Stéphane Hessel, Autor von "Empört euch!", ist tot. Ein langes Leben im Kampf für Menschenrechte und eine gerechtere Welt ist zu Ende gegangen.

    Nachruf auf Stéphane Hessel - SPIEGEL ONLINE
    Ich habe mich auch mit "Empört euch!" beschäftigt, und ehrlich gesagt, war ich entsetzt, wie er zwar einerseits den Finger in die Wunde legte, aber andererseits absolut Staats- und Obrigkeitshörig war. Der Staat soll die Probleme richten, die er doch selbst erst mit verursacht! ?
    Nur weil dies kurz nach dem Krieg funktionierte, weil es gar keine Strukturen gab und diese dann erfolgreich wieder eingeführt wurden, kann man das doch nicht auf heute übertragen- wo der Staat selbst mit seiner Geld-Mißwirtschaft Teil des Problems ist.
  6. #6

    Bei den ganzen Clowns...

    die uns aktuell so an der Echtheit im Allgemeinen zweifeln lassen, war dieser Mann einer der einen zumindest einmel mit seiner Echtheit weinen machen konnte - jetzt ist er weg und man moechte wieder weinen.
  7. #7

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Antifaschist, Diplomat und im hohen Alter noch Aktivist, der dem Unbehagen gegenüber dem Finanzmarkt-Kapitalismus eine Stimme gab: Stéphane Hessel, Autor von "Empört euch!", ist tot. Ein langes Leben im Kampf für Menschenrechte und eine gerechtere Welt ist zu Ende gegangen.

    Nachruf auf Stéphane Hessel - SPIEGEL ONLINE
    Hessels Einsatz für eine gerechtere Welt sollte uns allen ein Vorbild sein. Alle, die "Empört euch!" noch nicht gelesen haben, können hier die wichtigsten Passagen lesen: Zum Tod von Stéphane Hessel: Eine Leseprobe | Civitas Libertatis
  8. #8

    Welch ein substanzloser Moralist

    S. Hessel, war jemand, der sich durch wohligen moralistischen Pathos breite Beliebtheit verschafft hat. Die Substanzlosigkeit seines Schaffens offenbahrt sich allerdings beispielsweise durch Zitate, die man als Verharmlosung nazionalsozialistischer Verbrechen bewerten kann.

    „Die durchlässige deutsche Besatzungspolitik gestattete noch am Ende des Krieges eine offene Kulturpolitik. Man durfte in Paris Stücke von Jean-Paul Sartre aufführen oder Juliette Gréco hören. Wenn ich einen kühnen Vergleich als Betroffener wagen darf, so behaupte ich: Die deutsche Besatzung war, wenn man sie vergleicht zum Beispiel mit der heutigen Besetzung von Palästina durch die Israelis, eine relativ harmlose, von Ausnahmen abgesehen wie den Verhaftungen, Internierungen und Erschießungen, auch vom Raub der Kunstschätze. Das war alles schrecklich. Aber es handelte sich um eine Besatzungspolitik, die positiv wirken wollte und deshalb uns Widerstandskämpfern die Arbeit so schwermachte."
  9. #9

    Ausgerechnet Martin Schulz!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Martin Schulz, Präsident des Europaparlaments, beschrieb Hessel als "Geist des Kampfes und der Freiheit".
    Ausgerechnet Martin Schulz spricht über "Freiheit" und "Kampfgeist"! Das ist eine empörende Beleidigung für Stephane Hessel und besudelt alles, was dieser grosse Demokrat und Freiheitskämpfer in seinem Leben geleistet hat!

    -Hoffentlich bricht auf seiner Beerdigung endlich eine Sturmflut los, welche in einem Sternmarsch auf Brüssel mündet und dieses Dr***spack in den Gully der Geschichte spült!