Britische Elite-Uni Oxford: Weiße Bewerber haben bessere Chancen

REUTERSAbgelehnte Kandidaten nörgeln gern, dass die Elite-Unis Oxford und Cambridge unfair auswählen. Jetzt belegen Zulassungsdaten: In manchen Fächern haben weiße Bewerber tatsächlich viel bessere Aussichten auf einen der begehrten Studienplätze.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...-a-885855.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Abgelehnte Kandidaten nörgeln gern, dass die Elite-Unis Oxford und Cambridge unfair auswählen. Jetzt belegen Zulassungsdaten: In manchen Fächern haben weiße Bewerber tatsächlich viel bessere Aussichten auf einen der begehrten Studienplätze.
    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Weiße Bewerber für das Fach Medizin, die in ihrem Schulabschlusszeugnis dreimal oder öfter die Spitzennote A* stehen hätten, haben demnach doppelt so gute Chancen auf einen Studienplatz wie Angehörige einer Minderheit mit denselben sehr guten Noten. 43 Prozent der weißen Leistungsträger werden angenommen - und nur 22,1 Prozent der nichtweißen.
    Wir darf man sich das vorstellen:
    Die filtern alle raus, die "dreimal oder öfter die Spitzennote A* stehen" haben, schauen sich dann die Gesichter an (aufm Foto oder live?) und geben dann die Mehrheit der freien Plaetze an Weisse.

    Oder ist es doch eher so:

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Allerdings kenne die Uni die A-Level-Noten ihrer Bewerber zum Zeitpunkt des Auswahlverfahrens gar nicht, da die Schüler ihre Prüfungen erst danach schrieben. Stattdessen seien Eignungstests, ältere Zeugnisse und Interviews entscheidend. Diese seien aber in die Auswertung nicht mit eingeflossen, kritisierte die Sprecherin. Auch eine Sprecherin der Universität Cambridge nannte die Analyse oberflächlich, weil sie solche und andere Faktoren außer Acht lasse.
    Aha.

    Also mal wieder viel heisse Luft und Empoerungspotenzial.
    Genau wie bei uns.
  2. #2

    Skandal

    Wie wäre es denn mal so einen Vergleich im Rahmen von Kriminalitätsstatistiken anzustreben??? Aber ich bin mir sicher das die Ersteller der o. a. Untersuchung selbst in diesem Falle die voraussehbaren Ergebnisse verdrehen würden...
  3. #3

    Zitat von bekkawei Beitrag anzeigen
    Wir darf man sich das vorstellen:
    Die filtern alle raus, die "dreimal oder öfter die Spitzennote A* stehen" haben, schauen sich dann die Gesichter an (aufm Foto oder live?) und geben dann die Mehrheit der freien Plaetze an Weisse.
    An britischen Universitäten finden üblicherweise Interviews statt, die Uni bekommt die Bewerber also direkt zu Gesicht.
    Zitat von bekkawei Beitrag anzeigen
    [...]
    Also mal wieder viel heisse Luft und Empoerungspotenzial.
    Genau wie bei uns.
    "Heisse Luft"? Weisse sind offenbar in einigen Fächern doppelt so erfolgreich, bei gleicher akademischer Eignung (die sich in denselben hervorragenden Schulnoten widerspiegelt). Die Eliteunis haben ganz offensichtlich ein ernsthaftes Problem mit ihrem Bewerbungsverfahren.

    Ich weiss nicht, ob unbedingt Rassismus die Ursache ist. Denkbar wäre auch eine (bewusste oder unbewusste) Bevorzugung von Kandidaten, die den richtigen "Stallgeruch" haben - die vornehme Schule, den gepflegten Akzent, den richtigen familiären Hintergrund (am besten mit Eltern, die ebenfalls in Oxford und Cambridge waren) etc. In Grossbritannien gibt es leider immer noch ein fest verankertes Klassendenken, dass per definitionem Weisse bevorzugt.
  4. #4

    mein lieber eddy...

    Bist leider ziemlich geschichtskenntnisfrei!Noch im mittelalter hatte das gelobte Abendland kaum rudimentaere kenntnis in medizin mathematik astronomie...Da haben wir von den kalifen auf der iberischen halbinsel kraeftig dazugelernt! soll genuegen als kleine relativierung deines rassischen schwunges.
  5. #5

    dass allein die Leistung zähle und dass man gleichzeitig auf ethnische Vielfalt großen Wert lege.
    hat mir doch eine lächeln entlockt.... :)
  6. #6

    Kaderschmieden

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Abgelehnte Kandidaten nörgeln gern, dass die Elite-Unis Oxford und Cambridge unfair auswählen. Jetzt belegen Zulassungsdaten: In manchen Fächern haben weiße Bewerber tatsächlich viel bessere Aussichten auf einen der begehrten Studienplätze.

    Weiße Bewerber haben in Oxford bessere Chancen auf Studienplatz - SPIEGEL ONLINE
    Oxford und Cambridge sind Kaderschmieden, die bleiben gerne unter sich. Die Elite Großbritanniens ist Weiss, da überrascht es nicht, dass auch an den Elite-Schulen überwiegend weisse Studenten sind und Schwarze es schwer haben da aufgenommen zu werden.

    Mich würde mal interessieren, ob es denn in Einrichtungen wie dem Eton College prozentual mehr Schwarze, als in Oxford und Cambridge, gibt. Da gehe ich mal nicht von aus.

    Es wird in Großbritannien auch nie einen Schwarzen Premier geben - niemals.
  7. #7

    Wenn man schockiert sein will, dann wird man es sein egal wie die Fakten sind

    Wenn man schockiert sein will, dann wird man es sein egal wie die Fakten sind - das schließe ich aus der Äußerung von Rachel Wenstone.
    Denn wenn man die Studie auf dem Vergleich von angenommenen Bewerbern und später erreichten Noten stützt, dann kann die spätere Note keinen Einfluß auf vorherige Annahme des Antrages gehabt haben.
    Also nicht aussagekräftig.
    Man kann aber dennoch schockiert sein, weil das im heutigen politischen Leben eben zur Kultur gehört. Ein Niemand ist, wer sich nicht mindestens einmal im Monat ordentlich und öffentlich empört ... da muß sich dann eben was finden lassen.
  8. #8

    Geschichte...

    Zitat von kolibri73 Beitrag anzeigen
    Bist leider ziemlich geschichtskenntnisfrei!Noch im mittelalter hatte das gelobte Abendland kaum rudimentaere kenntnis in medizin mathematik astronomie...Da haben wir von den kalifen auf der iberischen halbinsel kraeftig dazugelernt! soll genuegen als kleine relativierung deines rassischen schwunges.
    Ja und die Ägypter haben nach einhelliger Meinung dortiger Taxifahrer auch das Auto, Radio und Flugzeug erfunden... Bevor Sie mit Ihrem Ein-Zehntel-Wissen hausieren gehen - Raten Sie mal, woher die Araber den Löwenanteil ihrer Kenntnisse in Astronomie, Mathematik, Geometrie etc. her hatten. Tipp, es war das "doofe" Abendland bzw. der Teil, der heute unter dem Namen "Pleitegriechen" und "Pleiteitaliener - Römer" firmiert.

    Back to topic: Wenn die Noten der verschiedenen Bewerbergruppen mehr oder weniger gleich "gut" sind, bleiben letzlich nur noch andere Diskriminierungsfaktoren, die bei einer Uniaufnahme eine Rolle spielen könnten.
    M. E. dürfte der von anderen Foristen erwähnte Stallgeruch sicher eine Rolle spielen; der Umstand, dass die Eltern weisser Bewerber auch eher schon zur Bildungsoberschicht gehören aber auch Dinge, die mit dem sozio-demografischen Background indirekt zusammenhängen. Extracurricular Activities, z.B. ein soziales Jahr irgendwo in Lateinamerika, Mitgliedschaft in einem renomierten Tennisclub etc. - alles leichter umsetzbar, wenn Papi viel Kohle hat...
  9. #9

    Zitat von temp1 Beitrag anzeigen
    Wenn man schockiert sein will, dann wird man es sein egal wie die Fakten sind - das schließe ich aus der Äußerung von Rachel Wenstone.
    Denn wenn man die Studie auf dem Vergleich von angenommenen Bewerbern und später erreichten Noten stützt, dann kann die spätere Note keinen Einfluß auf vorherige Annahme des Antrages gehabt haben.
    Also nicht aussagekräftig.
    Falsch! Die Studie besagt folgendes: Bei gleicher akademischer Begabung (die sich kurze Zeit später in den gleichen erstklassigen Schulnoten zeigt) werden Schwarze doppelt so häufig abgelehnt wie Weisse. Doppelt so häufig! Wenn Sie ein nicht-weisses Kind hätten, dass gerne an einer guten Uni studieren möchte, dann würden Sie die Aufregung vielleicht verstehen.

    Zitat von temp1 Beitrag anzeigen
    Man kann aber dennoch schockiert sein, weil das im heutigen politischen Leben eben zur Kultur gehört. Ein Niemand ist, wer sich nicht mindestens einmal im Monat ordentlich und öffentlich empört ... da muß sich dann eben was finden lassen.
    Keine Ahnung, was Sie uns damit sagen wollen.