Nutzen mediterraner Kost: Spitzenstudie mit Schönheitsfehlern

CorbisFettreich oder fettarm: Forscher streiten seit Jahrzehnten, was gesundes Essen ausmacht. Eine ölreiche mediterrane Ernährung senkt das Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten deutlich. Das beweist jetzt eine Studie, auf die Fachleute lange gewartet haben - doch sie hat Schönheitsfehler.

http://www.spiegel.de/gesundheit/ern...-a-885583.html
  1. #1

    Wen interessierts...

    "Da hilft es wenig, dass die Studie selbst aus öffentlichen Mitteln finanziert ist."

    Der Genuss von einfach bis mehrfach ungesättigten Fettsäuren ist einfach NUR gesund, für diesen Umstand bedarfs ganz sicherlich keiner Studien, von wem die auch immer finanziert sind.

    Blöd ist einfach NUR, wenn man auf die marinen ungestättigten Fettsäuren, nach Golf-Öl-Verunreinigung und nuklearer Verperstung der Weltmeere aller-spätestens nach Fukushima als bis dahin Teils-Vegetarier auch auf auf Fisch gänzlichst verzichten MUSS.

    Allergen Ernhrung - Fette Allergie marine Allergologie
  2. #2

    Olivenöl, darauf kommt es an.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Fettreich oder fettarm: Forscher streiten seit Jahrzehnten, was gesundes Essen ausmacht. Eine ölreiche mediterrane Ernährung senkt das Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten deutlich. Das beweist jetzt eine Studie, auf die Fachleute lange gewartet haben - doch sie hat Schönheitsfehler.

    Mediterrane Ernährung führt zu weniger Schlaganfall und Herzinfarkt - SPIEGEL ONLINE
    Der Artikel suggeriert, man könne Olivenöl auch durch die Kraftstoffe und Holzschutzmittel ersetzen, die hierzulande als Speiseöl im Regal stehen. Ich weiß nicht, ob die Studie das hergibt. Zum Braten und um mein katalanisches pa amb tomaquet zu beträufeln nehm ich jedenfalls nur (spanisches oder griechisches) Olivenöl, etwas anderes gehört IMHO nicht in die Küche, sondern in den Tank von Dieselfahrzeugen.
    --
    Online duzen wir uns.
  3. #3

    .

    Zitat von Hamberliner Beitrag anzeigen
    Der Artikel suggeriert, man könne Olivenöl auch durch die Kraftstoffe und Holzschutzmittel ersetzen, die hierzulande als Speiseöl im Regal stehen. Ich weiß nicht, ob die Studie das hergibt. Zum Braten und um mein katalanisches pa amb tomaquet zu beträufeln nehm ich jedenfalls nur (spanisches oder griechisches) Olivenöl, etwas anderes gehört IMHO nicht in die Küche, sondern in den Tank von Dieselfahrzeugen.
    --
    Online duzen wir uns.
    Klar, Olivenöl aus Spanien oder Griechenland ist gesund, alles andere ungesund. Sie haben zuviele Kochsendungen gesehen.
    Allein schon der Satz "alles andere gehört nicht in die Küche". So ein Quatsch. Erinnert mich an Teenager, die natürlich nur diese und jenes Produkt haben müssen ("nur ein Iphone ist wirklich ein smartphone, alles andere taugt nur als Türstopper"...).
  4. #4

    Deutsche Panikmache?

    Zitat von doc 123 Beitrag anzeigen
    "Da hilft es wenig, dass die Studie selbst aus öffentlichen Mitteln finanziert ist."

    Der Genuss von einfach bis mehrfach ungesättigten Fettsäuren ist einfach NUR gesund, für diesen Umstand bedarfs ganz sicherlich keiner Studien, von wem die auch immer finanziert sind.

    Blöd ist einfach NUR, wenn man auf die marinen ungestättigten Fettsäuren, nach Golf-Öl-Verunreinigung und nuklearer Verperstung der Weltmeere aller-spätestens nach Fukushima als bis dahin Teils-Vegetarier auch auf auf Fisch gänzlichst verzichten MUSS.

    Allergen Ernhrung - Fette Allergie marine Allergologie
    Nein, ihr Aussage ist schlicht falsch. Frueher hat man die ungesaettigten Fette ueber einen Kamm gescherrt, heute schaut man genauer hin. Der Genuss von ungesaettigten Fettsaeuren ist nicht einfach nur gesund. Man hat gerade einen Unterschied in omega-6 und omega-3 Fettsaeuren festgestellt, d.h. viel omega-6 (z.B. Maisoel) ist sogar schaedlich.
    Die Finanzierung und Abhaengigkeiten sind meist geringer als Befuerchtet, Konzerne arbeiten da viel ineffizienter als oft befuerchtet, v.a. die kleinen Vortragshonorare duerften wenig Einfluss haben.

    Auf den Rest des Beitrages muss man eigentlich nicht wirklich eingehen. Fukushima ist ein lokal doch sehr begrenztes Ereignis und Japan exportiert kaum Fisch. Dazu wird dort recht streng kontrolliert.
    Das Leck im Golf war schlimm, aber nicht das erste, weiter unten in Mexiko gab's ein Leck vom gleichen Kaliber vor ein paar Jahrzehnten auch schonmal und ueber die Langzeitfolgen spricht fast genauso lange niemand mehr. In den Tropen baut sich Oel eh viel schneller ab als etwa im kuehlen Alaska. Sie haben anscheins keine Vorstellung, wie riesig die Weltmeere tatsaechlich sind.

    Sollten Sie also in Deutschland leben betreffen Sie beide Ereignisse wohl rein gar nicht. Ihr Fisch kommt ganz sicher woanders her. Ich wuerde meinen norwegischen Farmlachs ganz unbeschwert geniessen.
  5. #5

    Zitat von Bergunfall Beitrag anzeigen
    Klar, Olivenöl aus Spanien oder Griechenland ist gesund, alles andere ungesund. Sie haben zuviele Kochsendungen gesehen.
    Allein schon der Satz "alles andere gehört nicht in die Küche". So ein Quatsch. Erinnert mich an Teenager, die natürlich nur diese und jenes Produkt haben müssen ("nur ein Iphone ist wirklich ein smartphone, alles andere taugt nur als Türstopper"...).
    Naja aus diesen Ländern kommt nun mal das gute olivenoel.. Italien können wir noch dazu nehmen. .. aus Deutschland oder Norwegen werden sie kein Oliven Öl bekommen!
  6. #6

    Oel

    Also dass Olivenoel gesund fuer den Koerper ist weiss man, bin gespannt wann es gepanscht wird und mal wieder nach gefuehlten Ewigkeiten getestet wird - besonders aus diesen Laendern und dann schau ma mal.
  7. #7

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Fettreich oder fettarm: Forscher streiten seit Jahrzehnten, was gesundes Essen ausmacht. Eine ölreiche mediterrane Ernährung senkt das Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten deutlich. Das beweist jetzt eine Studie, auf die Fachleute lange gewartet haben - doch sie hat Schönheitsfehler.

    Mediterrane Ernährung führt zu weniger Schlaganfall und Herzinfarkt - SPIEGEL ONLINE
    Naja, es wird immer vergessen, dass die Bevölkerungsgruppen die Mediteran essen auch in entsprechenden Gebieten leben wo es meist schön warm ist. In weiten Teilen von D oder F ist das Klima meist frostiger. Dies hat wohl noch keiner als Zusammenang untersucht?
  8. #8

    Zitat von messan@hbs Beitrag anzeigen
    Naja aus diesen Ländern kommt nun mal das gute olivenoel.. Italien können wir noch dazu nehmen. .. aus Deutschland oder Norwegen werden sie kein Oliven Öl bekommen!
    Ja, das gute Olivenöl....

    Billigimporte: 80 Prozent des italienischen Olivenöls sollen gepanscht sein - SPIEGEL ONLINE

    Oder sollte man sagen "Tunesisches Jauchöl - überteuert in Designerbuddeln angeboten" ?

    Ich kann mir zumindest sicher sein, dass mein Rapsöl von norddeutschen Feldern kommt. Und sein Transport mit Sicherheit umweltfreundlicher als das Herumgekarre von Designerbuddeln ist.
  9. #9

    optional

    "Doch die Studie hat Schönheitsfehler. Ihr Anhang liest sich wie das Who's who der Arzneimittel- und Ernährungsindustrie: Auf einer halben Seite listen die Autoren auf, wer ihnen in der Vergangenheit Forschungsgelder, Redehonorare oder Reisekosten bezahlt hat. Darunter sind Novartis, Unilever, Roche, Merck, Danone, AstraZeneca, Nestlé, PepsiCo, Boehringer Ingelheim, Sanofi-Aventis. Da hilft es wenig, dass die Studie selbst aus öffentlichen Mitteln finanziert ist.

    In kleiner Schrift auf der vorletzten Seite verstecken sich die möglichen Interessenkonflikte der Wissenschaftler. Löblich ist, dass sie im angesehenen Fachmagazin "New England Journal of Medicine" ("NEJM") angegeben werden müssen. Ernüchternd dagegen, wie deutlich die Crux der Ernährungsforschung wird: Forscher ohne enge Verbindungen zu Herstellern sucht man weitgehend vergeblich."

    Sorry aber eine Studie hat nicht deswegen Schoenheitsfehler, weil die Autoren in der Vergangenheit mal von xyz bezahlt worden sind. Wobei man da auch sehr vorsichtig sein muss, haeufig ist es naemlich der Fall, dass es Sponsoren fuer Travelgrants gibt, die aber werden von Wissenschaftlern vergeben. D.h. der Sponsor selber hat da nicht mal die Auswahl. Geschweige denn wird dadurch der Travelgrant-Empfaenger automatisch korrumpiert. Schwierig wird es, wenn jemand jahrelang von der selben Firma profitiert oder diese sogar spezifisch beraet - und seine Wissenschaft deren Produkte positiv darstellt. Genau das ist hier aber NICHT passiert. Die Studie hat als "mediterrane Diaet" eine Zusammenstellung aus unprozessierten Nahrungsmitteln und explizit die Teilnehmer aufgefordert, KEIN Produkte der genannten grossen Firmen zu verwenden, wenn moeglich. Wo da ein Interessenkonflikt angedacht werden kann, ist mir schleierhaft.