Arbeitsmarkt für Akademiker: Fast alle finden einen Job

ddpStudieren lohnt sich: Unabhängig von Krisen haben Akademiker gute Aussichten auf eine Stelle. Eine aktuelle Analyse belegt: Wer gut qualifiziert ist, findet leichter einen Job. Wohnort und Geschlecht spielen kaum eine Rolle.

http://www.spiegel.de/unispiegel/job...-a-885590.html
  1. #1

    Wer so schreibt....

    Dann wird das Gegenteil stimmen .... wer sich ein wenig informiert , liest "interessante Dinge"
  2. #2

    Wer so schreibt....

    Dann wird das Gegenteil stimmen .... wer sich ein wenig informiert , liest "interessante Dinge"
  3. #3

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Studieren lohnt sich: Unabhängig von Krisen haben Akademiker gute Aussichten auf eine Stelle.
    Genau das geht aber aus dem, was hier referiert ist, nicht hervor. Es wird nicht gesagt, dass die Aussichten auf eine Stelle gut sind, sondern nur, dass die gemessene (!) Arbeitslosigkeit niedrig ist. Wer sich in einem Praktikum oder einer Fortbildung befindet, zählt nicht. Wer gänzlich am Studium vorbei sein Leben als Kellner fristet, zählt nicht. Wer noch bei den Eltern wohnt und daher kein Anrecht auf irgendwelche Leistungen hat, zählt nicht. Und hier wird auch kein Unterschied gemacht zwischen "nicht zur Wunschbezahlung" (na ja, wer kriegt die schon?) und "zu Hungerlöhnen". Ein bisschen genauer wüsste ich's schon gern.
  4. #4

    Klartext

    ... sich öfter flexibel und genügsam zeigen müssen...
    heißt auf Deutsch: werden am Ende der Welt mit einem halben Dutzend Fremder Menschen in eine Ferienwohnung gesteckt, um anschließend mit Bussen zu Ihren unterbezahlten Aushilfsjobs kommen. Abend gibts dann Sicherheit von der örtlichen Schutztruppe.
  5. #5

    Verhöhnung

    "Arbeitsmarkt für Akademiker: Fast alle finden einen Job"

    Ja, klar, und wenn es nur als Taxifahrer ist...
    Aber in Ernst: Ich kenne einige Zahnärzte, die noch nie in ihrem Beruf gearbeitet haben, sondern als Vertreter in der Medizinbranche unterwegs sind. Einer verkauft Zahnpasta an "Berufskollegen"...
  6. #6

    Zitat von Michel Beitrag anzeigen
    ... sich öfter flexibel und genügsam zeigen müssen...
    heißt auf Deutsch: werden am Ende der Welt mit einem halben Dutzend Fremder Menschen in eine Ferienwohnung gesteckt, um anschließend mit Bussen zu Ihren unterbezahlten Aushilfsjobs kommen. Abend gibts dann Sicherheit von der örtlichen Schutztruppe.
    Das ist die Arroganz, mit der Geisteswissenschaftler jeden zweiten Tag zu kämpfen haben. Das es mitnichten so ist, passt da nicht ins schubladenhafte Denken.
    Anders als jedoch viele Maschinenbauer (von denen so mancher denkt, sie würden Maschinen bauen) oder BWLer haben die Geisteswissenschaftler den "Vorteil", dass sie überall arbeiten können. Meistens hat die Tätigkeit zwar nur noch wenig mit dem Studium zu tun, dass heißt aber nicht, dass sie als Leiharbeiter arbeiten.

    Dazu kommt, dass Geisteswissenschaftler häufig da einen Job finden, wo man es nicht vermutet. Warum? Weil Geisteswissenschaftler im Gegensatz zu Informatikern anders denken und Problemlösungen anders angehen. Es geht weniger um das Fachwissen, als um die Methodik.
    Zudem gibt es einige Studenten, die später etwas bestimmtes auch freiberuflich machen möchten, z.B. als freier Journalist. Im späteren Leben ist natürlich eine Festanstellung angenehmer.

    Ich persönlich bin im Übrigen der Ansicht, dass Geisteswissenschaftler durchaus besser bezahlt werden würden, wenn das gesellschaftliche Ansehen mal ein bisschen mehr steigen würde und die Leistungen, die Geisteswissenschaftler erbringen, mehr gewürdigt werden würde. Aber dazu müsste man sie auch mal häufiger zeigen und nicht den xten BWL-Abgänger mit dickem BMW, dessen Gesicht man sich aber keine zwei Minuten merken kann.
  7. #7

    Der Berg kommt nun mal nicht...

    Zitat von Michel Beitrag anzeigen
    ... sich öfter flexibel und genügsam zeigen müssen...
    ...zum Propheten. Das kenne ich aus den letzten 40 Jahren heraus noch sehr gut.

    Wer eine hohe Spezialisierung anstrebt - ein Hochschulstudium bedeutet so etwas - der muss damit rechnen, dass seine Kenntnisse nicht dauerhaft und an beliebigen Orten benötigt werden. Ich musste - noch im technischen Umfeld tätig, also nicht in erster Linie als Manager - im Jahr ungefähr 100 mal in ein Flugzeug steigen und wusste das oft erst wenige Stunden vorher. Das war im Rahmen technischer Entwicklungen, die von mehreren Firmen weltweit gemeinsam durchgeführt wurden. So etwas betraf im gleichen Zeitraum tausende Kollegen aus dem gleichen technischen Umfeld.

    Wer studiert musste immer berücksichtigen, dass er gegebenenfalls ein Leben führen muss, welches den Haus-Familie-Kinder-Freizeit-Vorstellungen widerspricht - ich habe es in den letzten 40 Jahren jedenfalls nicht anders kennengelernt.
  8. #8

    Übrig bleibt der Kern der Abbildung "Ausbildung". Das sind alle die, dii auf die Null, sprich Hartz IV oder weniger abgebildet werden ...
  9. #9

    @lindenbast

    und wer gar nicht im Ausbildungsberuf tätig ist, zählt auch nicht. Dieses Märchen von der AkademikerNichtArbeitslosigkeit ist die Fortsetzung des Märchens vom Facharbeitermangel. (a) Rein statistisch ist es eben wahrscheinlicher, daß ein Akademiker Taxi fährt, als daß irgendein Taxifahrer als, sagen wir, Neurochirung beschäftigt ist. (b) Und oberfies ist, daß die Arbeitslosenverwaltung nicht nach Ausbildungs- sondern nach Zielberuf zählt: Langzeitarbeitslosen, die dann in einen Prekärjob gezwungen werden, wird so auf kaltem Wege der Abschluß geraubt und sie werden nicht als arbeitslose Akademiker mehr geführt. Das sind die tragenden Säulen dieses Märchens, das gerne und unkritisch weiterverzapft wird. Selbst wenn es längst widerlegt ist, wird es weiter und weiter erzählt. Irgendwie müssen die ganzen Akademikerproduktionsstätten ihre Überproduktion ja rechtfertigen. Das sichert Pöstchen für die Abkömmlinge der Pöstcheninhaber.