Schlechter bezahlt als Leiharbeit: Mieses Geschäft mit Werkverträgen

REUTERSMit Werkverträgen versuchen immer mehr Arbeitgeber, den Mindestlohn für Leiharbeiter zu unterlaufen. Das führt zu einer gefährlichen Spaltung des Arbeitsmarkts: Am Ende sinken die Löhne überall. Die Politik hechelt bei der Regulierung hilflos hinterher.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...-a-884615.html
  1. #1

    Oder...

    ...einfach- wenn möglich- nicht mehr bei solchen Supermärkten als Kunde einkaufen.

    Bzw. Einkaufskonten bei Amazon schließen- geht doch!
    Man kann dieser Unsitte nur mit intelligenten, massiven Umsatzeinbruch und bewußten Verbraucherverhalten entgegen wirken.
    Nur ist Solidarität- jeglicher Form- in Deutschland ein Fremdwort.
  2. #2

    up to date

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Mit Werkverträgen versuchen immer mehr Arbeitgeber, den Mindestlohn für Leiharbeiter zu unterlaufen. Das führt zu einer gefährlichen Spaltung des Arbeitsmarkts: Am Ende sinken die Löhne überall. Die Politik hechelt bei der Regulierung hilflos hinterher.

    Werkverträge unterlaufen Mindestlohn bei Leiharbeit - SPIEGEL ONLINE
    Das Mindestlohn Arbeitsplätze vernichtet, ist inzwischen durch zahlreiche Studien belegt und bekannt, vor allem durch Beispiele wie z.B. Mindestlohn bei Unternehmen wie Deutsche Post etc. Dem konnten Unternehmen wie pin nicht mehr Stand halten.

    Und dass ein Werksvertrag schädlich für alle Arbeitnehmer sein soll, weil die fest angestellten, dann keine ordentlichen Gehälter mehr durchsetzen könnten, halte ich für beliebige Interpretation. Vielleicht sind diese Werksverträge auch irgendwann notwendig geworden durch eine unverschämte Lohnpolitik. Die einen verdienen übermäßig viel und somit muss am anderen Ende gespart werden - weil das Budget ja auch nur das gleiche bleibt.
  3. #3

    Arbeit macht frei

    "Sozial ist, was Arbeit schafft" - dieser asoziale Spruch prangte synonym in eisernen Lettern am Eingangstor von Auschwitz.
  4. #4

    Mindestlohn flächendeckend! und sonst nix!

    Da hilft nur ein gesetzlicher Mindestlohn flächendeckend und eventl. zusätzlich ein erweiterter Mindestlohn Regional oder nach Branchen. Also Bundesweit z.b. 7 €, in Berlin oder Bremen bleibt der aber in München gibt es 1 € mehr. So kann man wenigstens die Tricksereien aushebeln. Tariflöhne oder nach Branchen bzw. Berufsgruppen sortierte Löhne bringen nichts, weil dann in falsche Gruppierungen eingeordnet wird. Siehe Österreich, wo der Lohn zur Frauengerechtigkeit in Stellenanzeigen genannt werden muss und für Callcenter dann einfach 1300 € Brutto bei Vollzeit genannt werden obwohl lt. Kollektivvertrag (=staatl. Tarifvertrag) mindestens 1650€ gezahlt werden müssten. Beschiss auf der ganzen Welt.
  5. #5

    Zitat von matthes schwalbe Beitrag anzeigen
    ...einfach- wenn möglich- nicht mehr bei solchen Supermärkten als Kunde einkaufen.

    Bzw. Einkaufskonten bei Amazon schließen- geht doch!
    Man kann dieser Unsitte nur mit intelligenten, massiven Umsatzeinbruch und bewußten Verbraucherverhalten entgegen wirken.
    Nur ist Solidarität- jeglicher Form- in Deutschland ein Fremdwort.
    Sie lassen sich also VOR jedem Einkauf die Arbeitsveträge der Beschäftigten zeigen, oder wie?
  6. #6

    [QUOTE=sysop;12111437]Mit Werkverträgen versuchen immer mehr Arbeitgeber, den Mindestlohn für Leiharbeiter zu unterlaufen. Das führt zu einer gefährlichen Spaltung des Arbeitsmarkts: Am Ende sinken die Löhne überall. Die Politik hechelt bei der Regulierung hilflos hinterher.

    Werkverträge unterlaufen Mindestlohn bei Leiharbeit - SPIEGEL ONLINE[/QUO
    Solange sich Menschen auf solche "werksverträge" einlassen und sich mit irgendeiner unterbazhlten "Arbeit" selbstbestätigt fühlen,.. wird dieser Irrsinn kein Ende nehmen.
  7. #7

    Sowas fällt doch wohl eindeutig...

    ...unter Scheinselbständigkeit! Dagegen gibt's doch ein Gesetz - oder etwa nicht?

    Diese Mauschelei beweist aber mal wieder, wie wichtig ein gesetzlicher Mindestlohn ist. Und zwar einer für alle Arbeiten und Branchen - nicht das, was die CDU dem Wahlvolk gerade als Mindestlohn vorlügt...
  8. #8

    christlich?

    Es ist immer wieder erstaunlich wie Organisationen mit "christlich" im Namen den christlichen Grundsatz der Nächstenliebe mit Füssen treten.
  9. #9

    Das ist die Aufgabe der Politik nicht der Solidarität der Bürger.

    Nur wenn ein größtteil der Wähler Rentner sind wird sich gar nichts ändern für die Arbeiter. Und solange die Arbeiter brav weiter die "Volksparteien" wählen wird sich sich auch nichts daran ändern, nur es fehlt auch an ernstzunehmenden Alternativen.

    Die einzige Lösung ist einen Mindestlohn über alle Branchen hinweg zu etablieren. Aber das würde ja dem reichen Klientel den Unternehmern nicht gefallen und die ganze Hartz4 und Leiharbeiter Thematik dient ja nur diesen Unternehmen.