Musiker in Mexikos Drogenkrieg: Spiel mir das Lied vom Tod

REUTERSEs ist die wohl gefährlichste Kultur-Errungenschaft Mexikos: Die sogenannten Narcocorridos sind Balladen, Hohelieder auf die Drogenbosse. Die Interpreten stehen mit einem Bein auf der Bühne - und mit dem anderen im Grab.

http://www.spiegel.de/panorama/justi...-a-881654.html
  1. #1

    Freigabe jetzt!

    Wieder ein gutes Argument mehr für die Freigabe des Drogenkonsums. Diese Bürgerkriege und Massenmorde sind nur möglich, weil sie mit den wahnwitzigen Gewinnspannen der Branche finanziert werden, die sich bei einer Freigabe des Handels in Luft auflösen würden.
  2. #2

    .

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es ist die wohl gefährlichste Kultur-Errungenschaft Mexikos: Die sogenannten Narcocorridos sind Balladen, Hohelieder auf die Drogenbosse. Die Interpreten stehen mit einem Bein auf der Bühne - und mit dem anderen im Grab.

    Bands und Banden in Mexikos Drogenkrieg: Spiel mir das Lied vom Tod - SPIEGEL ONLINE
    Es mag pervers klingen aber nach dem SOng "Negro y azul" aus Breaking Bad bin ich Fan dieser Musikrichtung. Natürlich sehe ich, dass die mexikanische Gesellschaft ein heftiges Problem mit Morden und Ganggewalt hat aber die Musik ist 1ste Sahne.
  3. #3

    Welche von den Bands ...

    ... spielten beim HSBC, Barclays, Citi oder Bank Of America parties ?
  4. #4

    USA größter "Waffenlieferant" für Drogenkartelle

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es ist die wohl gefährlichste Kultur-Errungenschaft Mexikos: Die sogenannten Narcocorridos sind Balladen, Hohelieder auf die Drogenbosse. Die Interpreten stehen mit einem Bein auf der Bühne - und mit dem anderen im Grab.

    Bands und Banden in Mexikos Drogenkrieg: Spiel mir das Lied vom Tod - SPIEGEL ONLINE
    Gemäß einem Bericht der NZZ versorgen sich die mexikanischen Drogenkartelle und andere Kriminelle in Mexiko vor allem mit Waffen aus den USA:
    Mexikanische Kriminelle bedienen sich weiterhin mit Vorliebe im "Waffen-Supermarkt" USA. Die Behörden stellten in fünf Jahren fast 70 000 Schusswaffen amerikanischer Herkunft sicher. Seit Jahren beklagen sich die Mexikaner beim großen Nachbarn darüber, dass ihre Kriminellen - unter ihnen die gefürchteten Drogenkartelle - die Vereinigten Staaten mit ihren laschen Waffengesetzen gleichsam als Selbstbedienungs-Supermarkt für ihren Waffennachschub benutzen.
    Die USA grösster «Waffenlieferant» für Kartelle in Mexiko - NZZ.ch, 28.04.2012
  5. #5

    legalize it!

    aber bisher gibt es keine Wählermehrheiten dafür und so lange trauen sich Politiker nicht auf dieses schmale Brett und außerdem verdienen viel zu viele der Oberen mit!
  6. #6

    el mariachi?

    Auch wenns eigentlich traurig ist, mich erinnert das an diesen film
  7. #7

    Zitat von frubi Beitrag anzeigen
    Es mag pervers klingen aber nach dem SOng "Negro y azul" aus Breaking Bad bin ich Fan dieser Musikrichtung. Natürlich sehe ich, dass die mexikanische Gesellschaft ein heftiges Problem mit Morden und Ganggewalt hat aber die Musik ist 1ste Sahne.
    Der Song ist aber auch ein verdammter Ohrwurm. ;)
  8. #8

    Die Beglückung von NAFTA

    Das System verdient doch an der Kriminalisierung von Drogen. Es treibt den Preis hoch, man kann als Staat ein Schutzgeldsystem aufziehen und das Geld kann nur über bestimmte Kanäle im grossen Masstab gewaschen werden. Ohne diese Geldströme wären die US Banken wahrscheinlich schon implodiert und die ganzen kleinen Drogenkriminellen sind dann noch der perfekte Nachschub für die Gefängnisindustrie.

    Darüber hinaus ist die Gewalt auch noch ein Instrument was die Bevölkerung einschüchtert, so dass man nicht auf dumme Gedanken kommt um sich zu organisieren. Mexico zeigt für mich wo die Reise hingeht.

    Dementsprechend sollte man jeden Freihandel mit den US ablehnen.
  9. #9

    Mit dem Vortrag heißer Rhythmen läuft offensichtlich auch das Drogengeschäft besser

    Nur ein Überhang an Profiteuren im Drogengeschäft sowohl in der Politik als auch in der Exekutive kann erwartungsgemäß das nahezu unangreifbare Gewaltmonopol von Drogenbanden garantieren, das mit Folterung und Mord die wirksamste Methode zum Einschüchtern und Gefügigmachen der Bevölkerung ausübt. Kriminelle Energien vorwiegend ausgelebt in den Metropolen, scheinen im Land das Indiz für ein unerschöpfliches Reservoir an Gewaltbereitschaft aufzuzeigen, wobei merkwürdigerweise ein knapp 90-prozentiger Anteil von Glaubensanhängern des Katholizismus keinen besänftigenden Einfluss ausüben kann. Wenn über 300 000 wohl bewaffneter Mitglieder verschiedener Banden diverse Privatkriege und mörderische Einsätze gegen unliebsame oder ungehorsame Bürger über viele Jahre praktizieren und ihre Gewalteinsätze nahezu ungestraft ausüben können, wobei nur knapp 50 000 Militärs und Polizeikräfte einem solchen Inlandsfeldzug nachhecheln können, darf getrost angenommen werden, dass der politische Wille diesen Zustand zu verändern nur schwach ausgeprägt ist. Dass es dazu auch eine Begleitmusik gibt, ist zweifellos eine gefährliche kulturelle mexikanische Besonderheit.