Fondsmanagerin wagt den Absprung: "Was mache ich für eine bessere Welt?"

Max LautenschlägerSusan Levermann scheffelte das große Geld und lebte auf der Gewinnerseite. Doch plötzlich wollte sie nicht mehr Fondsmanagerin sein. Sie schmiss hin, lernte die Verlierer ihres alten Lebens kennen. Die märchenhafte Geschichte eines Neubeginns.

http://www.spiegel.dewissen/jobwechs...-a-884500.html
  1. #1

    Sieht für mich so aus, als hätte die Frau bloß das Territorium für ihre fanatische Selbstoptimierung gewechselt und wäre jetzt mit der gleichen Verbissenheit empathisch, mit der sie früher egoistisch war.

    Es würde mich nicht wundern, wenn wir in zehn Jahren über sie lesen würden, dass sie vom Dach gesprungen, in der Psychiatrie gelandet oder in einer fernöstlichen Sekte untergekommen ist.
  2. #2

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Susan Levermann scheffelte das große Geld und lebte auf der Gewinnerseite. Doch plötzlich wollte sie nicht mehr Fondsmanagerin sein. Sie schmiss hin, lernte die Verlierer ihres alten Lebens kennen. Die märchenhafte Geschichte eines Neubeginns.

    http://www.spiegel.dewissen/jobwechs...-a-884500.html
    Irgendwie nerven diese Leute, die erst für extra Schwung im Hamsterrad sorgen und dann, wenn sie die Taschen voller Geld haben den moralischen kriegen.
  3. #3

    Mehrere 100.000 Euro verbuchte die damals 34-Jährige nach einigen Jahren auf ihrem Pr

    Mehrere 100.000 Euro verbuchte die damals 34-Jährige nach einigen Jahren auf ihrem Privatkonto.

    immer wenns langweilig wird
    ...es gibt sie ja doch - die schicki micki aussteiger :):):)
  4. #4

    Zitat von Olaf Beitrag anzeigen
    Irgendwie nerven diese Leute, die erst für extra Schwung im Hamsterrad sorgen und dann, wenn sie die Taschen voller Geld haben den moralischen kriegen.
    Sehe ich exakt genauso. Man sollte die Verursacher der Systemkrise zur Verantwortung ziehen und nicht mit solchen Blödsinnsberichten auch noch adeln.
  5. #5

    "heute weiss ich,...

    ....dass jede Handlung Konsequenzen hat: Gewinner und Verlierer"...
    Das ist doch mal deutlich. Jeder der gewinnt, nimmt es einem Anderen. Jeder der viel gewinnt, hat einem Anderen viel genommen. Jeder der sehr viel gewinnt, hat viel von Vielen genommen...
  6. #6

    Naja

    ... mit mehreren 100.000 Euro auf dem Konto, sprich frei von Existenzängsten, fällt ein Ausstieg bzw. Neuanfang bestimmt etwas sanfter aus. Zitat: "Denn jeder Gewinner dort lebt letztendlich auch von Verlierern." Absolut, und ich kann Frau Levermanns Entscheidung daher auch nur begrüßen. Allerdings, und das frage ich mich etwa auch bei Schirrmacher und anderen "Eliten", die plötzlich den kapitalistischen Neoliberalismus mit all seinen katastrophalen Folgen in Frage stellen: Ist das nicht etwas spät? Ich wusste das in Grundzügen schon als Schüler (obwohl ich da noch eher "erfolgsorientiert" eingestellt war), jetzt nach Ausbildung und Studium bekomme ich das System mit voller Härte zu spüren - eben gerade deshalb, weil ich nicht vorhabe am "großen Rad" mitzudrehen und somit aktiv zu bestimmten Entwicklungen beizutragen.
  7. #7

    Glückwunsch

    wer, wie ich, die Dame kennt , weiß das der nächste Egotripp nur ien paar Jährchen entfernt ist.
    Wenn die Maus satt ist schmeckt das Korn bitter.
  8. #8

    ...ich habe mehr Respekt vor jeder allein erziehenden Mutter oder dem sklavenlohnentlohnten Familienvater...mit dickem Konto lässt sich leicht Gutmensch spielen...
  9. #9

    Mutig oder einfach nur egoistisch

    Mit diesem finanziellen Hintergrund ist es leicht, "mutig" zu sein, und auszusteigen. Für mich nur ein weiteres Zeichen von Egoismus: sehr her, ich kann einfach alles hinschmeißen, wenn ich will - ich will endlich etwas Sinnvolles tun, ich fahr ab sofort mit meinem 911er nur noch im Bio-Markt einkaufen, ehrlich. Mutig wäre das, wenn man wirklich etwas zu verlieren hätte. Da gibt es ganz andere Menschen, die hier Beachtung verdient hätten, nicht solche Luxus-Aussteiger-Tussies wie die hier. Und sowas wird auf unsere Kinder losgelassen...