Merkels Besuch bei Erdogan: Der anstrengende Mann vom Bosporus

DPADer türkische Premier Erdogan ist ein schwieriger Gesprächspartner, kaum berechenbar, anstrengend. So mühte sich Kanzlerin Merkel beim Besuch in Ankara um gute Stimmung, unternahm gar einen seltenen touristischen Abstecher. Allein: Bei Streitpunkten wie dem EU-Beitritt bewegt sich wohl wenig.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-885514.html
  1. #1

    Das höchste Leistungsbilanzdefizit

    aller G-20 Staaten, eine kreditgetriebene Nachfrage, eine fast sichere Blasenbildung am Immobilienmarkt und so lange ist die letzte Beinah-Staatspleite ja nun auch noch nicht her: Aber Erdogan wird dem ökonomisch ahnungslosen Murksel schon was vom türkischen Pferd erzählen und Wählerstimmen versprechen.
  2. #2

    Warum eigentlich?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Bei Streitpunkten wie dem EU-Beitritt bewegt sich wohl wenig
    In mehreren Zeitungen konnte man lesen, dass die Mehrheit der Türken keinen Bock mehr auf die EU haben und sich lieber den arabischen Ländern + Russland + China zuwenden möchten. Sollte das stimmen, frage ich mich, warum sich Erdogan weiterhin um einen Beitritt der Türkei bemüht, wo es ihm doch klar sein muss, dass die Mehrheit der EU-Staaten über den eventuellen Türkei-Beitritt not amused sind...
  3. #3

    Zitat von Baikal Beitrag anzeigen
    aller G-20 Staaten, eine kreditgetriebene Nachfrage, eine fast sichere Blasenbildung am Immobilienmarkt und so lange ist die letzte Beinah-Staatspleite ja nun auch noch nicht her: Aber Erdogan wird dem ökonomisch ahnungslosen Murksel schon was vom türkischen Pferd erzählen und Wählerstimmen versprechen.
    Na aber, die Wählerstimmen der Türken gehen doch überwiegend zur SPD und den Grünen (C. Roth).

    Was auch komisch ist, die europaskeptischen Briten sind für die Aufnahme der Türkei in die EU. Wenn es dem Handel dient, ist man eben bereit, Kompromisse zu schließen, da stört es auch nicht, dass Menschenrechte in der Türkei keine Bedeutung haben.
  4. #4

    Also

    ich find den Artikel hier etwas zu sehr auf Erdogan fokussiert. Wieso wird hier nur in einem Absatz, und dann auch noch ohne wirklich darauf einzugehen, über die Themen berichtet die da besprochen wurden?
    Das Erdogans ein launischer Mensch ist, weiß wohl inzwischen jeder, aber das sagt immer noch relativ wenig über seine Politik aus bzw. wie es sich entwickelt. Es ist zumindest kein Grund die vielen Themen die da besprochen wurden einfach links liegen zu lassen und ein 'Erdogan-Bashing' zu starten.
    Ich glaube das es eine Menge Menschen interessiert, was da besprochen wurde...
  5. #5

    Zitat von kannmanauchsosehen Beitrag anzeigen
    Was auch komisch ist, die europaskeptischen Briten sind für die Aufnahme der Türkei in die EU. Wenn es dem Handel dient, ist man eben bereit, Kompromisse zu schließen, da stört es auch nicht, dass Menschenrechte in der Türkei keine Bedeutung haben.
    Bekannntermaßen sind die Briten in der EU auch das trojanische Pferd der USA. Diese wollen die Türkei unbedingt in die EU reinquetschen. Aber ich werde das Gefühl nicht los, dass sie da nicht gut reinpassen würden.
  6. #6

    Die Türkei muss in die EU

    Ich finde wir sollten die Türkei als starken, und in der Zukunft wohl noch stärkeren, Partner nicht an Länder wie Russland, China etc. verlieren. Die EU wird vom Beitritt der Türkei in jeder Hinsicht profitieren können. Wenn nun Stimmen laut werden die behaupten, dass man die Türkei aufgrund Kultureller, bzw. Religiöser, Unterschiede nicht in die EU aufnehmen, so muss ich ganz klar wiedersprechen, denn:
    Ein Ziel bei der Gründung der EU war es den Frieden zu sichern. Und ein Land, das in der EU ist will, allein aus Wirtschaftlichen Interessen, wohl keinen Konflikt mit anderen Mitgliedern der EU.
    Außerdem ist es doch eine Bereicherung eine andere Kultur in seine Gemeinschaft aufzunehmen, das zeugt von Toleranz und Offenheit.
  7. #7

    Die "gute" Kanzlerin.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der türkische Premier Erdogan ist ein schwieriger Gesprächspartner, kaum berechenbar, anstrengend. So mühte sich Kanzlerin Merkel beim Besuch in Ankara um gute Stimmung, unternahm gar einen seltenen touristischen Abstecher. Allein: Bei Streitpunkten wie dem EU-Beitritt bewegt sich wohl wenig.

    Merkel trifft bei Besuch in der Türkei auf Premier Erdogan - SPIEGEL ONLINE
    Anstrengend ist wohl eher Frau Merkel mit ihrem "Ein-bisschen-Schwanger"-Teilbeitritt.

    Die EU ist ohnehin Pleite. Die Türken sollte sich das Brüsseler Theater nicht antun.
  8. #8

    Meine Meinung

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der türkische Premier Erdogan ist ein schwieriger Gesprächspartner, kaum berechenbar, anstrengend. So mühte sich Kanzlerin Merkel beim Besuch in Ankara um gute Stimmung, unternahm gar einen seltenen touristischen Abstecher. Allein: Bei Streitpunkten wie dem EU-Beitritt bewegt sich wohl wenig.

    Merkel trifft bei Besuch in der Türkei auf Premier Erdogan - SPIEGEL ONLINE
    Ich kenne leider nicht alle relevanten Daten und Fakten. Aber ich war in den letzten 18 Jahren mehrmals in der Türkei.
    Und bei jedem Besuch stellte ich fest, dass dieses Land bzw. deren Bevölkerung sich unheimlich anstrengt. Vieles, was bei uns unmöglich erscheint, machen die Türken einfach - und es klappt.

    Ich finde, wenn Bulgarien, Rumänien und Griechenland in der EU sind kann die Türkei nur eine, ausnahmsweise mal "wertvolle", Bereicherung sein.
    Und bei meinem letzten Besuch stellte ich fest - die Türken sind stolz auf ihr Land.
  9. #9

    Ob nun mit den Israelis, den Syrern, den Irakern oder den Armeniern - es gibt kaum ein Land in seiner Nachbarschaft, mit dem sich Erdogan nicht überworfen hätte. Als wären die Herscher diese Länder besser als Erdoan. Wobei die Armenier immer noch keine unabhängige Historiker zulassen, was mich immer noch doch sehr stutzig macht.