Costa-Concordia-Kapitän: Staatsanwalt will Francesco Schettino anklagen

APGegen den Kapitän des Unglücksschiffs Costa Concordia ist offiziell Anklage wegen Totschlags, Körperverletzung und anderer Vergehen beantragt worden. Jetzt muss ein Richter entscheiden, ob die Anklage gegen Francesco Schettino zugelassen wird.

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/a-885499.html
  1. #1

    Wie bitte???

    Er hat 32 fröhliche Menschen getötet!!
    4500 wurden zudem durch seine Feigheit extrem gefährdet und sicherlich ein grosser Zeil davon traumatisiert. Und dann " ..muss das Gericht entscheiden ob ein Prozeß eröffnet wird"! Kinder ich verstehe langsam die Welt nicht mehr.
  2. #2

    Das ist

    kein offizier der ein schiff führen kann.Verantwortungslos ohne gleichen.-wichtig ist party am captains table.--viel wichtiger als ein prozess ist der entzug des patentes zum führen eines schiffes.Aber auch als 1. navigations offizier hat der mann nichts auf einem schiff zu suchen.-Jeder brave seemann tut seine pflicht und so ein ......... versucht dann evtl. wieder als komandant ein schiff zu führen.--Ne ab zum rost kloppen an deck.
  3. #3

    1 mio nur

    Was ist das für eine reederei? Eine Million als Strafe, wollen die uns alle verarshcen?
    Nun für den Unfall ist Schettino verantwortlich. Das Verlassen des Schiffes ist kein Vergehen. Es gibt keine Pflicht des Kapitäns an Bord zu bleiben. Das ist ein ewiger Mythos.
  4. #4

    Frage an die Rechtsexperten

    Da die Versicherer des Schiffes wohl einen großen Verlust verbuchen dürften, können die den "Kapitän" nicht auch verklagen? Oder müssen die warten, bis ein Gericht dessen Schuld zuerst feststellt?
  5. #5

    Zitat von Malshandir Beitrag anzeigen
    Das Verlassen des Schiffes ist kein Vergehen. Es gibt keine Pflicht des Kapitäns an Bord zu bleiben. Das ist ein ewiger Mythos.
    Also: unter Stimmt's?: Muss ein Kapitän als Letzter das sinkende Schiff verlassen? | Wissen | ZEIT ONLINE (abgerufen 25.02.13 20:06)
    habe ich folgendes gefunden:
    ... Ganz eindeutig ist allerdings der italienische Codice della navigazione, der im Fall der Costa Concordia Anwendung findet, weil das Schiff unter italienischer Flagge fuhr und in italienischen Gewässern unterging. Dessen Paragraf 303 sagt: »Der Kapitän muss das Schiff als Letzter verlassen und dabei nach Möglichkeit die Karten und Logbücher retten sowie die Wertgegenstände, die ihm anvertraut wurden.« Macht er das nicht, drohen ihm nicht nur zivilrechtliche Ansprüche der Reederei, der Paragraf ist auch mit saftigen Strafen bewehrt: Hasenfüßige Schiffschefs kommen bis zu zwölf Jahre hinter Gitter.

    Grüße
    ein Schiffbauer
  6. #6

    Nachhilfe gefällig?

    Zitat von Malshandir Beitrag anzeigen
    Was ist das für eine reederei? Eine Million als Strafe, wollen die uns alle verarshcen?
    Nun für den Unfall ist Schettino verantwortlich. Das Verlassen des Schiffes ist kein Vergehen. Es gibt keine Pflicht des Kapitäns an Bord zu bleiben. Das ist ein ewiger Mythos.
    Das wird im Seerecht aber völlig anders gesehen!

    Die letztliche Hauptverantwortung für das Schiff, die Ladung, die Mannschaft und die Passagiere trägt einzig und allein der Kapitän eines Schiffes, nicht die Reederei. die ist für den Allgemeinzustand des Schiffes verantwortlich.

    Wenn sich also ein Kapitän im Falle einer Havarie vorzeitig von Bord verzieht, kann er seiner Verantwortung für alles, was an Bord geschieht, schon allein physisch nicht mehr nachkommen. Somit ist es seine Pflicht, zumindest solange an Bord zu verweilen, bis alle anderen Menschen sicher sind.
  7. #7

    ....

    Zitat von tweet4fun Beitrag anzeigen
    Das wird im Seerecht aber völlig anders gesehen!

    Die letztliche Hauptverantwortung für das Schiff, die Ladung, die Mannschaft und die Passagiere trägt einzig und allein der Kapitän eines Schiffes, nicht die Reederei. die ist für den Allgemeinzustand des Schiffes verantwortlich.

    Wenn sich also ein Kapitän im Falle einer Havarie vorzeitig von Bord verzieht, kann er seiner Verantwortung für alles, was an Bord geschieht, schon allein physisch nicht mehr nachkommen. Somit ist es seine Pflicht, zumindest solange an Bord zu verweilen, bis alle anderen Menschen sicher sind.
    In Deutschland würde wohl erstmal vor dem Seeamt festgestellt ob ein Verschulden vorliegt, danach würde wohl bei der Staatsanwaltschaft entschieden ob in dem Verschulden ein Justiz relevantes Delikt vorliegt, dem würde dann wohl ein zivilrechtliches Verfahren folgen.
  8. #8

    ...
    Nun für den Unfall ist Schettino verantwortlich. Das Verlassen des Schiffes ist kein Vergehen. Es gibt keine Pflicht des Kapitäns an Bord zu bleiben. Das ist ein ewiger Mythos.[/QUOTE]

    Wo bleibt die Moral?

    Selbst dann, wenn keine rechtliche Verpflichtung besteht, bis zum Schluss auf dem Schiff zu bleiben: Vergleichen wir diesen Fall doch einmal mit der Notlandung des Airbus auf dem Hudson River in New York und dem Verhalten des Piloten Chesley Sullenberger!
    Solche Pfeifen wie Schettino haben als Verantwortliche auf einem Schiff nichts zu suchen.
  9. #9

    @ jujo ...

    Seeamt ist nicht mehr. Heisst jetzt Bundesstelle für Seeunfalluntersuchungen. Diese bewertet kein Verschulden, sondern wertet die relevanten Fakten aus und gibt Empfehlungen. In diesem Fall vernünftigerweise "Costa ships? No, thanks"