Neues Betriebssystem: Eine Runde auf der Teststrecke mit dem Firefox-Handy

Es ist das Top-Thema der Handymesse Mobile World Congress: Mobilfunkanbieter bejubeln das neue Betriebssystem Firefox OS. Kein Wunder, im Gegensatz zu Google und Apple wird Firefox den Providern freie Hand lassen. Noch allerdings ruckelt die Software gewaltig - ein erster Kurztest.

http://www.spiegel.de/netzwelt/gadge...-a-885412.html
  1. #1

    Falsch...

    ... ist, dass man Android-Software nur über den PlayStore beziehen kann. Bei Apple und Microsoft ist das so, aber wenn man eine Sicherheitsstellung auf einem Android-Gerät deaktiviert, weil man einer Installation vertraut, kann man APK-Dateien von beliebiger Stelle herunterladen und installieren!
  2. #2

    Alcatel

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es ist das Top-Thema der Handymesse Mobile World Congress: Mobilfunkanbieter bejubeln das neue Betriebssystem Firefox OS. Kein Wunder, im Gegensatz zu Google und Apple wird Firefox den Providern freie Hand lassen. Noch allerdings ruckelt die Software gewaltig - ein erster Kurztest.

    Firefox-Handy Alcatel One Touch: Ausprobiert - SPIEGEL ONLINE
    sorry aber schlimmer gehts nicht?
    Was interessant ist das die ganzen provider sich darauf stuerzen, endlich wieder ein Telekom Handy, ein Vodafone oder O2...;-)
    Firefox klingt interessant momentan aber noch nichts fuer mich, evtl in 2 Jahren
  3. #3

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Für Entwickler wird Firefox OS damit zur attraktiven Plattform - schnelle Verbreitung vorausgesetzt.
    Echt? Also eigentlich waren die Entwickler von Apples Appstore-Idee so richtig begeistert, weil ihnen gegen Umsatzbeteiligung der ganze nervige Kram mit der Kauf- und Zahlungsabwicklung erspart wurde.
  4. #4

    Wertig ?

    Also, je leichter, desto besser ... Ich kann auf die besch****** "wertige Anmutung" verzichten, wenn das Ding beim Rumtragen dafür nicht auf sich aufmerksam macht. Habe auch lieber was, das ich ggf. mit 'nem Schraubenzieher öffnen kann, als so'n teures Wegwerfprodukt.

    Was mich interessiert ist, wie "Open Source" das Ganze am Ende ist. Was braucht es "unten drunter" an Hardware und wie "Open Source" sind dazu die Treiber, z.B. auch was das Telefon-Interface angeht ?
  5. #5

    Merkwürdige Einschätzung

    "Insofern ist Mozillas Vorstoß eigentlich ein Schritt zurück. Es stellt sich gegen den Trend, Programme unter der Überschrift App über geschlossene Systeme zu vertreiben(...)"
    Wie kann man ein geschlossenes System wie bei Apple und nun leider auch Microsoft als Fortschritt begreifen? Ein System in dem der Eigentümer des Handys nicht mehr die Macht hat selbst zu bestimmen, was auf seinem Eigentum installiert werden darf. Oder auf welchem Weg die Daten auf sein Handy kommen. Verkehrte Wellt! Wer es als Fortschritt ansieht, entmachtet und in Ketten gelegt zu werden, sollte doch eher in der SM-Szene suchen gehen, oder in Nordkorea meinetwegen. Freiheit in bezug auf Smartphones sieht jedenfalls anders aus als bei Apple und Microsoft.
  6. #6

    Sie haben falsch gelesen

    Zitat von quark@mailinator.com Beitrag anzeigen
    Also, je leichter, desto besser ... Ich kann auf die besch****** "wertige Anmutung" verzichten, wenn das Ding beim Rumtragen dafür nicht auf sich aufmerksam macht. Habe auch lieber was, das ich ggf. mit 'nem Schraubenzieher öffnen kann, als so'n teures Wegwerfprodukt.

    Was mich interessiert ist, wie "Open Source" das Ganze am Ende ist. Was braucht es "unten drunter" an Hardware und wie "Open Source" sind dazu die Treiber, z.B. auch was das Telefon-Interface angeht ?
    Herr Merck meint, je SCHWERER desto wertiger. Das kann mit einer Bleihülle sicher lösen...

    Selten so einen Unsinn gelesen. Wenn ein Gerät, das funktional ist noch leicht und dünn ist, dann ist in der Entwicklung noch sehr viel Potenzial. Ist es hingegen jetzt schon schwer und dick, dann muss man sich was überlegen.
  7. #7

    Zitat von dice77 Beitrag anzeigen
    Wie kann man ein geschlossenes System wie bei Apple und nun leider auch Microsoft als Fortschritt begreifen? Ein System in dem der Eigentümer des Handys nicht mehr die Macht hat selbst zu bestimmen, was auf seinem Eigentum installiert werden darf. ...
    Nun ja. Je "offener" das System desto so größer die Einfallstore für Schadsoftware (die sich der User hier sogar selbst installieren kann). Das kann man schön bei Android beobachten, wo viele User (Deppen) die Sicherheitsfunktionen einfach ausschalten und sich jeden Mist installieren, bis das Smartphone irgendwann ein Eigenleben entwickelt. Wie kann man so etwas angesichts dessen, dass solch ein Device heute zumeist wichtige Daten seines Users transportiert und verwaltet, wirklich gutheißen?

    Mir sind Apples und Microsofts "geschlossene Systeme" allemal lieber, als meine Daten, Passwörter und Co. in der Hand russischer Hacker.
  8. #8

    Zitat von MarkInTosh Beitrag anzeigen
    Nun ja. Je "offener" das System desto so größer die Einfallstore für Schadsoftware (die sich der User hier sogar selbst installieren kann). Das kann man schön bei Android beobachten, wo viele User (Deppen) die Sicherheitsfunktionen einfach ausschalten und sich jeden Mist installieren, bis das Smartphone irgendwann ein Eigenleben entwickelt. Wie kann man so etwas angesichts dessen, dass solch ein Device heute zumeist wichtige Daten seines Users transportiert und verwaltet, wirklich gutheißen? (...)
    Brav wiedergegeben die offizielle Logik der Benutzer-Entmachtung. Was auf PCs, aber auch auf Apple-Computern funktioniert, ist auf Handys unmöglich, oder wie? Wo haben Sie denn Ihre wichtigeren Daten, auf dem PC oder im Handy? Und von wo machen Sie Ihre Banküberweisungen?
    Aber machen Sie sich keine Sorgen, Sie werden bestens umsorgt. Das sieht man dann daran, dass bei vielen "sicheren" Apps erstmal die Lokalisierung eingeschaltet ist, damit die entsprechende Firma ein schönes Bewegungsprofil von Ihnen anlegen kann. Oder dass Ihr Adressbuch mal eben kopiert wird, damit auch Ihre Freunde erfasst werden können. Schöne heile Welt. Die "Deppen" mit ihren Android Handys könnten sich wenigstens dagegen wehren, indem sie eine App installieren, die sie vor solcher Spionage beschützt. Sie dagegen liefern sich aus - und das sogar aus Überzeugung.
  9. #9

    Zitat von dice77 Beitrag anzeigen
    Brav wiedergegeben die offizielle Logik der Benutzer-Entmachtung. Was auf PCs, aber auch auf Apple-Computern funktioniert, ist auf Handys unmöglich, oder wie? Wo haben Sie denn Ihre wichtigeren Daten, auf dem PC oder im Handy?
    Auf beidem. Mein Smartphone ist nicht zum Posen, sondern zum Arbeiten da.

    Und von wo machen Sie Ihre Banküberweisungen?
    Auch vom iPhone/iPad aus. Und nu?

    Aber machen Sie sich keine Sorgen, Sie werden bestens umsorgt. Das sieht man dann daran, dass bei vielen "sicheren" Apps erstmal die Lokalisierung eingeschaltet ist, damit die entsprechende Firma ein schönes Bewegungsprofil von Ihnen anlegen kann.
    a) Unter iOS wird die "Lokalisierungsfunktion" von keiner App automatisch eingeschaltet. Es wird der User ggf. beim ersten Start der App gefragt, ob er das zulassen möchte. Laut Apples Vorgaben muss eine App auch funktionieren, wenn der User die Standortbestimmung deaktiviert (mit Ausnahme von Navi-Apps natürlich ;-) ).

    b) Die an den App-Anbieter herausgegebenen Daten werden Anonymisiert. Der Anbieter kann also zwar Ihr Handy lokalisieren, weiß ansonsten aber rein gar nichts über Sie. Was nutzt ihm dann ein Bewegungsprofil?

    Oder dass Ihr Adressbuch mal eben kopiert wird, damit auch Ihre Freunde erfasst werden können.
    iOS-Apps dürfen schon seit einiger Zeit nicht mehr Adressbucheinträge kopieren und weiterleiten.

    Schöne heile Welt. Die "Deppen" mit ihren Android Handys könnten sich wenigstens dagegen wehren, indem sie eine App installieren, die sie vor solcher Spionage beschützt.
    Ich habe eine gesunde Skepsis in Bezug auf (zumeist) "kostenlose" Sicherheitsapps. Besser kann man nicht an DAten kommen...

    Sie dagegen liefern sich aus - und das sogar aus Überzeugung.
    Sie dagegen haben wohl noch keine PC-Erfahrung in Hinsicht auf Sicherheitslücken, Viren etc..

    Wer meint, schlauer, als die Entwickler von Schadsoftware zu sein, ist das perfekte Opfer. Ich vertraue eher den Aussagen von Firmen, wie Apple oder Microsoft, als dass ich "Sicherheitssoftware" von bis vorgestern noch völlig unbekannten Unternehmen trauen würde.

    Zurück zum Thema: Die Jungs von Mozilla haben längst verlernt, gute, weitgehend fehlerfreie und sichere Webbrowser zu bauen. Wer vertraut sich und seine Daten dann einem Smartphone-Os dieser Leute an?